Ein Baustellenfoto kostet zehn Sekunden und ist am selben Abend nichts mehr wert — oder es ist zwei Jahre später der Grund, warum ein Bauherr anruft. Der Unterschied entsteht nicht in der Kamera, sondern in der Entscheidung, wann ausgelöst wird und was dabei im Bild ist. Auf einer Galabau-Baustelle verschwinden ausgerechnet die aussagekräftigsten Zustände zuerst: Das Planum ist zwei Stunden später verdichtet, die Tragschicht am Nachmittag überbaut, die Entwässerung nach dem Verfüllen unsichtbar. Wer die Referenzgalerie erst im Winter anlegt, findet dann Bilder von fertigen Flächen und nichts, was den Preis erklärt. Dieser Beitrag beschreibt, was am Tag der Ausführung aufgenommen werden muss, wie sich ein Standpunkt Wochen später wiederfinden lässt, was ins Bild gehört und was nicht, wie die Aufnahmen vom Telefon in eine Ablage kommen, die trägt, und wem die Rechte gehören, wenn ein Dritter fotografiert.
Das Wichtigste in Kürze
- Der Wert einer Aufnahme entsteht am Tag der Ausführung: Planum, Tragschicht, Randeinfassung und Entwässerung liegen wenige Stunden später unter der Oberfläche und lassen sich nicht nachträglich fotografieren.
- Ein Standpunkt, der nur im Kopf existiert, ist nach Wochen verloren. Ein Bezugspunkt, der die Baumaßnahme übersteht, ein Abstand in Schritten und die Kamerahöhe genügen, um dieselbe Perspektive wiederzufinden.
- Licht kostet nichts und bestimmt trotzdem die Verwendbarkeit: ein festes Zeitfenster über die Mittagsstunden und bedeckter Himmel liefern Bilder, die auch nach einem Winter noch zueinanderpassen.
- Material geht selten beim Fotografieren verloren, sondern danach auf dem Telefon. Ein Ordner je Projekt, ein sprechender Dateiname mit Datum und Standpunkt und eine Sicherung am selben Abend halten die Bilder auffindbar.
- Fotografiert ein Dritter — Bauherr, Aushilfe oder Drohnenpilot —, liegt das Urheberrecht bei ihm. Die Nutzung für Website und Unterlagen gehört schriftlich vereinbart, bevor die Aufnahmen veröffentlicht werden.
Was am Tag der Ausführung verschwindet
Der Wert eines Baustellenfotos hat wenig mit Bildqualität zu tun und viel mit dem Zeitpunkt. Auf einer Galabau-Baustelle sind die aussagekräftigsten Zustände die kurzlebigsten: Das Planum liegt eine halbe Stunde offen, bevor der Rüttler kommt. Die Tragschicht ist bis zum Nachmittag überbaut. Die Rinne verschwindet unter dem Belag, die Wurzelschutzfolie unter der Erde, die Teichfolie unter Kies und Ufermatte. Was am Abend noch zu sehen ist, ist das Ergebnis — und das Ergebnis sieht bei sauberer und bei schneller Arbeit auf dem Foto zunächst gleich aus. Genau deshalb sind Bilder aus dem Bauablauf ein Jahr später mehr wert als die schönste Übersichtsaufnahme.
Für den Bauherrn beantworten sie die Frage, die er stellt, bevor er unterschreibt: Warum kostet das so viel? Ein Angebot, dessen Leistung zu großen Teilen unter der Oberfläche steckt, lässt sich schwer erklären, solange nur die fertige Fläche zu sehen ist. Vier Aufnahmen aus dem Aufbau erklären es ohne einen einzigen Satz. Auf einer Leistungsseite zum Pflasterbau tragen sie mehr zur Entscheidung bei als jede Aufzählung von Maschinen; wie eine solche Seite aufgebaut wird, zeigen wir unter Homepage für Pflasterbau.
