Ein Garten- und Landschaftsbaubetrieb wächst irgendwann aus dem Privatgarten heraus. Der Branchenumsatz lag 2025 bei 11,11 Milliarden Euro (BGL), davon entfielen 56,87 Prozent (BGL) auf den Privatgarten. Der Rest, rund 4,79 Milliarden Euro (BGL), kam von öffentlichen Auftraggebern, dem Wohnungsbau, der Industrie und sonstigen Kunden. Bauwerksbegrünung ist eines der wenigen Gewerke, mit denen sich dieser Sprung planen lässt: Dach und Fassade werden von Hausverwaltungen, Gewerbeobjekten und Kommunen vergeben, nicht von der Familie mit dem Reihenhausgarten. Auf den meisten Galabau-Websites kommt das Thema trotzdem mit keinem Wort vor. Dieser Beitrag zeigt, was auf eine eigene Leistungsseite für Dach- und Fassadenbegrünung gehört, damit ein Objektkunde weiterliest: Aufbauhöhe und Flächenlast, extensiv gegen intensiv, Wurzelschutz und Entwässerung, Zugang für Material und Pflege — und der jährliche Pflegegang, aus dem ein Dauervertrag entsteht.
Das Wichtigste in Kürze
- Bauwerksbegrünung wird von Hausverwaltungen, Gewerbeobjekten und Kommunen vergeben. Die Entscheidung fällt nicht am Gartenzaun, sondern in einem Vergabeprozess mit Unterlagen, Fristen und Nachweisen — dafür muss die Leistungsseite geschrieben sein.
- Der Markt ist vorhanden: 2024 wurden rund 9 Millionen Quadratmeter Dachfläche neu begrünt (BuGG), während etwa 87 Prozent der neu entstandenen Flachdachflächen unbegrünt blieben (BuGG). Das Feld ist weit offen.
- Ein Objektkunde sucht zuerst nach Größen: Aufbauhöhe, Flächenlast im wassergesättigten Zustand, Dachneigung, Entwässerung, Zugang. Wer diese Werte benennt, wird als Fachbetrieb gelesen; wer von grünen Oasen schreibt, nicht.
- Regelwerke ersetzen Versprechen. Die FLL-Dachbegrünungsrichtlinie in der Fassung 2018 (FLL) und die Prüfung auf Wurzelfestigkeit geben die Sprache vor, in der ein Planer denkt und ein Bauamt ausschreibt.
- Der jährliche Pflegegang macht aus dem Bauauftrag einen Dauervertrag. Er gehört auf die Seite, in das Angebot und in das Anfrageformular, nicht erst in das Gespräch nach der Abnahme.
Warum Bauwerksbegrünung ein Objektgeschäft ist
Der Unterschied zum Privatgarten beginnt beim Auftraggeber. Eine Terrasse verkauft ein Betrieb an Menschen, die abends darauf sitzen wollen; ein begrüntes Dach verkauft er an eine Hausverwaltung, einen Objektverantwortlichen oder ein Bauamt. Diese Seite entscheidet nicht nach Geschmack, sondern nach Unterlagen: Aufbauhöhe, Lastannahmen, Nachweise, Fristen. Allein auf öffentliche Auftraggeber entfielen 2025 21,23 Prozent (BGL) des Branchenumsatzes. Wer in diesen Bereich hineinwachsen möchte, braucht eine Website, die in der Sprache dieser Entscheider antwortet.
Der zweite Unterschied ist das Gebäude selbst. Im Privatgarten ist der Boden der Baugrund; auf dem Dach liegt zwischen der Pflanzung und dem Wohnzimmer darunter eine Abdichtung, für die häufig ein anderes Gewerk die Gewährleistung trägt. Jede Frage nach Aufbauhöhe, Flächenlast oder Wurzelschutz ist deshalb zugleich eine Frage nach Verantwortung: Wer prüft den Bestand, wer weist die Tragfähigkeit nach, wer haftet, wenn Wasser ins Gebäude läuft. Eine Leistungsseite, die diese Zuständigkeiten offen benennt, nimmt dem Entscheider die größte Sorge und hebt den Betrieb von denen ab, die nur Bilder zeigen.
