Der Rat klingt einfach: Wer in mehreren Orten arbeitet, soll für jeden Ort eine eigene Seite anlegen. In der Umsetzung wird daraus fast immer derselbe Weg — ein Text wird geschrieben, vervielfältigt und der Stadtname ausgetauscht. Am Ende stehen fünfzig Seiten im Menü, die sich nur in einem einzigen Wort unterscheiden. Für den Betrieb fühlt sich das nach Fleißarbeit an, für den Leser nach Automat. In Deutschland gibt es rund 10.700 (Statistisches Bundesamt) Gemeinden; die Versuchung, möglichst viele davon abzudecken, ist entsprechend groß. Dieser Beitrag beschreibt, was eine Ortsseite im Garten- und Landschaftsbau tatsächlich tragen muss, damit sie für einen Interessenten wie für eine Suchmaschine glaubwürdig ist: lokale Projekte, die Besonderheiten von Boden und Bebauung, eine ehrliche Angabe zur Anfahrt und ein Ansprechpartner mit Namen. Und er beantwortet die Frage, die davor steht — wie viele Ortsseiten für einen Betrieb überhaupt sinnvoll sind. Wie Ortsseiten in die übrige lokale Sichtbarkeit eingebettet werden, behandelt der Beitrag zu Local SEO für Galabau-Betriebe.
Das Wichtigste in Kürze
- Ortsseiten wirken nicht über den Ortsnamen im Titel, sondern über Inhalte, die es nur an diesem Ort gibt: gebaute Projekte, Bodenverhältnisse, Bebauung, Anfahrtszeit und ein Ansprechpartner, der dort zuständig ist.
- Fünfzig kopierte Seiten mit getauschtem Stadtnamen bringen kaum Sichtbarkeit, binden aber Pflegeaufwand und ziehen die Bewertung der gesamten Website nach unten, weil dünne Seiten neben den guten stehen.
- Für die meisten Betriebe reichen acht bis zwölf Ortsseiten (Projekterfahrung): der Sitz, die Nachbarstädte mit echtem Auftragsvolumen und die Gemeinden, in denen im letzten Jahr tatsächlich gebaut wurde.
- Eine Ortsseite ohne mindestens ein belegbares Projekt aus diesem Ort sollte noch nicht online gehen — sie entsteht, wenn der Beweis vorliegt, nicht auf Vorrat für ein Gebiet, das man erst erschließen möchte.
- Ortsseiten altern schnell: Wer sie einmal jährlich um neue Projekte, aktuelle Fotos und geänderte Zuständigkeiten ergänzt, hält sie brauchbar; ungepflegte Ortsseiten verlieren schneller an Bedeutung als die Startseite.
Warum fünfzig gleiche Ortsseiten schaden
Der Gedanke hinter der Kopierstrategie ist nachvollziehbar. Wenn eine Seite für den eigenen Sitz funktioniert, sollte dieselbe Seite für die Nachbarstadt doch ebenfalls funktionieren. In der Praxis passiert das Gegenteil. Suchmaschinen bewerten seit Jahren nicht mehr die Anzahl der Seiten, sondern deren Eigenständigkeit. Fünfzig nahezu identische Seiten werden zusammengefasst, in der Bewertung zurückgestuft oder gar nicht erst vollständig erfasst. Der Betrieb hat dann Arbeit investiert und im Ergebnis nichts gewonnen — außer einem Menü, das unübersichtlich geworden ist.
Der zweite Schaden ist unmittelbarer und wird häufiger übersehen: Menschen merken es. Ein Bauherr aus einer Nachbargemeinde, der auf einer Ortsseite liest, man sei „auch in seiner Region seit Jahren der verlässliche Partner rund um Garten und Außenanlage“, ohne dass irgendetwas an dieser Seite auf seinen Ort verweist, zieht daraus einen Schluss über den Betrieb insgesamt. Wer beim ersten Kontakt Textbausteine liefert, liefert vermutlich auch beim Angebot Textbausteine. Gerade im Garten- und Landschaftsbau, wo Aufträge oft im fünfstelligen Bereich liegen und über Vertrauen entschieden wird, ist das ein teurer Eindruck.