Der zweite Grund ist unangenehmer: Nachträglich lässt sich nichts davon herstellen. Ein Betrieb, der im Januar seine Referenzgalerie füllen möchte, findet auf den Diensttelefonen fertige Terrassen, unscharfe Abendbilder und Fotos von Maschinen. Was fehlt, ist der Beleg für die Arbeit dazwischen. Und je länger ein Projekt zurückliegt, desto weniger weiß noch jemand, welcher Ordner zu welcher Baustelle gehört. Der Aufwand, den dieser Beitrag beschreibt, liegt bei wenigen Minuten am Tag der Ausführung. Der Aufwand, ihn nachzuholen, ist nicht bezifferbar, weil es schlicht nicht geht.
Planum und Aushub
Die ausgehobene Fläche mit erkennbarer Tiefe, am besten mit einem Zollstock oder einer Schaufel im Bild. Diese Aufnahme belegt den Aushub, der später im Angebot als Kubikmeter steht und den nach dem Verfüllen niemand mehr nachmessen kann.
Tragschicht und Verdichtung
Das eingebaute und verdichtete Material vor dem Einbau des Belags. Wer Schichtdicken zeigen kann, erklärt den Unterschied zwischen einer Fläche, die über Jahre eben bleibt, und einer, die im zweiten Winter absackt.
Randeinfassung und Gefälle
Gesetzte Randsteine im Betonbett, dazu eine Aufnahme mit Wasserwaage oder Richtscheit. Das Gefälle ist auf dem fertigen Bild später kaum zu erkennen, während der Ausführung dagegen sehr deutlich.
Entwässerung vor der Verfüllung
Rinnen, Anschlüsse, Sickerpackungen und Leitungen, solange sie offen liegen. Bei Regenwasserbewirtschaftung und Zisternen ist das die einzige Gelegenheit im ganzen Projekt, überhaupt etwas davon zu zeigen.
Den Standpunkt Wochen später wiederfinden
Ein Bild aus dem Bauablauf steht selten allein. Es soll später neben einer Aufnahme desselben Ausschnitts liegen, und das funktioniert nur, wenn beide vom selben Punkt aus entstanden sind. Zwischen den Terminen liegen Wochen, bei Pflanzungen eine ganze Vegetationsperiode, und in der Zwischenzeit hat sich das Gelände verändert: Der Erdhaufen ist weg, der Container abgeholt, die Hecke gesetzt. Drei Angaben genügen, um den Standpunkt zurückzuholen — ein Bezugspunkt, der die Baumaßnahme übersteht, der Abstand in Schritten und die ungefähre Kamerahöhe.
Als Bezugspunkt taugt, was auch nach der Fertigstellung noch dasteht: eine Hausecke, der Rahmen der Terrassentür, ein Zaunpfosten, ein Laternenmast, ein Baum, der bleibt. Untauglich ist alles, was zur Baustelle gehört. Notiert wird die Angabe dort, wo sie am zweiten Termin auch geöffnet wird, also im Bautagebuch oder direkt im Dateinamen. Wer zwei bis drei Standpunkte je Baustelle vergibt und sie mit A, B und C bezeichnet, hat später Auswahl: A für den Gesamtblick über die Fläche, B für den Anschluss an Haus oder Weg, C für das Detail, um das es fachlich geht.
- Bezugspunkt benennen, der nach der Fertigstellung noch vorhanden ist
- Abstand in Schritten und Kamerahöhe im Bautagebuch festhalten
- Standpunkte mit A, B und C bezeichnen und im Dateinamen mitführen
- Objektivmodus notieren und beim zweiten Termin denselben wählen
- Quer fotografieren, damit der Ausschnitt zur späteren Darstellung passt
- Beim Folgetermin das erste Bild auf dem Gerät öffnen und die Position abgleichen
Der Aufwand liegt bei unter einer Minute je Standpunkt, und er entscheidet darüber, ob aus zwei Aufnahmen ein Vergleich wird oder zwei zusammenhanglose Motive. Wie ein solches Bildpaar aufgebaut ist, welche Regeln es tragen und woran es scheitert, steht ausführlich unter Fotos für die Galabau-Website.