Der dritte Unterschied ist die Zeitachse. Ein Privatgarten wird gebaut, abgenommen und gehört danach dem Kunden. Ein begrüntes Dach fängt mit der Abnahme erst an: Anwuchs, Kontrolle der Abläufe, Nachsaat, Entfernen von Fremdaufwuchs. Aus dem Bauauftrag wird eine wiederkehrende Leistung — dieselbe Logik, die auch hinter der Objektpflege steht, wie sie der Beitrag zu Grünpflegeverträgen im Objekt beschreibt.
Zwei Kundenwege, zwei Seiten
Der Markt in Zahlen: Dach und Fassade
Bauwerksbegrünung ist kein Nischenthema mehr, aber auch keine Selbstverständlichkeit. Im Jahr 2024 wurden in Deutschland rund 9 Millionen Quadratmeter (BuGG) Dachfläche neu begrünt, nach 10,19 Millionen Quadratmetern (BuGG) im starken Vorjahr. Der Bestand wird inzwischen auf etwa 200 Millionen Quadratmeter (BuGG) geschätzt. Entscheidend für einen Betrieb ist jedoch die Quote: Von den 2024 neu entstandenen Flachdachflächen wurden 12,8 Prozent (BuGG) begrünt, 2023 waren es noch 16,8 Prozent (BuGG). Rund 87 Prozent (BuGG) der neuen Flachdächer blieben also ohne Begrünung.
Bei der Fassade sind die Zahlen kleiner und der Abstand zum Möglichen größer. 2024 kamen etwa 137.100 Quadratmeter (BuGG) begrünte Fassadenfläche hinzu, nach 130.400 Quadratmetern (BuGG) im Vorjahr. Davon entfielen rund 109.600 Quadratmeter (BuGG) auf bodengebundene Begrünungen mit Kletterhilfen — also auf jene Variante, die ein Galabau-Betrieb ohne Spezialisierung auf Fassadentechnik ausführen kann.
Der Druck kommt von zwei Seiten. Die Zahl der heißen Tage mit mindestens 30 Grad hat sich in Deutschland seit den 1950er Jahren etwa verdreifacht (Deutscher Wetterdienst), und in dicht bebauten Innenstädten liegt die nächtliche Tiefsttemperatur bis zu 10 Grad (Umweltbundesamt) über der am Stadtrand. Gleichzeitig belasten Starkregenereignisse die Kanalnetze. Begrünte Dächer speichern Niederschlag, verzögern den Abfluss und kühlen durch Verdunstung. Für einen Objektkunden sind das keine Umweltargumente, sondern Betriebskosten, Auflagen und Beschwerden von Mietern.
Dachbegrünung im Neubau
Der Aufbau wird mitgeplant, die Statik ist darauf ausgelegt, die Abdichtung ist neu. Hier entscheidet vor allem die Position im Leistungsverzeichnis, und der Betrieb tritt oft als Nachunternehmer des Dachdeckers oder des Generalunternehmers auf. Der Zugang zur Fläche ist während der Bauzeit ohnehin geregelt.
Dachbegrünung im Bestand
Hier liegt das eigentliche Geschäft und zugleich das Risiko. Alter und Zustand der Abdichtung, die vorhandene Tragreserve und die Lage der Abläufe sollten vor dem Angebot geklärt sein. Ohne Prüfung der Statik des Bestandsdachs lässt sich keine belastbare Aussage treffen.
Bodengebundene Fassadenbegrünung
Kletterpflanzen wurzeln im Erdreich und wachsen an Seilen, Gittern oder Spalieren nach oben. Der Aufwand steckt in der Verankerung, im Wandabstand und im Rückschnitt. Mit rund 109.600 Quadratmetern (BuGG) im Jahr 2024 ist das die häufigste Variante am Markt.
