Wenn ein Bauherr im Januar drei Betriebe für die neue Terrasse anschreibt, entscheidet sich in wenigen Minuten am Bildschirm, wer davon überhaupt in die engere Wahl kommt. Er sucht nicht nach einem Betrieb, er sucht nach vier Antworten: Machen die so etwas? Wie sieht das fertig aus? Kommen die zu mir raus? Wen erreiche ich wie? Eine Galabau-Website beantwortet diese vier Fragen entweder in drei Klicks oder gar nicht. Der Unterschied liegt selten am Design und meistens an der Seitenstruktur, also daran, welche Seiten es gibt, was auf welcher Seite steht und wie sie zusammenhängen. Dieser Beitrag beschreibt den Aufbau, der sich für Garten- und Landschaftsbaubetriebe bewährt hat: welche Seiten Sie brauchen, was auf die Startseite gehört, was ausdrücklich nicht, und in welcher Reihenfolge Sie bauen, wenn Sie nicht alles auf einmal stemmen wollen. Wie dieser Aufbau in einem fertigen Projekt aussieht, zeigt die Übersicht zur Galabau-Website.
Das Wichtigste in Kürze
- Sieben inhaltliche Seitentypen tragen eine Galabau-Website: Startseite, Leistungsseiten je Gewerk, Referenzgalerie, Einsatzgebiet, Über uns, Kontakt und Karriere; dazu kommen Impressum und Datenschutzerklärung als Pflichtseiten.
- Die Startseite verkauft nicht, sie verteilt: ein Satz zur Einordnung des Betriebs, vier bis sechs Leistungen, drei aktuelle Projekte, das Einsatzgebiet und ein Kontaktweg, der ohne Scrollen erreichbar ist.
- Eine Sammelseite, auf der Pflasterbau, Baumpflege und Winterdienst untereinanderstehen, taugt weder für die Suche noch für das Gespräch; eine eigene Seite je Auftragstyp beantwortet die Fragen, die zu genau diesem Auftrag gehören.
- Referenzen wirken erst, wenn zu jedem Projekt Ausgangslage, Ausführung, Ergebnis, Ort und Zeitraum stehen; ein Bilderteppich ohne Text beweist nichts, sobald ein Bauherr mehrere Betriebe nebeneinanderlegt.
- Bauen Sie in dieser Reihenfolge: Startseite und Kontakt zuerst, dann die Leistungsseiten der umsatzstärksten Gewerke, dann Referenzen und Einsatzgebiet, zuletzt Über uns und Karriere; so ist die Seite ab dem ersten Tag anfragefähig.
Warum die Seitenstruktur über Anfragen entscheidet
Eine Website für einen Garten- und Landschaftsbaubetrieb hat eine andere Aufgabe als ein Verkaufsportal. Sie verkauft nichts direkt, sondern sortiert vor. Sie soll dafür sorgen, dass die passenden Anfragen kommen und die unpassenden ausbleiben. Wer Pflasterarbeiten ab einer bestimmten Größenordnung ausführt, aber keine Rasenmäharbeiten für den 200 Quadratmeter großen Vorgarten, hat wenig davon, wenn beides gleich prominent auf der Seite steht. Die Struktur ist deshalb keine Frage der Optik, sondern eine betriebswirtschaftliche Entscheidung: Sie bestimmt mit, welche Aufträge Sie später am Telefon haben und wie viele Gespräche Sie führen, die zu nichts führen.
Dazu kommt, wie gelesen wird. Kaum jemand liest die Seite eines Handwerksbetriebs von oben nach unten durch. Gelesen wird sprunghaft, meist auf dem Telefon, oft abends nach der Arbeit und häufig mit mehreren geöffneten Anbietern nebeneinander. Wer alles auf eine einzige, sehr lange Startseite packt, zwingt jeden Besucher durch fremde Themen: Der Bauherr mit dem Teichprojekt scrollt an Winterdienst und Zaunbau vorbei, die Hausverwaltung auf der Suche nach Grünpflege an Privatgärten. Jeder dieser Abschnitte kostet Aufmerksamkeit, und Aufmerksamkeit ist der knappste Rohstoff auf einer Website.
