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Referenzgalerie statt Textwüste
Website und Aufbau

Preise auf der Website nennen: Spannen im Galabau

Feste Endpreise passen selten, gar keine Angabe kostet Ortstermine. Wie Spannen je Leistung, erklärte Einflussfaktoren und ein Rechenbeispiel den Mittelweg bilden.

14 Min. Lesezeit PreiseKalkulationAnfragenPreisangabenverordnungWebsite-Inhalte

Kaum eine Frage spaltet Galabau-Betriebe so zuverlässig wie diese: Gehören Preise auf die eigene Website? Die eine Seite sagt, dass Richtwerte die Anfragen filtern und den Kalender von aussichtslosen Ortsterminen befreien. Die andere Seite sagt, dass jeder Garten anders ist und eine Zahl auf der Website beim ersten Termin nur gegen den eigenen Betrieb verwendet wird. Beide haben mit ihrer Beobachtung recht, ziehen daraus aber denselben falschen Schluss — dass es nur zwei Möglichkeiten gäbe: alles oder nichts. Dieser Beitrag beschreibt den dritten Weg, der in der Praxis trägt: Spannen je Leistung, die drei bis vier Faktoren, die diese Spannen bewegen, und ein durchgerechnetes Beispiel, an dem sichtbar wird, wie aus einer Spanne ein Betrag wird. Dazu die rechtliche Seite, sachlich und ohne Panik, sowie eine Anleitung, wie sich eine solche Preisseite aufbauen und pflegen lässt, ohne dass sie nach einem Jahr veraltet ist.

Drei Wege, mit Preisen auf der Website umzugehenA: Gar keine AngabeB: Fester EndpreisC: Spanne und FaktorenAnfragen ohne BudgetbezugOrtstermine ohne AuftragFrage bleibt auf den TerminWirkt konkret, passt seltenJeder Garten hat andere BödenNachverhandlung vor dem StartSpanne von bis je LeistungFaktoren: Zugang, Boden, BestandRechenbeispiel macht es prüfbarSpanne je Leistung, Einflussfaktoren erklärt, ein durchgerechnetes BeispielSo wird aus der Spanne ein Betrag: Terrasse mit 40 Quadratmetern1. Grundfläche40 QuadratmeterBelag mittlerer Güteergibt die Basisspanne2. Zugangschmale HofeinfahrtMaterial per Karremehr Arbeitszeit3. Untergrundbindiger Bodentiefere Tragschichtmehr Aushub und Schotter4. Ergebnisoberes Ende der Spannevorab nachvollziehbarweniger NachverhandlungWer die Spanne erklärt, verliert weniger Zeit an Anfragen, die nicht zum Betrieb passen

Das Wichtigste in Kürze

  • Eine Website ohne jede Preisangabe filtert nicht, sie verschiebt nur: Der Betrieb erfährt das Budget erst beim Ortstermin, und dann ist die Fahrzeit bereits ausgegeben. Der Aufwand verschwindet nicht, er wandert nach hinten.
  • Ein fester Endpreis für Gartenarbeiten passt selten, weil Zugang, Untergrund und vorhandener Bestand jedes Grundstück anders machen. Wer ihn trotzdem nennt, verhandelt beim ersten Termin gegen die eigene Zahl.
  • Der tragfähige Mittelweg ist eine Spanne je Leistung, ergänzt um die drei bis vier Faktoren, die sie nach oben oder unten bewegen. Die Spanne ordnet ein, die Faktoren erklären, warum es eine Spanne ist und kein Preis.
  • Ein durchgerechnetes Beispiel trägt weiter als jede Preisliste: Es zeigt an einem konkreten Vorhaben, wie aus der Spanne ein Betrag entsteht, und macht die Kalkulation nachvollziehbar, ohne sie offenzulegen.
  • Die Preisangabenverordnung verlangt bei Preisangaben gegenüber Verbrauchern Gesamtpreise einschließlich Umsatzsteuer; unverbindliche Richtwerte bleiben möglich, sollten aber klar gekennzeichnet und im Einzelfall geprüft werden.

Warum die Frage im Galabau härter ist als anderswo

In vielen Gewerken lässt sich eine Leistung sauber in eine Zahl fassen. Eine Wartung, ein Reifenwechsel, eine Schornsteinfegerleistung: Umfang und Aufwand sind vorher bekannt. Im Garten- und Landschaftsbau ist das anders, und zwar nicht ein bisschen, sondern grundsätzlich. Dieselbe Terrasse mit denselben Platten kostet auf einem gewachsenen Sandboden mit befahrbarer Zufahrt etwas völlig anderes als auf bindigem Lehm hinter einem Reihenhaus, wo jede Schubkarre durch einen Kellerdurchgang muss. Der Preis entsteht nicht am Material, sondern an den Bedingungen.