Wandgebundene Fassadenbegrünung
Pflanzen wachsen in Trögen oder Modulen direkt an der Wand, mit Substrat, Bewässerung und Nährstoffversorgung. Die gestalterische Wirkung ist stark, der technische Aufwand ebenso: Ohne dauerhafte Bewässerung und regelmäßige Kontrolle trägt dieser Aufbau nicht.
Für die Website folgt daraus eine einfache Aufteilung: eine Seite für das Gewerk, darunter die vier Fälle als Abschnitte. Wer bereits eine Seite zur Grünpflege im Objekt pflegt, hat die passende Nachbarschaft schon angelegt — Bauwerksbegrünung und Objektpflege sprechen dieselben Auftraggeber an und lassen sich gegenseitig verlinken.
Extensiv oder intensiv: die Entscheidung vor dem Angebot
Die erste Frage jedes Planers lautet, welcher Begrünungstyp gemeint ist. Die FLL-Dachbegrünungsrichtlinie in der Fassung 2018 (FLL) unterscheidet drei Begrünungsarten — Extensivbegrünung, Einfache Intensivbegrünung und Intensivbegrünung — und grenzt sie nicht über eine Zentimeterzahl ab, sondern über Vegetation, Nutzung, Wasser- und Nährstoffversorgung sowie Pflegeaufwand; intensive Aufbauten liegen in der Praxis bei 30 bis 100 Zentimetern (BuGG) Aufbaudicke. Für einen Betrieb ist das keine Theorie: Von dieser Einordnung hängen Statik, Bewässerung, Zugang und der spätere Pflegevertrag ab. Eine Leistungsseite, die beide Typen sauber trennt, spart im Erstgespräch eine Viertelstunde.
| Merkmal | Extensive Begrünung | Intensive Begrünung |
|---|---|---|
| Substratstärke | 60 bis 150 mm | über 150 mm, teils deutlich mehr |
| Flächenlast wassergesättigt | 80 bis 170 kg/m² (BuGG) | ab etwa 300 kg/m² (BuGG) |
| Pflanzung | Sedum, Kräuter, Gräser | Stauden, Sträucher, einzelne Bäume |
| Bewässerung | in der Regel ohne feste Anlage | dauerhafte Anlage erforderlich |
| Pflegegänge im Jahr | ein bis zwei | vier bis acht (BuGG) |
| Nutzung der Fläche | Wartungsgang, nicht als Freifläche | als begehbare Freifläche geplant |
Wer auf der Website lediglich das Wort Dachbegrünung stehen lässt, zwingt den Planer zum Anruf, bevor dieser überhaupt weiß, ob der Betrieb sein Projekt bedienen kann. Zwei Absätze mit Zahlen erledigen das vorab und filtern gleichzeitig die Anfragen, die nicht passen. Wie sich solche Gewerkeseiten in eine tragfähige Gesamtstruktur einfügen, beschreibt der Beitrag zum Aufbau einer Galabau-Website.
Aufbauhöhe, Flächenlast und was das Dach trägt
Die Flächenlast ist die Zahl, an der Projekte scheitern oder zustande kommen. Sie wird im wassergesättigten Zustand angesetzt (BuGG), weil ein Substrat nach Dauerregen erheblich mehr wiegt als im trockenen Sommer. Extensive Aufbauten liegen dabei typischerweise bei 80 bis 170 Kilogramm je Quadratmeter (BuGG); intensive Aufbauten mit Stauden und Solitärgehölzen beginnen bei etwa 300 Kilogramm je Quadratmeter (BuGG) und reichen deutlich darüber hinaus. Hinzu kommen Nutzlasten für Schnee sowie für Personen während Bau und Pflege; sie werden gesondert berechnet, die Schneelast nach DIN EN 1991-1-3, Personen- und Verkehrslasten nach DIN EN 1991-1-1.
Diese Größen gehören nicht in ein Datenblatt zum Herunterladen, sondern in den Fließtext der Leistungsseite. Ein Verwalter, der drei Betriebe vergleicht, entscheidet in wenigen Minuten, wen er anschreibt. Die folgende Liste beschreibt, was dafür auf der Seite stehen sollte.