Der zweite Grund ist die Suche. Suchmaschinen bewerten einzelne Seiten, nicht ganze Websites. Wer Pflasterbau, Baumpflege und Winterdienst auf einer einzigen Seite bündelt, tritt mit dieser einen Seite in drei völlig verschiedenen Suchsituationen an, mit einer Überschrift, einem Seitentitel und einem gemischten Text. Drei eigenständige Seiten können dagegen jeweils sauber auf ihr Thema antworten. Das ist keine Trickserei, sondern schlicht der Aufbau, den Sie im Betrieb ohnehin haben: Ihre Gewerke sind unterschiedliche Leistungen mit unterschiedlichen Kunden, Preisen und Fragen. Die Website darf das abbilden.
Startseite
Ordnet den Betrieb ein und verteilt Besucher in die richtige Richtung. Sie beantwortet keine Detailfrage vollständig, sondern führt zu der Seite, die es tut.
Leistungsseiten
Eine Seite je Gewerk: Umfang, Ablauf, Abgrenzung, typische Größenordnung. Hier entsteht die inhaltliche Substanz der gesamten Website.
Referenzgalerie
Der Beweis, dass der Betrieb das Beschriebene auch ausführt. Projekte mit Text, Ort und Zeitraum statt einer losen Bildersammlung.
Einsatzgebiet
Zeigt, wo Sie tatsächlich fahren. Klärt vor der Anfrage, ob Anfahrt und Auftrag zusammenpassen, und spart beiden Seiten Zeit.
Über uns
Team, Betriebssitz, Maschinen und Qualifikation. Die Seite, die aus einem austauschbaren Anbieter einen greifbaren Betrieb macht.
Kontakt
Telefon, Anfrageformular, Erreichbarkeit und Anschrift. Der Abschluss jedes Besuchs und die einzige Seite, die von überall erreichbar sein muss.
Karriere
Die zweite Zielgruppe: Fachkräfte und Auszubildende. Eigene Seite mit echten Aufgaben, Technik und einem kurzen Bewerbungsweg.
Pflichtseiten
Impressum und Datenschutzerklärung sind rechtlich vorgeschrieben und gehören von Anfang an dazu; die Ausgestaltung ist im Einzelfall zu prüfen.
Die Startseite: verteilen statt erklären
Die Startseite ist der Verteiler, nicht die Verkaufsbroschüre. Sie hat drei Aufgaben, und alle drei lassen sich in wenigen Sekunden erfüllen. Erstens einordnen: Wer ist das, was macht der Betrieb, für wen und wo. Zweitens weiterleiten: zu den Leistungen, zu den Projekten, zum Einsatzgebiet. Drittens erreichbar machen: Telefonnummer und Anfrageweg ohne Suchen. Alles, was darüber hinausgeht, kann und sollte auf eine der Unterseiten wandern. Eine Startseite, die alles selbst erklären will, erklärt am Ende nichts richtig.
Im ersten sichtbaren Bereich zählt vor allem ein Satz, der den Betrieb einordnet. Nicht der Partner rund um Haus und Garten, sondern zum Beispiel: Garten- und Landschaftsbau für Privatgärten und Außenanlagen im Raum Hildesheim, mit eigenem Pflaster- und Erdbau. Ein solcher Satz sagt in einer Zeile, was folgt, in welcher Region gearbeitet wird und welche Art von Auftrag gemeint ist. Darunter gehören ein aussagekräftiges Bild aus dem eigenen Betrieb, vier bis sechs Leistungen als klickbare Kacheln und ein Kontaktweg. Ein Bauherr, der auf dem Telefon liest, sollte nach dem ersten Wischen wissen, ob er hier richtig ist.