Drittens kosten dünne Seiten Substanz an anderer Stelle. Eine Website hat ein begrenztes Gewicht, das sich auf ihre Seiten verteilt. Wenn vierzig davon nichts aussagen, verteilt sich das Gewicht auf vierzig Nichtaussagen. Betriebe, die ihre Ortsseiten von fünfzig auf zehn reduzieren und die verbleibenden mit echtem Inhalt füllen, berichten in unseren Projekten regelmäßig davon, dass genau diese zehn danach besser laufen als die fünfzig zuvor (Projekterfahrung). Das ist keine Garantie, aber es ist die erwartbare Richtung.
Der Selbsttest in zwei Minuten
Was eine Ortsseite eigentlich beweisen soll
Eine Ortsseite ist keine Keyword-Seite, sondern eine Beweisseite. Der Leser stellt beim Aufruf genau drei stille Fragen: Arbeitet dieser Betrieb wirklich bei mir? Kennt er die Verhältnisse hier? Und wen habe ich am Telefon, wenn ich anrufe? Wer diese drei Fragen beantwortet, hat eine gute Ortsseite geschrieben, unabhängig davon, wie oft der Ortsname darin vorkommt. Wer sie nicht beantwortet, hat eine Seite geschrieben, die auch für jede andere Stadt gelten könnte — und damit für keine.
Der Unterschied zur Leistungsseite ist wichtig. Eine Leistungsseite erklärt, was Pflasterbau ist und wie er bei Ihnen abläuft; sie gilt überall gleich. Eine Ortsseite erklärt, wie sich diese Leistung an genau diesem Ort darstellt: welche Straßenzüge dort typischerweise gebaut werden, welche Untergründe vorkommen, wie lange Ihre Kolonne unterwegs ist, welche Baustellen dort schon gelaufen sind. Beide Seitentypen brauchen einander. Die Ortsseite verweist auf die Leistungsseite für das Fachliche und behält für sich das, was nur hier gilt.
Lokale Projekte
Mindestens ein, besser zwei bis drei abgeschlossene Projekte aus dem Ort oder aus einem angrenzenden Ortsteil — mit Jahr, Gewerk und Umfang. Das ist der stärkste Beleg, den eine Ortsseite tragen kann.
Boden und Untergrund
Was steht dort an: Lehm, Sand, Kies, Auffüllungen, hoher Grundwasserstand? Diese Angabe zeigt in einem Satz, dass Sie den Ort nicht nur auf der Karte kennen.
Bebauung und Gärten
Reihenhaussiedlung der Siebziger, Neubaugebiet mit Kleingärten, Dorfkerne mit alten Hofstellen — die Bebauung bestimmt, welche Aufträge dort überhaupt anfallen.
Anfahrt und Radius
Fahrzeit vom Betriebshof, ob eine Kolonne täglich pendelt oder vor Ort bleibt, und ab welcher Auftragsgröße sich der Weg rechnet. Ehrlichkeit spart beiderseits Zeit.
Ansprechpartner
Ein Name, ein Gesicht, eine Durchwahl. Wer das Gebiet betreut, sollte auf der Seite stehen, die für dieses Gebiet gemacht ist — nicht nur die Zentrale.
Eigene Bilder
Fotos von Baustellen aus der Region, datiert und nicht gekauft. Ein durchschnittliches eigenes Foto wirkt stärker als ein perfektes fremdes.
Baustein 1: Projekte, die es nur hier gibt
Der wichtigste Inhalt einer Ortsseite ist der Nachweis, dass Sie dort gearbeitet haben. Das muss keine Hochglanzreferenz sein. Drei Sätze zu einer Terrasse aus dem letzten Sommer, zwei Fotos und eine Angabe zum Umfang reichen völlig. Entscheidend ist, dass die Angaben stimmen und dass man sie erkennt: Wer in dem Ort wohnt, soll beim Lesen wissen, welche Ecke gemeint ist, ohne dass Sie eine Hausnummer nennen. „Ein Hanggrundstück oberhalb der Bahnlinie“ ist präzise genug und verrät nichts, was der Bauherr nicht möchte.