- Den Begrünungstyp benennen: extensiv, einfach intensiv oder intensiv, jeweils mit Substratstärke in Millimetern.
- Die Flächenlast im wassergesättigten Zustand in Kilogramm je Quadratmeter angeben, nicht nur als offene Untergrenze.
- Die zulässige Dachneigung nennen und sagen, ab welchem Gefälle Schubsicherungen nötig werden.
- Klarstellen, dass beim Bestandsdach der Nachweis der Tragfähigkeit vor dem Angebot erbracht wird.
- Die Schnittstelle zur Abdichtung beschreiben: wer prüft, wer erneuert, wer die Gewährleistung trägt.
- Angeben, welche Unterlagen der Betrieb für ein belastbares Angebot benötigt.
Diese Angaben klingen technisch, sind aber das Gegenteil von Fachchinesisch: Sie zeigen dem Entscheider, dass der Betrieb sein Risiko kennt und benennt. Welche Nachweise gewerbliche und öffentliche Auftraggeber darüber hinaus erwarten, behandelt der Beitrag zu Nachweisen und Versicherungen.
Wurzelschutz, Entwässerung und Nachweise
Der Aufbau eines begrünten Daches ist mehrschichtig und in seiner Reihenfolge festgelegt: wurzelfeste Abdichtung, Schutzlage, Dränschicht, Filtervlies, Substrat und Vegetation (FLL). Jede Schicht hat eine Aufgabe, und keine lässt sich ohne Folgen weglassen. Die Wurzelschutzbahn muss das FLL-Prüfverfahren auf Durchwurzelungs- und Rhizomfestigkeit bestanden haben; geprüft wird in einem zwei- oder vierjährigen (BuGG) Langzeitversuch mit Feuerdorn, Enzianstrauch und Quecken, also mit Arten, die besonders aggressiv wurzeln.
Im Randbereich wird der Wurzelschutz je nach Dachneigung 5 bis 10 Zentimeter (BuGG) über die Substratoberfläche geführt, gegen Hinterwurzelung gesichert und vor mechanischer Beschädigung sowie UV-Strahlung geschützt. Ebenso wichtig ist die Entwässerung: Abläufe und Notüberläufe bleiben zugänglich, Kontrollschächte werden nicht überschüttet, und der Abflussbeiwert des Aufbaus geht in die Bemessung der Dachentwässerung ein. Wer das auf der Seite beschreibt, beantwortet die Frage, die ein Objektverantwortlicher als erste stellt: Was passiert bei Starkregen.
Nachweise vor der Vergabe bündeln
Bei intensiven Aufbauten und bei wandgebundenen Fassaden kommt die Bewässerung als eigenes technisches Gewerk hinzu, mit Leitungsführung, Steuerung, Frostsicherung und Wartung. Wie sich das als eigenständige Leistung darstellen und verkaufen lässt, zeigt der Beitrag zu Bewässerungsanlagen als eigene Leistung.
Zugang für Material und Pflege
Zwischen einem guten Angebot und einem verlustreichen Auftrag liegt häufig der Zugang. Substrat kommt in Big Bags oder lose, Pflanzen auf Paletten, Dränelemente in Stapeln — und alles muss nach oben. Ob ein Kran gestellt werden kann, ob ein Gebäudeaufzug genutzt werden darf, ob ein Silofahrzeug bis an das Haus fährt, entscheidet über Tagesleistung und Kalkulation. Ebenso zählt der spätere Pflegezugang: Ein Dach ohne gesicherten Wartungsgang lässt sich nur mit Anschlagpunkten und persönlicher Schutzausrüstung pflegen, was jeden einzelnen Gang verteuert.
- Anlieferung. Aufstellfläche für Kran oder Hebebühne, Tragfähigkeit der Zufahrt, Sperrzeiten im laufenden Betrieb.
- Vertikaltransport. Kran, Bauaufzug, Gebäudeaufzug mit Lastgrenze oder Handtransport über das Treppenhaus.