Licht und Tageszeit schlagen jede Kamera
Zwischen einer brauchbaren und einer unbrauchbaren Aufnahme liegt auf der Baustelle meist keine Ausrüstung, sondern eine Stunde. Tief stehende Sonne wirft Schatten von Zäunen, Bäumen und Maschinen quer über die Fläche und zerschneidet genau das, was gezeigt werden soll. Praller Mittag im Hochsommer frisst helle Beläge aus und lässt das Fugenbild verschwinden. Bedeckter Himmel dagegen ist unspektakulär und liefert genau das, worauf es ankommt: gleichmäßige Helligkeit, echte Farben, erkennbare Struktur. Wer sich ein festes Zeitfenster über die Mittagsstunden angewöhnt, bekommt Bilder, die auch dann zueinanderpassen, wenn zwischen ihnen ein Winter liegt.
Bei mehrtägigen Baustellen kommt hinzu, dass sich die Sonne über die Bauzeit hinweg dreht. Wenn die Übersichtsaufnahme am Montagmorgen und die Abschlussaufnahme am Donnerstagabend entsteht, sieht dieselbe Fläche unterschiedlich aus, ohne dass sich etwas verändert hätte. Für die Bilder aus dem Bauablauf ist das nachrangig, weil sie Zustände dokumentieren und nicht wirken müssen. Für die Aufnahme vom festen Standpunkt ist es wesentlich: Sie gehört möglichst zur selben Tageszeit wie das erste Bild.
| Aufnahmezeitpunkt | Was daraus wird | Besserer Weg |
|---|---|---|
| Früher Morgen, tief stehende Sonne | Lange Schatten zerschneiden die Fläche | Zeitfenster zwischen 10 und 15 Uhr |
| Praller Mittag im Hochsommer | Harte Kanten, helle Beläge fressen aus | Bedeckter Himmel oder leichter Dunst |
| Kurz vor Feierabend im Herbst | Farbstich ins Orange, der Belag wirkt wärmer | Am Folgetag zur Uhrzeit des ersten Bildes |
| Direkt nach einem Regenschauer | Nasse Flächen wirken dunkler und satter | Abtrocknen lassen oder den Zustand benennen |
| Gegenlicht zur hellen Hauswand | Fassade überstrahlt, die Fläche säuft ab | Standpunkt drehen, Sonne im Rücken |
Eine Ausnahme lohnt den Umweg: Regenwasser auf einer frisch gepflasterten Fläche zeigt das Gefälle, weil sich das Wasser dort sammelt, wo es hinsoll — oder eben nicht. Wer die Entwässerung erklären will, macht diese Aufnahme bewusst und beschriftet sie auch so. Als Stimmungsbild taugt sie nicht, als Beleg für die Ausführung sehr wohl.
Was ins Bild gehört und was draußen bleibt
Auf dem Bild soll die Arbeit zu sehen sein, nicht die Baustelle drumherum. Zwei Minuten Aufräumen vor dem Auslösen — Kabel zusammenlegen, Eimer aus dem Ausschnitt räumen, Becher einsammeln, Werkzeug an einer Stelle stapeln — verändern die Wirkung stärker als jede Nachbearbeitung. Umgekehrt gehört ein Maßstab bewusst hinein: ein Zollstock an der Schichtdicke, eine Wasserwaage auf dem Randstein, eine Schaufel im Aushub. Erst dadurch wird aus einem beliebigen Erdbild eine überprüfbare Angabe.