Diese Projekttexte sind gleichzeitig das schwierigste Stück Arbeit, weil sie nicht am Schreibtisch entstehen. Sie entstehen auf der Baustelle, im Idealfall parallel zur Ausführung. Ein Bauleiter, der bei jedem Projekt drei Fotos und fünf Stichworte in eine gemeinsame Ablage legt, hat nach einer Saison Material für sämtliche Ortsseiten. Wer damit erst anfängt, wenn die Website gebaut wird, muss aus Erinnerung rekonstruieren — und genau dann entstehen die austauschbaren Formulierungen. Wie sich Bildmaterial systematisch sammeln und aufbereiten lässt, beschreibt der Beitrag zu Fotos für die Galabau-Website.
Ein echter Kunde von uns, Viktor Waldbauer Garten- und Landschaftsbau aus Nordstemmen, arbeitet mit Sandplatten, Terrassen, Zisternen und kompletten Gartenanlagen. Schon diese Aufzählung zeigt, warum Ortsseiten sich unterscheiden müssen: Eine Zisterne ist ein Thema für Neubaugebiete mit Auflagen zur Regenwasserbewirtschaftung, eine Sandplatte ein Thema für Grundstücke mit Pferdehaltung im Außenbereich. Beides in denselben Textbaustein zu packen und über zehn Orte zu verteilen, würde beide Aussagen entwerten.
- Ort oder Ortsteil so benennen, dass Ortskundige ihn zuordnen — ohne Adresse
- Jahr der Ausführung nennen, damit die Aktualität überprüfbar bleibt
- Gewerk und ungefähren Umfang angeben, etwa Quadratmeter oder Dauer
- Eine Besonderheit erwähnen: Gefälle, Zufahrt, Bestandsbaum, Bodenaustausch
- Mindestens zwei eigene Fotos einbinden, gern auch ein Bild vom Zwischenstand
- Einwilligung des Bauherrn für Fotos und Beschreibung schriftlich festhalten
- Auf die passende Gewerkeseite verweisen, statt das Gewerk erneut zu erklären
Baustein 2: Boden, Bebauung und Gelände
Nichts macht eine Ortsseite so schnell glaubwürdig wie ein fachlicher Hinweis auf die örtlichen Verhältnisse. Ein Betrieb, der schreibt, dass in einem bestimmten Neubaugebiet regelmäßig Auffüllungen aus der Bauphase anstehen und deshalb bei Pflasterflächen ein größerer Bodenaustausch einzuplanen ist, hat in zwei Sätzen mehr Kompetenz gezeigt als drei Absätze Werbetext. Der Leser muss den Fachbegriff nicht einmal verstehen; er erkennt, dass hier jemand spricht, der dort gegraben hat.
Solche Angaben lassen sich sammeln, ohne Gutachten zu lesen. Ihre Bauleiter wissen, wo die Bagger schwer arbeiten und wo es zügig geht. Sie wissen, in welchen Orten Regenwasser auf dem Grundstück versickern muss, wo Hanglagen Stützmauern erzwingen und wo enge Dorfstraßen den Einsatz größerer Maschinen ausschließen. Fragen Sie im Winter eine Stunde lang im Team ab, was den einzelnen Orten eigen ist, und Sie haben die fachliche Grundlage für sämtliche Ortsseiten beisammen.
Die Bebauung ist der zweite Filter. In einer Reihenhaussiedlung aus den Siebzigern fallen andere Aufträge an als in einem Neubaugebiet oder in einem gewachsenen Dorfkern: kleinere Flächen, Zugang oft nur durch das Haus, Bestandsgehölze, die erhalten werden sollen. Wer das auf der Ortsseite benennt, spricht direkt die Menschen an, die dort wohnen, und filtert gleichzeitig Anfragen vor. Das ist ein doppelter Nutzen, den keine allgemeine Leistungsseite erbringen kann.