Genau deshalb weichen viele Betriebe der Frage auf der Website aus. Die Sorge dahinter ist nachvollziehbar: Wer eine Zahl nennt, wird an ihr gemessen — auch dann, wenn der konkrete Fall mit dem Regelfall wenig zu tun hat. Der Interessent merkt sich die untere Grenze und vergisst den Zusatz. Wer schon einmal beim Ortstermin erklären musste, warum aus dem Richtwert auf der Website ein deutlich höheres Angebot geworden ist, macht das kein zweites Mal gern.

Die Gegenrechnung wird dabei selten aufgemacht. Wer gar nichts nennt, verhindert das Missverständnis nicht, er verschiebt es nur an eine teurere Stelle. Die Person, die sich eine Terrasse für 3.000 Euro vorstellt, ruft trotzdem an, vereinbart einen Termin und bekommt die Einordnung erst, nachdem jemand hingefahren, aufgemessen und eine Stunde beraten hat. Der Aufwand fällt an, nur ohne Aussicht auf einen Auftrag. In der Hochsaison sind das genau die Termine, die woanders fehlen.

Die eigentliche Frage lautet anders

Es geht nicht darum, ob Preise auf die Website gehören, sondern an welcher Stelle im Ablauf der Betrieb erfährt, ob Vorstellung und Budget zusammenpassen. Je später dieser Abgleich stattfindet, desto mehr unbezahlte Arbeit steckt bereits darin. Eine Preisangabe ist deshalb weniger ein Verkaufsinstrument als ein Sortierinstrument.

Was für Richtwerte spricht

Das stärkste Argument ist die Vorsortierung. Wer eine Größenordnung findet, entscheidet selbst, ob er anfragt. Damit fallen zwei Gruppen weg, die sonst Zeit kosten: diejenigen, deren Budget um ein Vielfaches unter dem liegt, was die Leistung erfordert, und diejenigen, die eigentlich etwas anderes suchen — einen Hausmeisterdienst statt einer Neuanlage, eine Stunde Heckenschnitt statt einer Gartenpflege im Jahresvertrag. Diese Selbstsortierung findet ohne Zutun des Betriebs statt, rund um die Uhr.

Das zweite Argument ist die Vorbereitung des Gesprächs. Wer mit einer Größenordnung im Kopf anruft, stellt andere Fragen. Statt „Was kostet denn so etwas?“ kommt „Wir haben etwa 60 Quadratmeter, liegen wir da eher bei der einfachen oder bei der aufwendigen Variante?“ Das Gespräch beginnt damit an der Stelle, an der es sonst nach zwanzig Minuten ankommt. Wenn im Anfrageformular zusätzlich Ort, Gewerk und ungefähre Fläche abgefragt werden, lässt sich vor der ersten Fahrt einschätzen, worum es geht.

Das dritte Argument wird oft unterschätzt: Eine Preisangabe wirkt auf viele Interessenten als Zeichen von Sicherheit. Wer seine Kalkulation kennt, kann darüber sprechen. Wer jede Zahl vermeidet, weckt den Verdacht, dass der Preis nach Nase gemacht wird. Das ist unfair gegenüber Betrieben, die schlicht vorsichtig sind — aber es ist die Wahrnehmung, mit der man es zu tun hat, besonders bei Privatkunden, die selten Bauleistungen einkaufen.

  • Interessenten mit unpassendem Budget melden sich seltener, ohne dass jemand absagen muss.
  • Anfragen kommen mit konkreteren Angaben herein, weil die Größenordnung bereits im Kopf ist.
  • Das erste Telefonat startet beim Vorhaben statt bei der Preisfrage.
  • Die Website beantwortet die häufigste Frage auch nachts und am Wochenende.
  • Suchende, die gezielt nach Kosten suchen, finden eine Seite statt nur ein Kontaktformular.
  • Innerhalb des Betriebs zwingt die Veröffentlichung dazu, die eigene Kalkulation sauber zu ordnen.