- Absturzsicherung. Vorhandene Anschlagpunkte, Höhe der Attika, Geländer, Abstand der Arbeitsfläche zur Dachkante.
- Lagerfläche. Platz für Substrat und Pflanzen auf dem Dach, ohne die zulässige Last punktuell zu überschreiten.
- Pflegezugang. Dauerhafter Wartungsgang, Wasseranschluss auf dem Dach, Schlüsselregelung mit der Verwaltung.
- Zeitfenster. Arbeiten über bewohnten Einheiten, Lärmzeiten, Abstimmung mit Mietern und Nutzern.
Diese Punkte gehören nicht erst in die Baustellenbesprechung, sondern bereits in das Anfrageformular. Sie sind der Grund, warum zwei optisch gleiche Dächer sehr unterschiedlich kalkuliert werden. Dass sich Maße, Zugang und Bestand vorab klären lassen, ohne den Kunden abzuschrecken, zeigt für ein anderes Gewerk der Beitrag zu Zaun und Sichtschutz mit Laufmetern.
Was auf die Leistungsseite gehört
Die Seite folgt der Reihenfolge, in der ein Objektkunde denkt. Oben steht, was der Betrieb macht und für welche Objektarten: Wohnanlage, Gewerbehalle, Verwaltungsgebäude, Kindertagesstätte, Tiefgaragendecke. Darunter die technische Einordnung mit extensiv und intensiv, dann Aufbau und Nachweise, dann Zugang und Bauablauf, dann Pflege. Erst danach kommen Bilder und Referenzen — nicht weil sie unwichtig wären, sondern weil der Entscheider vorher wissen will, ob er bei diesem Betrieb überhaupt richtig ist. Ganz unten steht die Anfrage, und die fragt nicht nach einem Wunsch, sondern nach einem Objekt.
Ein Anfrageformular für Bauwerksbegrünung sieht deshalb anders aus als eines für den Privatgarten. Es fragt Größen ab, die der Betrieb zur Vorkalkulation braucht, und lässt Felder offen, die der Kunde in der Regel nicht kennt. Der folgende Ausschnitt zeigt die Felder in vereinfachter Form.
{
"objektart": "Wohnanlage",
"roofAreaSqm": 640,
"roofPitchDeg": 3,
"buildingStatus": "Bestand",
"waterproofingAgeYears": 14,
"greeningType": "extensiv",
"structuralReserve": "Nachweis liegt vor",
"access": ["Kran auf dem Hof", "Aufzug bis 400 kg", "Innenhof gesperrt"],
"roofWaterOutlet": false,
"maintenanceInterval": "jährlich",
"documents": ["Statik", "Dachaufsicht", "Abdichtungsnachweis"]
}Drei Felder verdienen dabei besondere Aufmerksamkeit: das Alter der Abdichtung, weil es über eine Sanierung vor der Begrünung entscheidet; der Nachweis der Tragreserve, weil er den Unterschied zwischen Angebot und Schätzung ausmacht; und der Zugang, weil er die Bauzeit bestimmt. Wie ein solches Formular gebaut sein muss, damit es vorqualifiziert statt abzuschrecken, steht auf unserer Seite zum Anfrageformular für den Galabau.
Die Referenzgalerie für Dach und Fassade
Ein Objektkunde vergleicht keine Gärten, sondern Objekte. Deshalb braucht Bauwerksbegrünung eine eigene Galeriekategorie, die sich getrennt filtern lässt. In jeder Projektkarte stehen Objektart, Fläche in Quadratmetern, Begrünungstyp, Aufbauhöhe, Baujahr und der Hinweis, ob eine Pflege läuft. Namen von Auftraggebern bleiben draußen, solange keine Freigabe vorliegt — Fläche und Objektart genügen für die Einordnung vollkommen.