| Merkmal | Textbaustein-Ortsseite | Tragfähige Ortsseite |
|---|---|---|
| Einstieg | „Ihr Partner für Garten und Landschaft in [Ort]“ | Konkreter Bezug zu Lage, Bebauung oder Bodenverhältnis |
| Belege | Keine oder allgemeine Referenzliste | Zwei bis drei Projekte aus dem Ort mit Jahr und Umfang |
| Bilder | Bestandsbilder ohne Ortsbezug | Eigene, datierte Baustellenfotos aus der Umgebung |
| Fachlicher Gehalt | Leistungsliste, überall identisch | Örtliche Besonderheit benannt, Leistung verlinkt |
| Anfahrt | „Wir sind in der ganzen Region tätig“ | Fahrzeit ab Betriebshof und Mindestauftragsgröße |
| Kontakt | Zentrales Formular, sonst nichts | Zuständige Person mit Name, Foto und Durchwahl |
| Pflege | Seit dem Start unverändert | Jährliche Aktualisierung mit neuen Projekten |
Baustein 3: Anfahrt und Einsatzradius ehrlich benennen
„Wir sind in der ganzen Region tätig“ ist der Satz, der die meisten Ortsseiten unglaubwürdig macht. Er sagt nichts und wird von niemandem geglaubt, weil jeder weiß, dass eine Kolonne mit Bagger und Anhänger nicht jeden Tag achtzig Kilometer fährt. Die ehrliche Variante wirkt paradoxerweise stärker: Nennen Sie die Fahrzeit vom Betriebshof, sagen Sie, ob Sie dort regelmäßig oder projektbezogen arbeiten, und benennen Sie die Auftragsgröße, ab der sich die Anfahrt für beide Seiten rechnet.
Diese Offenheit hat einen betriebswirtschaftlichen Nutzen, der über die Website hinausgeht. Anfragen für eine zwölf Quadratmeter große Terrasse in einem vierzig Minuten entfernten Ort kosten Zeit im Büro, führen zu einem Angebot, das niemand annimmt, und hinterlassen einen enttäuschten Interessenten. Wer den Radius auf der Ortsseite klar beschreibt, bekommt weniger, dafür passendere Anfragen. Wie ein Anfrageformular diese Vorauswahl technisch unterstützt, zeigt die Seite zum Anfrageformular für Galabau-Betriebe.
Randgebiete gehören auf die Übersicht, nicht auf eine eigene Seite
Baustein 4: Ein Ansprechpartner mit Namen
In Betrieben ab etwa fünfzehn Beschäftigten gibt es meist eine Aufteilung des Gebiets: Ein Bauleiter betreut den Norden, ein zweiter den Süden. Diese Aufteilung existiert intern, taucht aber auf der Website selten auf. Dabei ist sie der einfachste Weg, eine Ortsseite persönlich zu machen. Ein Foto, ein Name, eine Durchwahl und ein Satz dazu, seit wann diese Person das Gebiet betreut — das genügt und unterscheidet die Seite sofort von jeder Kopie.
Für kleinere Betriebe ohne Gebietsaufteilung gilt dasselbe in einfacher Form: Dann steht eben der Inhaber auf allen Ortsseiten, aber mit einem Satz, der zum Ort passt. Wichtig ist die direkte Erreichbarkeit. Wer im Garten- und Landschaftsbau anruft, hat meist schon eine Vorstellung und will sie besprechen; ein Kontaktformular ohne Alternative bremst diesen Impuls. Eine sichtbare Rufnummer auf jeder Ortsseite kostet nichts und ist der kürzeste Weg zur Anfrage.
Eine Ortsseite ist erst dann fertig, wenn jemand, der dort wohnt, beim Lesen nickt — nicht, wenn der Ortsname oft genug vorkommt.
Wie viele Ortsseiten sinnvoll sind
Die brauchbare Antwort ergibt sich nicht aus der Landkarte, sondern aus der Auftragsliste. Nehmen Sie die abgeschlossenen Projekte der letzten zwei bis drei Jahre und sortieren Sie sie nach Ort. In den meisten Betrieben entsteht dabei ein sehr eindeutiges Bild: Ein Sitzort und drei bis fünf Nachbarorte tragen den größten Teil des Umsatzes, danach folgt ein langer Schwanz von Gemeinden mit ein oder zwei Aufträgen. Jeder Ort, für den Sie mindestens ein vorzeigbares Projekt haben und in dem Sie auch künftig arbeiten wollen, verdient eine eigene Seite. Alle anderen nicht.