Die Einwände — und was davon wirklich trägt

Der häufigste Einwand lautet: Jeder Garten ist anders. Das stimmt und ist trotzdem kein Argument gegen jede Angabe, sondern nur gegen einen festen Endpreis. Auch bei sehr unterschiedlichen Bedingungen gibt es eine untere Grenze, unterhalb derer eine Leistung nicht seriös angeboten werden kann, und einen Bereich, in dem die Mehrzahl der Aufträge liegt. Diese beiden Informationen sind belastbar, ohne dass ein einzelner Fall vorweggenommen wird.

Der zweite Einwand lautet: Der Wettbewerb sieht meine Preise. Das ist richtig, wiegt aber weniger schwer, als es sich anfühlt. Wer im selben Landkreis arbeitet, kennt die Größenordnungen ohnehin — aus Ausschreibungen, aus verlorenen Angeboten, aus Gesprächen mit Lieferanten. Was der Wettbewerb nicht sieht, ist die Kalkulation dahinter: Stundensätze, Materialeinkauf, Deckungsbeiträge. Eine Spanne verrät davon nichts. Sie verrät nur, in welchem Segment ein Betrieb arbeitet — und das ist eine Information, die man gezielt setzen sollte, statt sie dem Zufall zu überlassen.

Der dritte Einwand ist der ernsteste: Wer eine Zahl nennt, wird darauf festgenagelt. Dagegen hilft keine Formulierungsakrobatik, sondern nur eine saubere Konstruktion. Eine Spanne mit klarer Ober- und Untergrenze, dazu die Faktoren, die innerhalb der Spanne verschieben, und die ausdrückliche Aussage, dass das verbindliche Angebot nach dem Ortstermin entsteht. Wer das so aufbaut, hat beim Termin nicht weniger Spielraum, sondern mehr — weil er über eine bereits erklärte Systematik spricht statt über eine Zahl aus dem Nichts.

PunktKeine AngabeFester EndpreisSpanne mit Faktoren
VorsortierungFindet erst beim Ortstermin stattSortiert scharf, oft zu scharfSortiert nach Größenordnung
PassgenauigkeitNicht anwendbarPasst auf wenige GrundstückePasst auf die Mehrzahl der Fälle
Spielraum beim TerminVoll, aber ohne BezugspunktGering, Nachverhandlung drohtErklärbar über die Faktoren
Wirkung auf InteressentenWirkt verschlossenWirkt konkret, aber riskantWirkt geordnet und ehrlich
Sichtbarkeit in der SucheKeine Seite zum Thema KostenSeite vorhanden, aber angreifbarSeite vorhanden und belastbar
PflegeaufwandKeinerHoch, jede Änderung zähltÜberschaubar, zweimal im Jahr

Der Mittelweg: Spannen je Leistung

Eine brauchbare Preisseite besteht nicht aus einer Tabelle mit zwanzig Zeilen, sondern aus wenigen, gut gewählten Spannen. Drei bis fünf Leistungen genügen in den meisten Betrieben (Projekterfahrung): das Gewerk, das den Umsatz trägt, dazu zwei bis vier häufige Nachbarleistungen. Ein Betrieb mit Schwerpunkt auf Flächen zeigt Pflasterarbeiten, Terrassen und Zuwegungen; ein Betrieb mit Schwerpunkt Pflege zeigt Gartenpflege im Jahresvertrag, Heckenschnitt und Rasenneuanlage. Alles Weitere bleibt der Anfrage überlassen.

Die Bezugsgröße muss zur Leistung passen und für Laien verständlich sein. Für Flächenarbeiten ist das der Quadratmeter, für Hecken der laufende Meter, für Pflegeverträge der Monat oder der Durchgang, für Baumarbeiten der Einsatz. Wichtig ist, dass die Bezugsgröße die tatsächliche Kostentreiberin ist. Wer eine Zisterne pauschal je Stück angibt, obwohl Aushubtiefe und Zuwegung den Ausschlag geben, baut sich die Diskussion selbst ein.

Die Spanne selbst sollte breit genug sein, um ehrlich zu bleiben, und eng genug, um zu helfen. Ein Verhältnis von etwa eins zu eineinhalb bis eins zu zwei zwischen unterem und oberem Wert ist in der Praxis handhabbar (Projekterfahrung). Wird die Spanne breiter, hilft sie niemandem mehr; wird sie enger, deckt sie die realen Bedingungen nicht ab. Wer merkt, dass eine Leistung sich nicht in eine sinnvolle Spanne fassen lässt, sollte sie aufteilen — etwa bei Pflasterarbeiten in Standardbelag und Naturstein, weil das zwei verschiedene Welten sind.