Genauso wichtig ist, was nicht ins Bild kommt. Fast jede Galabau-Baustelle liegt auf einem Privatgrundstück, und die Aufnahme zeigt das Zuhause eines Menschen. Hausnummern, Namensschilder an Klingel und Briefkasten, Kennzeichen von Fahrzeugen, Fenster des Nachbarhauses und erkennbare Personen gehören entweder nicht ins Bild oder brauchen eine eigene Einwilligung. Auf dem Telefon wird das leicht übersehen, weil der Blick auf der Fläche liegt und nicht auf dem Hintergrund. Ein kurzer Blick auf die Ränder des Ausschnitts vor dem Auslösen erspart die spätere Diskussion.
- Maßstab statt Behauptung. Zollstock, Wasserwaage oder Schaufel im Bild machen Schichtdicken, Höhen und Fugenbreiten nachvollziehbar.
- Anschlüsse zeigen. Der Übergang zwischen Belag und Hauswand, zwischen Weg und Rasen oder zwischen Terrasse und Beet ist die Stelle, an der Bauherren später genau hinsehen.
- Ein Motiv je Aufnahme. Wer Untergrund, Randeinfassung und Entwässerung in ein einziges Bild packt, hat am Ende drei undeutliche Aussagen statt einer klaren.
- Kollegen nur mit Zustimmung. Mitarbeiter im Bild wirken lebendig, brauchen aber eine Einwilligung — und die gehört vor der Veröffentlichung eingeholt, nicht danach.
- Fremde Kennzeichnungen meiden. Schriftzüge auf Maschinen, Anhängern oder Verpackungen Dritter im Bildmittelpunkt bringen nichts und werfen unnötige Fragen auf.
Der Blick auf die Ränder
Ordnung auf dem Telefon
Die meisten Aufnahmen gehen nicht beim Fotografieren verloren, sondern danach. Sie liegen in der Galerie eines Diensttelefons zwischen Belegen, Bildschirmauszügen und Fotos von Ersatzteilen. Sie werden über Kurznachrichten verschickt und dabei auf ein Format heruntergerechnet, das für die Website nicht mehr reicht. Und wenn das Gerät wechselt oder der Speicher voll ist, ist ein Teil davon nicht mehr auffindbar. Der Weg vom Telefon in einen Projektordner ist deshalb kein Bürokram, sondern der Punkt, an dem sich entscheidet, ob die Bilder in einem Jahr noch existieren.
Drei Regeln reichen aus. Erstens ein Ordner je Projekt, angelegt am Tag der Ausführung und benannt nach Projektnummer und Gewerk. Zweitens ein Dateiname, der ohne Öffnen verständlich ist: Projektnummer, Datum, Standpunkt, Motiv. Drittens eine Sicherung am selben Abend, in den Betriebsspeicher oder auf ein Netzlaufwerk. Wichtig ist außerdem, die Bilder in voller Auflösung zu übertragen und nicht über einen Nachrichtendienst, der sie komprimiert. Für die Website werden sie später ohnehin verkleinert — aber vom Original aus, nicht von einer bereits verkleinerten Kopie.
2026-041_terrasse_reihenhaus/
2026-041_20260512_standpunkt-a_ausgangszustand.jpg
2026-041_20260512_standpunkt-a_planum.jpg
2026-041_20260512_detail_tragschicht.jpg
2026-041_20260513_detail_randeinfassung.jpg
2026-041_20260513_detail_entwaesserung.jpg
2026-041_20260514_standpunkt-a_fertig.jpg
2026-041_notizen.txt
Standpunkt A : Terrassentür, vier Schritte nach rechts, Kamera auf Brusthöhe
Standpunkt B : hintere Grundstücksecke, Blick zum Haus, Augenhöhe
Objektiv : Normalmodus, kein Weitwinkel, kein Zoom
Zeitfenster : 10 bis 15 Uhr, möglichst bedeckt
Fotograf : eigener Vorarbeiter
Freigabe : Bauherr, schriftlich im Auftrag vom 04.05.2026Der Vermerk zur Freigabe gehört in dieselbe Notiz, weil er sonst nach Jahren niemandem mehr zuzuordnen ist. Wer die Ablage über eine Saison durchhält, sichtet im Winterhalbjahr statt zu suchen und kann in Ruhe entscheiden, welche Projekte in die Referenzgalerie wandern. Welche Aufgaben sich sonst noch sinnvoll auf die ruhigen Monate legen lassen, beschreiben wir unter Saisonplanung für die Website.