In der Praxis landen die meisten Betriebe damit bei acht bis zwölf Ortsseiten (Projekterfahrung). Betriebe mit einem eng gefassten Radius kommen mit vier bis sechs aus, überregional tätige Spezialisten für Baumpflege oder Winterdienst können mehr rechtfertigen, weil ihre Fahrten anders kalkuliert sind. Die Zahl ist weniger wichtig als das Kriterium dahinter: Für jede Ortsseite muss es Material geben, das nur dort gilt. Ist das Material nicht da, ist die Seite noch nicht fällig.
Wichtig ist außerdem die Reihenfolge. Es lohnt sich, mit zwei oder drei Ortsseiten zu beginnen, sie richtig gut zu machen und ein halbes Jahr zu beobachten, welche Anfragen daraus entstehen. Erst danach folgt die nächste Welle. Dieses schrittweise Vorgehen verhindert den typischen Fehler, an einem Wochenende zwanzig Seiten anzulegen, die dann alle gleich unfertig bleiben. Eine Übersicht der Orte, für die wir Seiten aufbauen, finden Sie unter Regionen.
Auftragsliste auswerten
Alle abgeschlossenen Projekte der letzten zwei bis drei Jahre nach Ort sortieren, mit Auftragswert und Gewerk. Diese Liste liegt in der Buchhaltung bereits vor und muss nur gruppiert werden. Sie zeigt schwarz auf weiß, wo der Betrieb wirklich arbeitet — meist anders, als das Bauchgefühl vermutet.
Orte auswählen
Jeder Ort mit mindestens einem vorzeigbaren Projekt und einer strategischen Absicht kommt auf die Liste. Orte ohne Referenz oder ohne Interesse an weiteren Aufträgen bleiben draußen und werden höchstens auf der Übersichtsseite zum Einsatzgebiet genannt.
Material je Ort sammeln
Für jeden ausgewählten Ort: zwei bis drei Projekte mit Jahr und Umfang, je zwei Fotos, ein bis zwei Sätze zu Boden und Bebauung, die Fahrzeit ab Betriebshof und der zuständige Ansprechpartner. Erst wenn diese Mappe voll ist, beginnt das Schreiben.
Zwei Seiten bauen und prüfen
Starten Sie mit den beiden wichtigsten Orten. Lesen Sie die fertigen Seiten jemandem vor, der dort wohnt, und achten Sie darauf, ob Rückfragen kommen. Rückfragen sind ein gutes Zeichen; höfliches Nicken ohne Reaktion meist nicht.
Wellenweise ergänzen
Nach einem halben Jahr auswerten, welche Anfragen über die Ortsseiten kamen, dann die nächsten zwei bis drei Orte ergänzen. So wächst die Struktur mit dem tatsächlichen Geschäft und nicht mit einer Wunschkarte.
Struktur, Adressen und interne Verweise
Ortsseiten brauchen eine klare, sprechende Adresse und einen festen Platz in der Navigation. Bewährt hat sich ein eigener Zweig im Menü, etwa unter „Einsatzgebiet“, mit einer Übersichtsseite und den einzelnen Ortsseiten darunter. Die Adresse sollte den Ort enthalten und ohne Zusätze auskommen. Vermeiden Sie Kombinationen aus Leistung und Ort in der Adresse, wenn Sie später weitere Gewerke ergänzen wollen — sonst entstehen bei drei Gewerken und zehn Orten dreißig Seiten, die Sie nicht pflegen können.
Ebenso wichtig ist die Verlinkung in beide Richtungen. Jede Ortsseite verweist auf die Gewerkeseiten, die dort relevant sind, und auf die Referenzgalerie; die Übersichtsseite verweist auf alle Ortsseiten. Umgekehrt sollten Projekte in der Referenzgalerie auf die passende Ortsseite zeigen. So entsteht ein Netz, in dem sich Besucher und Suchmaschinen bewegen können, statt einer Ansammlung von Sackgassen.