- Ein Satz, der Leistung, Kundengruppe und Region benennt, direkt im ersten Bildschirm
- Vier bis sechs Leistungen als Kacheln, jede verlinkt auf die zugehörige Gewerkeseite
- Drei aktuelle Projekte mit Bild und einem Satz, verlinkt in die Referenzgalerie
- Das Einsatzgebiet als Text und Kartenausschnitt, nicht nur als Postleitzahl im Impressum
- Telefonnummer als Wählfeld und ein sichtbarer Weg zum Anfrageformular
- Ein kurzer Hinweis auf offene Stellen oder Ausbildungsplätze, verlinkt zur Karriereseite
- Ein Absatz zum Betrieb mit echtem Teamfoto und Verweis auf die Seite Über uns
Was nicht auf die Startseite gehört
Leistungsseiten: eine Seite je Gewerk
Die Leistungsseiten sind der inhaltliche Kern. Als eigene Seite lohnt sich, was Sie als eigenständigen Auftragstyp kalkulieren: Privatgarten und Gartenneuanlage, Pflasterbau und Wegebau, Baumpflege und Fällungen, Teich- und Wasseranlagen, Grünpflege im Objekt, Zaunbau, Winterdienst, Friedhofsgärtnerei. Nicht jeder Betrieb braucht alle. Sinnvoll ist die Faustregel: Was mehr als eine Handvoll Aufträge im Jahr ausmacht und eigene Fragen aufwirft, bekommt eine eigene Seite. Welche Gewerke sich dafür anbieten, zeigt die Übersicht der Branchen und Gewerke.
Eine gute Leistungsseite beantwortet der Reihe nach, was ein Interessent wissen will. Was gehört zur Leistung und was nicht. Wie läuft ein solcher Auftrag ab, von der Besichtigung über das Angebot bis zur Abnahme. Welche Größenordnungen sind typisch, welche Materialien kommen infrage, was beeinflusst den Preis. Wie lange dauert die Ausführung und wie sieht die Baustelle in dieser Zeit aus. Dazu Bilder aus genau diesem Gewerk, zwei oder drei passende Referenzprojekte, drei bis fünf häufige Fragen und ein Kontaktbereich am Ende. Diese Seite kann und darf lang sein, denn wer sie liest, hat sich für das Thema bereits entschieden.
Zur Substanz gehört auch die Abgrenzung. Eine Leistungsseite darf ausdrücklich sagen, was der Betrieb nicht übernimmt: keine Pflasterflächen unter zwanzig Quadratmetern, keine Fällungen mit Seilklettertechnik, keine Pflegeverträge außerhalb des Landkreises. Betriebsleitungen scheuen solche Sätze, weil sie nach abgelehnten Aufträgen klingen. Praktisch bewirken sie das Gegenteil: Sie reduzieren die Anfragen, die Sie ohnehin ablehnen, und erhöhen den Anteil der Gespräche, die zu einem Angebot führen. Das ist der eigentliche Hebel einer Leistungsseite und der Grund, warum eine Sammelseite ihn nicht bedienen kann.