Wenige Leistungen zeigen

Drei bis fünf Positionen, die den Umsatz tragen. Eine lange Liste wirkt wie ein Katalog und lädt zum Vergleichen einzelner Zeilen ein, statt das Vorhaben als Ganzes einzuordnen.

Passende Bezugsgröße

Quadratmeter für Flächen, laufender Meter für Hecken und Zäune, Durchgang oder Monat für Pflegeverträge. Die Bezugsgröße muss die tatsächliche Kostentreiberin sein.

Spanne statt Punkt

Ein unterer und ein oberer Wert, deren Verhältnis etwa eins zu eineinhalb bis eins zu zwei beträgt. Breiter hilft niemandem, enger bildet die Bedingungen nicht ab.

Was enthalten ist

Zu jeder Spanne gehört ein Satz dazu, was eingeschlossen ist und was nicht. Entsorgung, Entwässerung und Randeinfassung sind die häufigsten Missverständnisse.

Was die Spanne bewegt

Drei bis vier Faktoren je Leistung genügen. Wer zehn Faktoren nennt, erzeugt den Eindruck, dass der Preis beliebig ist, und macht die Angabe damit wertlos.

Verbindlichkeit klären

Ein Satz stellt klar, dass die Angaben Richtwerte sind und das verbindliche Angebot nach dem Ortstermin folgt. Dieser Satz gehört auf dieselbe Seite, nicht ins Kleingedruckte.

Einflussfaktoren erklären statt verstecken

Die Spanne allein erzeugt eine neue Frage: Warum liege ich oben oder unten? Wer diese Frage offen lässt, bekommt sie am Telefon gestellt. Wer sie auf der Seite beantwortet, verwandelt eine Zahl in eine nachvollziehbare Systematik. Und genau das ist der Punkt, an dem eine Spanne mit Erklärung etwas anderes wird als eine Preisangabe: Sie vermittelt, wovon die Arbeit abhängt, und das ist eine Information, die auch dem späteren Kunden hilft.

Im Galabau sind es meist dieselben vier Faktoren. Erstens die Zugänglichkeit: Kann ein Fahrzeug bis an die Fläche, oder muss jeder Kubikmeter über eine Gartentür? Zweitens der Untergrund: Sandiger, gewachsener Boden verhält sich völlig anders als bindiger Lehm, der eine tiefere Tragschicht und mehr Aushub verlangt. Drittens der Bestand: Vorhandene Beläge, Wurzelwerk, alte Fundamente und Leitungen kosten Zeit, bevor die eigentliche Arbeit beginnt. Viertens die Ausführung: Material, Verlegemuster, Randausbildung und Gefälle bewegen den Aufwand erheblich.

Diese Faktoren gehören in einfache Sprache, nicht in Fachbegriffe. „Wenn kein Fahrzeug bis an die Fläche kommt und das Material über den Hof getragen werden muss, kostet allein der Transport bei 40 Quadratmetern etwa einen zusätzlichen Arbeitstag“ ist verständlich. „Erschwerter Materialtransport gemäß Zulage“ ist es nicht. Wer es schafft, jeden Faktor in einem Satz mit einer konkreten Folge zu beschreiben, hat die halbe Beratung bereits erledigt, bevor jemand anruft.

  • Zugänglichkeit: Zufahrt für Fahrzeug und Container oder Transport von Hand über eine längere Strecke.
  • Untergrund: gewachsener Sand gegenüber bindigem Lehm, daraus folgen Tragschichtdicke und Aushubmenge.
  • Bestand: alter Belag, Fundamente, Wurzeln und Leitungen, die vor Beginn entfernt oder umgangen werden müssen.
  • Entsorgung: Menge und Art des Aushubs entscheiden über Container, Fahrten und Deponiegebühren.
  • Ausführung: Material, Format, Verlegemuster und Randeinfassung bewegen Zeit und Materialeinsatz.
  • Höhenlage: Gefälle, Stufen und Stützmauern verwandeln eine Fläche in ein kleines Bauwerk.
  • Zeitpunkt: sehr kurzfristige Ausführung in der Hochsaison lässt sich selten zum Regelsatz einplanen.

Das Rechenbeispiel, das die Spanne trägt

Spanne und Faktoren sind abstrakt, solange sie nebeneinanderstehen. Das Bindeglied ist ein einziges durchgerechnetes Beispiel. Es nimmt ein realistisches Vorhaben, nennt die Ausgangslage, wendet die Faktoren an und kommt zu einem Betrag. Damit zeigt der Betrieb nicht seine Kalkulation, sondern seine Denkweise — und genau die entscheidet beim Interessenten häufig darüber, ob er anruft.