Wer fotografiert, wem gehören die Aufnahmen
Das Urheberrecht an einer Aufnahme entsteht bei der Person, die sie gemacht hat. Fotografiert ein Mitarbeiter im Rahmen seiner Tätigkeit, kann der Betrieb die Bilder in aller Regel für betriebliche Zwecke nutzen; sauberer ist es trotzdem, das im Arbeitsvertrag oder in einer kurzen Zusatzvereinbarung festzuhalten. Heikel wird es, sobald jemand fotografiert, der nicht zum Betrieb gehört — und das kommt häufiger vor, als es zunächst scheint.
Der Bauherr schickt ein Bild seines alten Gartens. Ein Nachbar hat den Kran im Einsatz aufgenommen. Ein Bekannter fliegt eine Drohne über das Grundstück. Ein Lieferant stellt Bilder der eingebauten Elemente zur Verfügung. Eine Aushilfe fotografiert an einem Samstag. In all diesen Fällen liegt das Recht zunächst bei der anderen Seite, und die Erlaubnis, ein Bild einmal per Nachricht zu schicken, ist keine Erlaubnis, es dauerhaft auf der Website zu zeigen. Eine schriftliche Vereinbarung über die Nutzung braucht wenige Zeilen: wer die Aufnahme gemacht hat, wofür sie genutzt werden darf, für welchen Zeitraum und ob eine Namensnennung gewünscht ist.
Von der Frage, wem die Aufnahme gehört, ist die Frage zu trennen, wer dem Gezeigten zustimmen muss. Das Grundstück gehört dem Bauherrn, und seine Freigabe holt man am besten bei Auftragserteilung ein, nicht nach der Abnahme. Zu diesem Zeitpunkt ist der Nutzen für ihn noch erkennbar, und ein Absatz im Auftragsformular genügt. Wer erst nach der Fertigstellung fragt, bekommt seltener ein Ja. Für Menschen im Bild gilt die Einwilligung zusätzlich und unabhängig davon, wem das Grundstück gehört.
Drei Fragen vor der Veröffentlichung
Eine Aufnahme, die sich in ihrer Herkunft nicht eindeutig zuordnen lässt, gehört nicht auf die Website — unabhängig davon, wie gut sie ist.
Diese Hinweise geben allgemeine Grundsätze wieder und ersetzen keine Prüfung des Einzelfalls. Wie eine konkrete Konstellation zu bewerten ist, gehört in fachkundige Hände, insbesondere bei Aufnahmen aus der Luft und bei Bildern, auf denen Menschen erkennbar sind.
Die Aufnahmeliste je Gewerk
Was fotografiert wird, hängt davon ab, wo die Leistung steckt. Im Pflasterbau liegt sie unter der Oberfläche, in der Baumpflege in der Sicherheit, in der Grünpflege in der Regelmäßigkeit und im Teichbau in der Technik hinter dem Wasser. Eine kurze Aufnahmeliste je Gewerk, ausgedruckt im Fahrzeug oder als Notiz auf dem Telefon, macht aus einer guten Absicht eine Gewohnheit. Sie muss nicht lang sein: vier bis sechs Punkte reichen, und sie sind für jedes Projekt derselben Art gleich.
Pflaster- und Wegebau
Aushub mit Tiefe, verdichtete Tragschicht, Randeinfassung im Betonbett, Bettung vor dem Verlegen, Fugenbild aus der Nähe und die fertige Fläche vom festen Standpunkt. Sechs Aufnahmen erzählen den gesamten Aufbau.