| Aspekt | Eine Sammelseite Leistungen | Eine Seite je Gewerk |
|---|---|---|
| Suche | Eine Seite tritt in vielen Suchsituationen an | Jede Seite antwortet auf ihr eigenes Thema |
| Inhaltstiefe | Je Gewerk bleiben zwei bis drei Sätze | Ablauf, Umfang, Grenzen und Fragen finden Platz |
| Bilder | Gemischte Galerie ohne Zuordnung | Bilder aus genau diesem Gewerk |
| Abgrenzung | Kaum möglich, ohne alles infrage zu stellen | Klar formulierbar, ohne andere Leistungen zu treffen |
| Gespräch | Kein Link, der einem Interessenten weiterhilft | Ein Link, den Sie am Telefon nennen können |
| Pflege | Jede Änderung berührt die ganze Seite | Änderungen bleiben auf ein Gewerk begrenzt |
Die Referenzgalerie: Projekte statt Bilderteppich
Im Galabau ist das Ergebnis sichtbar, und genau das ist der Vorteil gegenüber vielen anderen Gewerken. Trotzdem scheitern Referenzseiten regelmäßig, weil sie als Bildersammlung angelegt sind: vierzig Fotos in einem Raster, ohne Text, ohne Ort, ohne Zusammenhang. Ein Bauherr, der drei Betriebe nebeneinanderlegt, kann daraus nichts ableiten. Er sieht schöne Gärten, aber nicht, ob es die Gärten dieses Betriebs sind, wie groß die Aufgabe war und ob sein eigenes Projekt vergleichbar ist. Ein einziges gut beschriebenes Projekt ist wertvoller als zwanzig unbeschriftete Bilder.
Ein Referenzeintrag braucht deshalb eine feste Gliederung, die sich für jedes Projekt wiederholen lässt. Sie muss nicht lang sein, drei kurze Absätze reichen. Wichtig ist die Wiederholbarkeit, denn dadurch entsteht mit der Zeit eine Galerie, die sich filtern und mit den Leistungsseiten verknüpfen lässt. Als Ordnung eignen sich die Arbeitsbereiche des Betriebs. Bei Viktor Waldbauer Garten- und Landschaftsbau aus Nordstemmen sind das etwa Sandplatten, Terrassen, Zisternen und komplette Gartenanlagen; solche Bereiche taugen zugleich als Kategorien der Galerie und als Einstieg von den passenden Leistungsseiten aus. Wie eine solche Galerie aufgebaut sein kann, zeigt die Referenzgalerie.
- Ausgangslage: Was war vorher da, welches Problem sollte gelöst werden
- Aufgabe: Was hat der Kunde beauftragt, welche Gewerke waren beteiligt
- Ausführung: Wie wurde gearbeitet, welche Materialien und welche Technik kamen zum Einsatz
- Ergebnis: Was ist entstanden, was war die Besonderheit an diesem Projekt
- Eckdaten: Ort oder Ortsteil, Zeitraum, ungefähre Größe der Fläche
- Bilder: drei bis sechs Aufnahmen, davon möglichst eine Vorher- und eine Nachher-Ansicht
Vorher und Nachher ist das stärkste Format
Einsatzgebiet: wo Sie tatsächlich fahren
Nähe ist im Galabau ein hartes Kriterium. Anfahrt kostet Zeit, Maschinentransport kostet mehr, und ein Pflegevertrag über sechzig Kilometer rechnet sich selten. Umgekehrt fragen sich Bauherren zuerst, ob ein Betrieb überhaupt zu ihnen herauskommt. Eine Seite zum Einsatzgebiet beantwortet das vor dem Anruf. Sie nennt die Orte und Ortsteile, in denen Sie regelmäßig arbeiten, macht Aussagen zu Anfahrtsgrenzen und benennt Ausnahmen, etwa größere Neuanlagen, für die Sie auch weiter fahren.
Wenn Sie in mehreren Orten arbeiten, lohnen sich eigene Ortsseiten, allerdings nur unter einer Bedingung: Jede Seite braucht eigenen Inhalt. Zwanzigmal derselbe Text mit ausgetauschtem Ortsnamen ist als Dublette erkennbar, hilft niemandem und kann der Sichtbarkeit eher schaden. Eine tragfähige Ortsseite nennt abgeschlossene Projekte aus diesem Ort, die üblichen Bodenverhältnisse oder Hanglagen, die Anfahrtszeit vom Betriebssitz und einen Ansprechpartner. Lieber fünf Ortsseiten mit Substanz als dreißig leere Hüllen. Wie sich lokale Sichtbarkeit systematisch aufbauen lässt, beschreibt die Seite zu Local SEO für Galabau-Betriebe.