Wichtig ist, dass die Zahlen im Beispiel aus der eigenen Kalkulation stammen und als Beispielrechnung gekennzeichnet sind. Sie sind keine Marktangabe und kein Angebot. Die folgende Aufstellung zeigt den Aufbau; die Werte darin sind Platzhalter, die jeder Betrieb durch seine eigenen ersetzt.

Beispielrechnung: Terrasse mit 40 Quadratmetern
Leistung          Terrasse, Betonplatten, 40 m²
Grundspanne       eigene Kalkulation, unterer bis oberer Wert je m²
Basis             Grundspanne x 40 m² = Ausgangsbereich

Faktor Zugang     schmale Hofeinfahrt, Transport per Karre
                  Folge: rund ein zusätzlicher Arbeitstag

Faktor Untergrund bindiger Lehm statt gewachsener Sand
                  Folge: tiefere Tragschicht, mehr Aushub und Schotter,
                  zusätzliche Entsorgungsfahrten

Faktor Bestand    alte Plattenfläche muss zuvor aufgenommen werden
                  Folge: Abbruch und Entsorgung vor Baubeginn

Ergebnis          oberes Ende der Grundspanne
Nicht enthalten   Entwässerung, Beleuchtung, Randeinfassung aus Naturstein,
                  Bepflanzung und Rasenanschluss

Ein solches Beispiel wirkt in beide Richtungen. Wer eine ähnliche Ausgangslage hat, erkennt sich wieder und kann sein Vorhaben einordnen. Wer eine sehr viel einfachere Lage hat, sieht, dass er eher am unteren Rand liegt — und ruft an, statt sich vom oberen Wert abschrecken zu lassen. Genau dieser zweite Effekt ist der Grund, warum das Beispiel eher die aufwendige als die einfache Variante zeigen sollte.

Die Werte auf dieser Seite sind Richtwerte aus unserer Kalkulation. Was Ihr Vorhaben tatsächlich kostet, hängt vor allem von der Zufahrt, vom Untergrund und vom vorhandenen Bestand ab. Nach einem Ortstermin erhalten Sie ein schriftliches Angebot mit festen Positionen. Der Ortstermin selbst ist für Sie kostenfrei.

Beispielhafte Formulierung für den Hinweis auf einer Preisseite

Preisangabenverordnung: der sachliche Rahmen

Sobald ein Betrieb gegenüber Verbrauchern Preise angibt, greift die Preisangabenverordnung. Ihr Grundgedanke ist einfach: Genannte Preise müssen Gesamtpreise sein, also einschließlich Umsatzsteuer und aller sonstigen Preisbestandteile. Für Betriebe, die überwiegend Privatkunden bedienen, bedeutet das, dass Nettoangaben auf der Website ohne deutlichen Hinweis problematisch sind. Wer sowohl Privat- als auch Gewerbekunden anspricht, sollte kenntlich machen, für welche Gruppe welche Angabe gilt.

Unverbindliche Richtwerte sind damit nicht ausgeschlossen. Entscheidend ist, dass sie klar als solche erkennbar sind und nicht den Eindruck eines Endpreises erwecken, der später nicht gilt. Eine Spanne, die als Spanne gekennzeichnet ist, die genannten Einflussfaktoren dazu und der ausdrückliche Hinweis auf das individuelle Angebot nach Aufmaß erfüllen diesen Zweck in der Regel. Kritisch wird es, wenn ein einzelner Betrag prominent steht und die Einschränkung nur im Kleingedruckten erscheint.

Zwei weitere Punkte fallen häufig auf. Erstens: Wenn Preise je Einheit genannt werden, sollte die Einheit eindeutig sein — Quadratmeter fertiger Fläche ist etwas anderes als Quadratmeter Belag. Zweitens: Angaben zu Anfahrt, Entsorgung oder Kleinmengenzuschlägen gehören sichtbar dazu, wenn sie regelmäßig anfallen. Dieser Beitrag gibt einen Überblick und ersetzt keine rechtliche Beratung; die konkrete Ausgestaltung sollte im Einzelfall geprüft werden, besonders wenn Privat- und Gewerbekunden auf derselben Seite angesprochen werden.

Häufige Stolperstellen

Nettopreise ohne Hinweis auf einer Seite, die sich an Privatkunden richtet. Ein prominenter „ab“-Betrag, dessen Einschränkung erst weit darunter steht. Uneinheitliche Angaben auf Preisseite, Leistungsseite und Flyer. Und veraltete Werte, die nach der letzten Materialpreisrunde stehen geblieben sind — sie sind rechtlich heikel und im Gespräch unangenehm.