Teich- und Wasseranlagen
Profil der Aushubzonen, Schutzvlies und Abdichtung vor dem Verfüllen, Technikschacht mit Verrohrung, Uferabschluss und Bepflanzung. Nach dem Fluten ist von all dem nichts mehr zu sehen.
Baumpflege
Ausgangssituation mit Umfeld, Schadbild oder Totholz im Detail, Sicherung der Fläche, Schnittstellen nach der Arbeit und die freigeräumte Situation. Hier belegen die Bilder Sorgfalt und Verkehrssicherheit, nicht Optik.
Grünpflege im Objekt
Immer dieselben zwei bis drei Standpunkte über die Saison, dazu Kanten, Beetübergänge und die geräumten Flächen nach dem Einsatz. Der Wert liegt in der Wiederholung, nicht in der einzelnen Aufnahme.
Wie sich diese Unterschiede auf die jeweilige Leistungsseite übersetzen, zeigen wir an den Beispielen Homepage für Teichbau, Homepage für Baumpflege und Homepage für Grünpflege. Im privaten Gartenbau kommt zusätzlich das Stimmungsbild dazu, weil dort neben der Ausführung auch die spätere Nutzung verkauft wird; dazu mehr unter Homepage für Privatgärten.
Der Tag im Ablauf: wer fotografiert wann
Der häufigste Grund für fehlende Bilder ist keine Nachlässigkeit, sondern eine ungeklärte Zuständigkeit. Solange Fotografieren etwas ist, das jemand macht, wenn er zufällig daran denkt, entstehen Aufnahmen unregelmäßig und selten dann, wenn es darauf ankommt. Sobald es ein benannter Schritt im Bauablauf ist, mit einer Person und einem Zeitpunkt, wächst der Bildbestand nebenbei. Im Regelfall übernimmt das der Vorarbeiter, weil er ohnehin als Erster und als Letzter auf der Fläche steht.
Morgens, vor dem ersten Spatenstich
Standpunkte A und B festlegen, je eine Aufnahme des Ausgangszustands, Bezugspunkt und Kamerahöhe notieren. Dieser Schritt ist der einzige, der sich nicht nachholen lässt, und deshalb der wichtigste am ganzen Tag.
Vormittag, während der Untergrund entsteht
Aushub mit Maßstab, Planum vor dem Verdichten, eingebaute Tragschicht mit erkennbarer Schichtdicke. Jeweils ein Überblick und ein Detail, damit später beides zur Verfügung steht.
Nachmittag, bevor etwas geschlossen wird
Randeinfassung, Rinnen und Leitungen, solange sie offen liegen, dazu die Anschlüsse an Haus, Weg oder Beet. Wer unsicher ist, ob eine Aufnahme später gebraucht wird, macht sie: Löschen ist einfacher als Ausgraben.
Feierabend, vom festen Standpunkt
Fläche freiräumen, Werkzeug aus dem Ausschnitt nehmen, vom Standpunkt A und B fotografieren. Danach Ordner anlegen, Dateien benennen und sichern. Zehn Minuten am Ende des Tages ersparen die Suche im Winter.
Standpunkte A und B festlegen, je eine Aufnahme des Ausgangszustands, Bezugspunkt und Kamerahöhe notieren. Dieser Schritt ist der einzige, der sich nicht nachholen lässt, und deshalb der wichtigste am ganzen Tag.
Aushub mit Maßstab, Planum vor dem Verdichten, eingebaute Tragschicht mit erkennbarer Schichtdicke. Jeweils ein Überblick und ein Detail, damit später beides zur Verfügung steht.
Randeinfassung, Rinnen und Leitungen, solange sie offen liegen, dazu die Anschlüsse an Haus, Weg oder Beet. Wer unsicher ist, ob eine Aufnahme später gebraucht wird, macht sie: Löschen ist einfacher als Ausgraben.