Ortsseiten nur dort, wo Sie wirklich arbeiten
Über uns: Team, Technik und Verlässlichkeit
Ein Garten wird über Wochen gebaut, oft mit Zugang zum Grundstück und manchmal ohne dass die Eigentümer anwesend sind. Vertrauen ist deshalb kein weiches Thema, sondern Teil der Kaufentscheidung. Die Seite Über uns liefert die Grundlage dafür: wer den Betrieb führt, seit wann es ihn gibt, wie viele Beschäftigte im Team sind, welche Qualifikationen vorliegen, wo der Betriebssitz liegt und mit welcher Technik gearbeitet wird. Das sind nüchterne Angaben, aber sie machen aus einem austauschbaren Anbieter einen greifbaren Betrieb.
Wichtig sind echte Fotos. Zugekauftes Bildmaterial mit lächelnden Models vor fremden Gärten fällt Bauherren schneller auf, als viele Betriebe annehmen, und es beschädigt genau das Vertrauen, das die Seite aufbauen soll. Ein Teamfoto vor dem eigenen Hof, Aufnahmen von Maschinen und Fahrzeugen mit Beschriftung und ein Bild vom Betriebsgelände wirken stärker als jede Hochglanzaufnahme. Wer sein Bildmaterial im Winter einmal geordnet aufbereitet, hat für die gesamte Website eine Grundlage; die Aufbereitung vorhandener Aufnahmen beginnt bei 290 Euro netto.
Das Team mit Gesichtern
Namen, Funktionen und echte Fotos der Personen, die auf die Baustelle kommen. Wer weiß, wer klingelt, ruft eher an. Bei Bildern von Beschäftigten gilt die Einwilligung als Voraussetzung.
Maschinen und Technik
Bagger, Radlader, Kipper, Anhänger und Spezialgerät zeigen die Leistungsfähigkeit besser als jedes Adjektiv. Für gewerbliche Auftraggeber ist der Maschinenpark oft das entscheidende Argument.
Qualifikation und Betriebssitz
Meisterbetrieb, Ausbildungsbetrieb, Mitgliedschaften und Fachkunde für Baumpflege oder Winterdienst. Dazu die Anschrift; ein Betrieb ohne sichtbaren Sitz wirkt schwer greifbar.
So arbeiten wir
Ein kurzer Abriss vom Ortstermin über das Angebot bis zur Abnahme, mit Angaben zu Erreichbarkeit während der Bauzeit und zum Umgang mit Nachträgen. Das nimmt die häufigsten Sorgen vorweg.
Kontakt und Anfrage: der kürzeste Weg zum Auftrag
Der Kontaktweg ist die einzige Funktion, die von jeder Seite aus erreichbar sein muss. In der Praxis heißt das: die Telefonnummer im Kopfbereich als Wählfeld, ein Verweis auf das Anfrageformular in jedem Seitenabschluss und ein Kontaktbereich am Ende jeder Leistungsseite. Wer erst zurückscrollen oder ins Menü greifen muss, springt ab. Gleichzeitig ist Telefonie im Saisonbetrieb ein Problem: Auf der Baustelle nimmt niemand ab. Deshalb braucht es einen schriftlichen Weg, der ebenso ernst genommen wird wie der Anruf.
Ein brauchbares Anfrageformular fragt genau das ab, was Sie für eine erste Einschätzung brauchen, und nicht mehr. Jedes zusätzliche Feld kostet Abschlüsse, jedes fehlende Feld kostet einen Rückruf. Für den Galabau hat sich eine kurze Vorauswahl bewährt: zuerst das Gewerk, dann wenige Fragen, die zu genau diesem Gewerk passen. Eine Anfrage zur Grünpflege braucht andere Angaben als eine zur Gartenneuanlage. Wie eine solche geführte Anfrage aussehen kann, zeigt das Anfrageformular für Galabau-Betriebe.