Auch die Bilder unterscheiden sich. Aufnahmen vom Boden zeigen von einem Gründach wenig; gebraucht werden Aufnahmen aus der Höhe: vom Nachbargebäude, aus dem Treppenhausfenster, von der Hebebühne oder aus der Luft, sofern die Erlaubnis vorliegt. Dazu gehören zwei bis drei Detailaufnahmen von Randausbildung, Kontrollschacht und Substratprofil, die einem Fachmann mehr sagen als jede Totale. Wie eine filterbare Galerie aufgebaut wird, beschreibt der Beitrag zur Referenzgalerie; die Umsetzung im Betrieb zeigt unsere Seite zur Referenzgalerie für Galabau-Betriebe.
Auch der Zeitpunkt zählt: Ein Gründach sieht im ersten Jahr dünn aus und im dritten geschlossen. Ein Vorher-Nachher über zwei Vegetationsperioden ist deshalb aussagekräftiger als ein Foto vom Abnahmetag. Wie sich Baustellenfotos so anlegen lassen, dass sie Jahre später noch tragen, behandelt der Beitrag zu Baustellenfotos, die später noch wirken.
Förderprogramme: prüfen statt versprechen
Zahlreiche Städte fördern Dach- und Fassadenbegrünung über Zuschüsse oder zinsgünstige Darlehen. Der Fachverband führt dazu eine jährliche Städteumfrage sowie eine Übersicht des Förderstatus aller deutschen Städte mit mehr als 50.000 Einwohnern (BuGG), ergänzt um Landes- und Bundesprogramme. Für einen Betrieb ist das ein starkes Argument im Gespräch — und ein heikles auf der Website.
Denn die Förderfähigkeit hängt am Einzelfall: an der Kommune, am Programmstand, am Antragszeitpunkt vor Baubeginn, an Mindestflächen und Aufbauhöhen. Auf die Leistungsseite gehört deshalb ein Prüfhinweis und keine Zusage: dass Programme bestehen, dass der Betrieb den Stand für das jeweilige Objekt prüft und dass der Antrag in der Regel vor der Auftragsvergabe gestellt werden muss. Eine Formulierung, die dem Kunden die Förderung in Aussicht stellt, ist wettbewerbsrechtlich heikel und erzeugt Erwartungen, die der Betrieb nicht steuert.
Der jährliche Pflegegang als Dauervertrag
Nach der Abnahme beginnt die Pflege, und sie gliedert sich in drei Stufen: Fertigstellungspflege bis zum abnahmefähigen Zustand, Entwicklungspflege bis zur geschlossenen Vegetationsdecke, danach die dauerhafte Unterhaltungspflege. Bei extensiven Dächern genügen in der Regel ein bis zwei Gänge im Jahr; intensive Begrünungen brauchen deutlich mehr, je nach Bauart vier bis acht Pflegegänge (BuGG), Rasenflächen sogar zwei bis zwölf (BuGG).
Ein Pflegegang ist dabei mehr als Unkraut jäten. Er umfasst Kontrolle und Reinigung der Abläufe und Notüberläufe, die Prüfung der Kies- und Plattenstreifen an Rändern und Anschlüssen, das Entfernen von Fremdaufwuchs — vor allem von Gehölzen, die die Abdichtung gefährden —, eine Düngung nach Bedarf und einen kurzen Bericht mit Fotos. Genau dieser Bericht macht den Unterschied: Für die Verwaltung ist er ein Nachweis gegenüber Eigentümern und Versicherern, für den Betrieb der Grund, warum der Vertrag im Folgejahr weiterläuft.
Pflege im Bauangebot mitführen
Bereits das Bauangebot enthält eine Position für Fertigstellungs- und Entwicklungspflege sowie ein optionales Jahrespaket. Wer die Pflege erst nach der Abnahme anspricht, verhandelt gegen ein Budget, das bereits ausgeschöpft ist.
Umfang je Objekt festlegen
Anzahl der Gänge, Termine im Jahresverlauf, Leistungen je Gang, Umgang mit Nachsaat und Ersatzpflanzung, Regelung für Sturmschäden. Ein Leistungsverzeichnis für das Dach ist kürzer als eines für die Grünanlage, aber ebenso verbindlich.