Fläche freiräumen, Werkzeug aus dem Ausschnitt nehmen, vom Standpunkt A und B fotografieren. Danach Ordner anlegen, Dateien benennen und sichern. Zehn Minuten am Ende des Tages ersparen die Suche im Winter.
Nach einer Saison hat ein Betrieb mit fünfzehn bis zwanzig größeren Projekten im Jahr genug Material, um jede Leistungsseite mit passenden Bildern zu belegen, statt überall dieselben drei Aufnahmen zu zeigen. Wie sich daraus eine Seitenstruktur ergibt, die Gewerke, Regionen und Anfragen zusammenbringt, beschreiben wir unter Galabau-Website; den Umfang der einzelnen Bausteine finden Sie unter Leistungen.
Häufige Fehler, die Aufnahmen entwerten
Die folgenden Punkte tauchen in Bildsichtungen regelmäßig auf, und keiner davon ist ein Kunstfehler. Es sind Kleinigkeiten, die im Moment der Aufnahme nebensächlich wirken und ein Jahr später darüber entscheiden, ob ein Bild verwendbar ist oder nicht.
- Hochkant statt quer. Hochformate lassen sich in eine Galerie nur mit Beschnitt einbauen, und der Beschnitt trifft meistens genau die Fläche, um die es geht.
- Nur Übersicht, kein Detail. Aus einem Weitwinkelbild lässt sich kein Detail herausvergrößern. Aus zwei Aufnahmen desselben Zustands lässt sich später auswählen.
- Am Ende des Tages statt im Zustand. Wer erst nach Feierabend fotografiert, hat das Ergebnis und nichts vom Weg dorthin.
- Über Kurznachricht verschickt. Der Dienst rechnet die Datei herunter; für einen Ausdruck oder ein großes Bild auf der Startseite reicht das Ergebnis nicht mehr.
- Ohne Notiz zum Standpunkt. Beim zweiten Termin steht dann jemand anders auf der Fläche, und der Vergleich passt nicht.
- Ohne Vermerk zur Freigabe. Jahre später weiß niemand mehr, ob der Bauherr zugestimmt hat, und im Zweifel bleibt das Bild ungenutzt liegen.
Der Unterschied liegt im Tag, nicht im Gerät
Was aus einem so entstandenen Bildbestand wird, ist eine Frage der Aufbereitung: Auswahl treffen, Bildunterschriften mit Gewerk, Ort auf Gemeindeebene und Zeitraum schreiben, Dateien komprimieren, Alternativtexte vergeben und die Paare den passenden Leistungsseiten zuordnen. Vorhandene Aufnahmen bereiten wir ab 290 Euro netto auf; was eine Website mit Regionsseiten und Karriereteil ab 2.900 Euro netto umfasst, steht in der Preisübersicht. Dass neue Projekte danach ohne Umweg in die Galerie kommen, gehört zur laufenden Website-Pflege ab 49 Euro netto im Monat. Die laufenden Leistungen sind monatlich kündbar, eine Mindestlaufzeit gibt es nicht.
Verwandte Artikel
Fotos für die Website selbst machen: Anleitung für Galabau
Wie Sie Baustellen und fertige Gärten mit dem Telefon so fotografieren, dass sie auf der Website funktionieren: Licht, Perspektive, Reihenfolge und Format.
Vorher-Nachher richtig zeigen: Bilder, die überzeugen
Gleicher Standpunkt, gleiche Brennweite, ähnliches Licht: So werden Vorher-Nachher-Bilder im Galabau vergleichbar — und was geht, wenn das Vorher-Bild fehlt.
Dach- und Fassadenbegrünung als eigene Leistungsseite
Dach- und Fassadenbegrünung bringt Objektkunden. Was zu Aufbauhöhe, Flächenlast, Zugang und Pflegegang auf die Leistungsseite gehört, damit Verwalter anfragen.