- Gewerk oder Anliegen als erste Auswahl, damit die folgenden Fragen passen
- Ort und Postleitzahl, um Anfahrt und Zuständigkeit sofort einordnen zu können
- Ungefähre Größe der Fläche oder Menge, gern als Spanne statt als exakte Zahl
- Gewünschter Zeitraum, mindestens als Quartal oder Saisonabschnitt
- Zugänglichkeit des Grundstücks: Zufahrt, Durchfahrtsbreite, Lagerfläche für Material
- Möglichkeit, zwei bis drei Fotos hochzuladen; das spart häufig einen Ortstermin
- Name, Telefonnummer und E-Mail-Adresse, dazu die Angabe des bevorzugten Rückrufwegs
Zum Kontaktbereich gehört eine Aussage zur Reaktionszeit, die der Betrieb auch halten kann. Ein Satz wie: Wir melden uns innerhalb von zwei Werktagen, in der Hauptsaison kann es bis zu fünf Werktage dauern, ist ehrlicher und wirkt verlässlicher als ein Versprechen, das im Juni reißt. Ergänzen Sie, wann telefonische Erreichbarkeit besteht, und benennen Sie eine Person. Für Bestandskunden lohnt zusätzlich ein separater Weg für Pflegeverträge und kurzfristige Einsätze, damit dringende Meldungen nicht zwischen Neuanfragen untergehen.
Karriereseite: die zweite Zielgruppe
Für viele Betriebe ist Personal inzwischen der engere Flaschenhals als der Auftragseingang. Damit wird die Website zu einem Werkzeug der Personalgewinnung, und zwar zu einem, das kein Stellenportal ersetzt: Wer eine Anzeige sieht, sucht anschließend nach dem Betrieb. Was er dann findet, entscheidet über die Bewerbung. Eine Karriereseite gehört deshalb in die Grundstruktur, nicht in die Rubrik Sonstiges. Sie darf nüchtern sein, muss aber die Fragen beantworten, die eine Fachkraft tatsächlich hat.
Dazu zählen die konkreten Aufgaben statt allgemeiner Floskeln, das Gerät, mit dem gearbeitet wird, die Größe der Kolonne, der übliche Arbeitsbeginn, die Länge der Anfahrtswege, der Umgang mit Überstunden und die Frage, ob im Winter durchgearbeitet wird. Dazu Angaben zu Vergütung oder zumindest eine Spanne, denn Anzeigen ohne jede Angabe werden schlicht seltener geöffnet. Der Bewerbungsweg selbst sollte kurz sein: ein Formular mit wenigen Feldern und der Möglichkeit, ohne Anschreiben zu starten. Worauf es bei den Anzeigen ankommt, beschreibt die Seite zu Stellenanzeigen im Galabau.
Karriereseite auch ohne offene Stelle
Die Reihenfolge beim Aufbau
Kaum ein Betrieb baut alle Seiten gleichzeitig, und das ist auch nicht nötig. Sinnvoll ist eine Reihenfolge, bei der die Website nach jedem Schritt funktionsfähig bleibt und ab dem ersten Tag Anfragen aufnehmen kann. Der Winter ist dafür die passende Zeit: Bildmaterial aus der vergangenen Saison liegt vor, die Baustellen ruhen, und die Texte lassen sich in Ruhe abstimmen. Wer erst im April anfängt, arbeitet gegen die eigene Auslastung.
Schritt 1: Startseite und Kontakt
Einordnender Satz, Bild aus dem eigenen Betrieb, Übersicht der Leistungen, Telefonnummer und ein einfaches Anfrageformular. Dazu Impressum und Datenschutzerklärung. Nach diesem Schritt ist die Seite erreichbar, auffindbar und anfragefähig, auch wenn die Tiefe noch fehlt.