Die Preisseite aufbauen

Eine Preisseite hat eine erwartbare Reihenfolge. Oben steht in zwei Sätzen, wie der Betrieb kalkuliert und dass die folgenden Werte Richtwerte sind. Darunter kommen die Spannen je Leistung, jeweils mit einer Zeile dazu, was enthalten ist. Danach folgen die Einflussfaktoren mit ihrer konkreten Folge. Dann das Rechenbeispiel. Am Ende steht, wie es weitergeht: Ortstermin, Aufmaß, schriftliches Angebot, und was davon kostenfrei ist.

Diese Seite sollte von den Leistungsseiten aus verlinkt sein, nicht nur aus dem Hauptmenü. Wer sich für Terrassen interessiert, will die Größenordnung im selben Zug sehen. Umgekehrt gehört von der Preisseite ein Weg zurück zu den Leistungen und zum Anfrageformular, damit aus der Einordnung eine Anfrage werden kann. Wie sich das in die Struktur einer Galabau-Website einfügt, hängt vom Gewerkemix ab — die Reihenfolge oben trägt aber in den meisten Betrieben.

Ein Wort zur Vorbildwirkung: Wer selbst Richtwerte veröffentlicht, sollte das auch von seinen Dienstleistern erwarten dürfen. Wir halten es genauso und nennen unsere Größenordnungen offen — eine Website für einen Galabau-Betrieb beginnt bei 1.490 Euro netto, umfangreichere Umsetzungen bei 2.900 Euro netto, Pflege und Hosting bei 39 Euro netto im Monat. Die Aufstellung dazu steht auf der Seite Preise, mit denselben Einschränkungen, die auch für Gartenarbeiten gelten: Der Umfang entscheidet.

Was sich danach im Betrieb ändert

Die erste Veränderung betrifft die Zahl der Anfragen. Sie geht in der Regel leicht zurück, und das ist die beabsichtigte Wirkung. Interessanter ist die zweite Veränderung: Der Anteil der Ortstermine, aus denen ein Auftrag wird, verschiebt sich, weil die Termine mit passenderen Vorstellungen zustande kommen (Projekterfahrung). Wer beides über eine Saison mitzählt — Anfragen, Ortstermine, Aufträge — sieht nach wenigen Monaten, ob die Richtwerte richtig liegen.

Die dritte Veränderung findet im Gespräch statt. Die Preisfrage kommt weiterhin, aber sie kommt anders. Statt „Was kostet das?“ heißt es „Wo liegen wir in Ihrer Spanne?“ — und darauf lässt sich ohne Umweg antworten, weil beide Seiten dieselbe Systematik vor Augen haben. Betriebe berichten regelmäßig, dass das Aufmaßgespräch dadurch kürzer wird und der Streit über einzelne Positionen später seltener auftritt (Projekterfahrung).

Wer feststellt, dass die eigenen Spannen breiter ausfallen als erwartet, hat kein Website-Problem, sondern ein Kalkulationsthema. Auch das ist ein Ergebnis: Die Veröffentlichung zwingt zu einer Klarheit, die intern oft fehlt. Welche Reihenfolge für Ihren Betrieb sinnvoll ist und welche Leistungen sich für eine Spanne eignen, lässt sich am schnellsten im direkten Gespräch klären.

Die Spanne ersetzt das Angebot nicht

Eine Preisseite hat die Aufgabe, Erwartungen zu sortieren, nicht Aufträge abzuschließen. Das verbindliche Angebot entsteht nach Aufmaß und Ortstermin, und das sollte auf der Seite genauso stehen. Betriebe, die das klar trennen, verlieren durch Richtwerte keinen Spielraum — sie gewinnen einen Bezugspunkt, auf den sie sich beim Termin beziehen können.
Dieser Artikel basiert auf Daten aus eigener Projekterfahrung — aus Web-Projekten für Betriebe des Garten- und Landschaftsbaus und den dort beobachteten Abläufen zwischen Anfrage, Ortstermin und Angebot. Die genannten Bandbreiten, Faktoren und Pflegeintervalle sind Erfahrungswerte und keine allgemeingültigen Kennzahlen. Der Abschnitt zur Preisangabenverordnung gibt den Rahmen in seiner aktuellen Fassung wieder, ersetzt jedoch keine rechtliche Beratung im Einzelfall.

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