/einsatzgebiet/ Übersicht mit Karte und Radius
/einsatzgebiet/hildesheim/ Sitzort, stärkste Seite
/einsatzgebiet/sarstedt/
/einsatzgebiet/nordstemmen/
/einsatzgebiet/bad-salzdetfurth/
/einsatzgebiet/alfeld/
/einsatzgebiet/elze/
/einsatzgebiet/algermissen/
/einsatzgebiet/harsum/
/einsatzgebiet/holle/
NICHT so:
/pflasterbau-hildesheim/
/pflasterbau-sarstedt/
/terrassenbau-hildesheim/ -> wächst ins UnpflegbareRechtliches und Sorgfalt bei Projektangaben
Projektangaben auf Ortsseiten berühren zwei Punkte, die Beachtung verdienen. Erstens die Einwilligung: Fotos von privaten Gärten und Beschreibungen einzelner Grundstücke sollten nur mit schriftlichem Einverständnis der Bauherren veröffentlicht werden, idealerweise als kurzer Passus im Auftrag. Zweitens die Richtigkeit: Angaben zu Flächen, Jahren oder Umfängen müssen stimmen, weil unzutreffende Angaben über die eigenen Leistungen wettbewerbsrechtlich angreifbar sind. Beides ist mit etwas Ordnung leicht zu erfüllen, sollte aber im Einzelfall geprüft werden; dieser Beitrag ersetzt keine rechtliche Beratung.
Praktisch bedeutet das: Legen Sie zu jedem veröffentlichten Projekt ab, wann und von wem die Einwilligung erteilt wurde. Verzichten Sie auf Formulierungen, die eine Zusicherung enthalten könnten, etwa Angaben zu Haltbarkeiten oder Terminen, die Sie nicht generell einhalten können. Und benennen Sie Auszeichnungen, Mitgliedschaften oder Zertifizierungen nur dann, wenn sie zum Zeitpunkt der Veröffentlichung noch gültig sind — abgelaufene Angaben fallen bei Ortsseiten besonders auf, weil sie zehnfach wiederholt werden.
Ortsseiten pflegen: der Wintertermin
Ortsseiten sind die Seiten einer Galabau-Website, die am schnellsten veralten. Projekte kommen dazu, Ansprechpartner wechseln, ein Gebiet wird aufgegeben oder ein neues hinzugenommen. Wer das nicht nachführt, hat nach drei Jahren eine Sammlung von Seiten, die zwar einmal gut waren, aber jetzt Zuständigkeiten nennen, die es nicht mehr gibt. Der wirksamste Umgang damit ist ein fester Termin im Jahresablauf, sinnvollerweise in der ruhigen Zeit zwischen Januar und Februar.
Dieser Termin braucht keine drei Tage. Für zehn Ortsseiten reichen etwa zwei bis drei Stunden, wenn das Material über die Saison mitgesammelt wurde: neue Projekte einpflegen, das älteste Projekt je Seite herausnehmen oder nach unten schieben, Fotos tauschen, Ansprechpartner prüfen, Fahrzeiten kontrollieren. Danach ist die Struktur wieder für ein Jahr belastbar. Betriebe, die diesen Termin an die Saisonvorbereitung koppeln, halten ihn erfahrungsgemäß auch ein (Projekterfahrung).
Eine letzte Empfehlung zur Erwartung: Ortsseiten wirken langsam. Es dauert Monate, bis eine neue Seite ihre Position gefunden hat, und Anfragen kommen selten in der Woche nach der Veröffentlichung. Wer nach vier Wochen keine Wirkung sieht und die Seiten wieder löscht, verliert genau die Substanz, die den Unterschied gemacht hätte. Planen Sie in Saisons, nicht in Wochen — das passt ohnehin besser zum Rhythmus des Garten- und Landschaftsbaus.
Beim Relaunch besonders wichtig