Schritt 2: Leistungsseiten der Hauptgewerke
Beginnen Sie mit den zwei bis drei Gewerken, die den größten Umsatzanteil tragen, und schreiben Sie diese Seiten vollständig aus, mit Ablauf, Abgrenzung und Fragen. Weitere Gewerke folgen einzeln; jede fertige Seite wirkt sofort, ohne auf die übrigen zu warten.
Schritt 3: Referenzen und Einsatzgebiet
Sechs bis zehn beschriebene Projekte, verknüpft mit den passenden Leistungsseiten, dazu die Seite zum Einsatzgebiet und die ersten Ortsseiten für die wichtigsten Orte. Ab hier beantwortet die Website die Frage nach Beweis und Nähe ohne Rückfrage.
Schritt 4: Über uns und Karriere
Team, Technik, Qualifikation und der Bewerbungsweg. Diese Seiten wirken langfristig und lassen sich gut ergänzen, sobald neue Fotos vorliegen. Danach beginnt die Pflege: neue Projekte nach jeder Saison, aktualisierte Stellen, geprüfte Angaben.
Zur Einordnung des Aufwands: Ein Aufbau mit Startseite, wenigen Leistungsseiten, Referenzen und Kontakt beginnt bei 1.490 Euro netto. Ein umfangreicherer Aufbau mit Seiten für mehrere Gewerke, mehreren Ortsseiten und einer Karriereseite liegt eher bei 2.900 Euro netto. Laufende Pflege und Hosting beginnen bei 39 Euro im Monat. Diese Zahlen ersetzen kein Angebot, sie helfen aber bei der Frage, ob der Ausbau in einem Schritt oder über zwei Winter sinnvoller ist.
Häufige Fehler im Seitenaufbau
Die meisten Schwächen im Aufbau einer Galabau-Website wiederholen sich, unabhängig von der Betriebsgröße. Sie entstehen selten aus Nachlässigkeit, sondern aus einer nachvollziehbaren Logik: Man will alles zeigen, niemanden ausschließen und nichts weglassen. Genau das führt zu Seiten, die viel enthalten und wenig beantworten. Die folgende Liste fasst zusammen, was in Projekten am häufigsten korrigiert wird.
- Eine einzige, sehr lange Startseite, die Leistungen, Referenzen, Team und Kontakt gleichzeitig abhandelt
- Eine Sammelseite Leistungen mit zwei Sätzen je Gewerk statt eigenständiger Gewerkeseiten
- Referenzbilder ohne Text, Ort und Zeitraum, dadurch ohne Beweiskraft im Anbietervergleich
- Ortsseiten mit identischem Text und ausgetauschtem Ortsnamen
- Zugekauftes Bildmaterial statt Aufnahmen der eigenen Baustellen und Maschinen
- Ein Kontaktformular mit fünfzehn Pflichtfeldern, das mehr abfragt als das erste Gespräch
- Keine Angabe zur Reaktionszeit, dafür ein Versprechen, das in der Hauptsaison nicht haltbar ist
- Eine Karriereseite, die nur bei akutem Bedarf besteht und danach wieder verschwindet
- Menüpunkte mit Bezeichnungen, die niemand sucht, etwa Portfolio statt Referenzen
Wer diese Punkte abarbeitet, verändert die Website oft weniger im Erscheinungsbild als in der Wirkung. Die Struktur bleibt sichtbar dieselbe, aber jede Seite bekommt eine klare Aufgabe: einordnen, überzeugen, beweisen, erreichbar sein. Prüfen Sie den Aufbau am einfachsten mit einem Test, den jeder Betrieb selbst durchführen kann. Nehmen Sie drei typische Anfragen der vergangenen Saison und suchen Sie auf Ihrer Website die Seite, die diese Anfrage vollständig beantwortet hätte. Finden Sie sie nicht in drei Klicks, wissen Sie, welche Seite als Nächstes entsteht.