Zugang und Sicherheit klären
Schlüssel oder Zugangskarte, Anschlagpunkte, Unterweisung, Ansprechpartner im Objekt. Wer diese Punkte im Vertrag regelt, verliert später keine halben Tage vor einer verschlossenen Dachluke.
Bericht liefern, Verlängerung anlegen
Nach jedem Gang ein kurzer Bericht mit Fotos, Zustand der Abläufe und Empfehlungen für das nächste Jahr. Die Verlängerung wird rechtzeitig vor Jahresende angeboten, nicht erst nach dem nächsten Starkregen.
Bereits das Bauangebot enthält eine Position für Fertigstellungs- und Entwicklungspflege sowie ein optionales Jahrespaket. Wer die Pflege erst nach der Abnahme anspricht, verhandelt gegen ein Budget, das bereits ausgeschöpft ist.
Anzahl der Gänge, Termine im Jahresverlauf, Leistungen je Gang, Umgang mit Nachsaat und Ersatzpflanzung, Regelung für Sturmschäden. Ein Leistungsverzeichnis für das Dach ist kürzer als eines für die Grünanlage, aber ebenso verbindlich.
Schlüssel oder Zugangskarte, Anschlagpunkte, Unterweisung, Ansprechpartner im Objekt. Wer diese Punkte im Vertrag regelt, verliert später keine halben Tage vor einer verschlossenen Dachluke.
Nach jedem Gang ein kurzer Bericht mit Fotos, Zustand der Abläufe und Empfehlungen für das nächste Jahr. Die Verlängerung wird rechtzeitig vor Jahresende angeboten, nicht erst nach dem nächsten Starkregen.
Damit ist Bauwerksbegrünung dasselbe Geschäftsmodell wie die Gartenpflege, nur mit anderem Auftraggeber: einmal bauen, jährlich betreuen. Wie sich Umfang und Turnus beschreiben lassen, ohne einen Preis zuzusagen, zeigt der Beitrag zu Pflegeverträgen mit Umfang und Turnus. Dass auch die Website selbst laufende Betreuung braucht, steht auf unserer Seite zur Wartung von Galabau-Websites.
Die Pflege verkauft den Bau
Häufige Fehler auf der Seite zur Bauwerksbegrünung
Die folgenden Punkte tauchen bei der Durchsicht von Galabau-Seiten regelmäßig auf. Keiner davon ist ein grober Schnitzer, doch jeder für sich kostet Anfragen aus dem Objektbereich.
- Ein Halbsatz bei den Leistungen. Der Zusatz „auch Dachbegrünung" in einer Aufzählung trägt weder eine eigene Anfrage noch einen eigenen Einstieg aus der Suche.
- Nur Stimmungsbilder. Ein grünes Dach von oben ohne Angaben zu Fläche, Typ und Aufbau beantwortet keine einzige Frage eines Planers.
- Keine Zahlen. Ohne Aufbauhöhe und Flächenlast bleibt offen, ob der Betrieb intensive Aufbauten überhaupt ausführt oder nur leichte Sedummatten legt.
- Privat und Objekt vermischt. Zwischen Terrassenbildern verliert ein Verwalter den Faden; die beiden Zielgruppen brauchen getrennte Wege durch die Seite.
- Förderung als Zusage. Wer Zuschüsse in Aussicht stellt, statt eine Prüfung anzubieten, geht ein vermeidbares rechtliches Risiko ein.
- Pflege unerwähnt. Ohne den jährlichen Gang wirkt das Angebot wie ein einmaliges Bauwerk, und der Folgeauftrag geht an einen anderen Betrieb.
Wer diese Punkte abstellt, hat eine Seite, die ein Entscheider bis zum Formular liest. Welche Arbeiten wir dafür im Einzelnen übernehmen, steht unter Leistungen; wie eine vollständige Galabau-Website aufgebaut ist, zeigt die zugehörige Seite mit Aufbau, Umfang und Ablauf.
Quellen und Studien
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