Im Garten- und Landschaftsbau gilt der Herbst vielen Betrieben als Auslaufen der Saison: Die großen Baustellen sind abgerechnet, die Kolonnen räumen ab, ab November wird es ruhig. Auf der Website sieht man genau das. Sie zeigt im September dieselben Leistungen wie im Mai, spricht von Terrassen und Gartenneuanlagen und schweigt zu dem, was jetzt tatsächlich beauftragt wird: Gehölz- und Heckenpflanzungen, Rückschnitt im gesetzlichen Zeitfenster, Baumpflege, Laubberäumung, Winterdienstverträge und die Planung der Projekte, die im März gebaut werden. Der Herbst ist keine tote Zeit, sondern die zweite Saison — nur eine, die kaum jemand sichtbar macht. Dieser Beitrag beschreibt, welche Leistungen jetzt auf die Startseite gehören, wie ein Betrieb den Wechsel organisiert, ohne die Website viermal im Jahr umzubauen, wie sich Anfragen dadurch über das Jahr strecken lassen statt sich im Frühjahr zu stauen, und wie der Winterdienst angeboten wird, ohne im Juli für Verwirrung zu sorgen. Den größeren Rahmen dazu beschreibt die Seite zur Saisonplanung für die Website.
Das Wichtigste in Kürze
- Der Herbst ist im Galabau die zweite Saison: Pflanzzeit für Gehölze und Hecken, starker Rückschnitt ab dem 1. Oktober (Bundesnaturschutzgesetz), Laubberäumung, Winterdienstverträge und die Planung der Projekte, die im Frühjahr gebaut werden.
- Ein einziger Wechselplatz auf der Startseite genügt: ein Band aus Überschrift, zwei Sätzen und einem Link trägt den Saisonwechsel, während Leistungen, Referenzen, Einsatzgebiet und Kontakt das ganze Jahr an ihrem Platz bleiben.
- Leistungsseiten werden nicht saisonal ab- und wieder angeschaltet, sondern bekommen einen Einstiegsabsatz zum jeweiligen Zeitfenster; die Adresse bleibt dauerhaft auffindbar und liest sich im Oktober trotzdem passend.
- Winterdienst braucht eine ganzjährig erreichbare Seite und wechselnde Prominenz: von September bis Dezember auf dem Wechselplatz, im Sommer als Zeile unter den weiteren Leistungen statt neben der Gartenneuanlage.
- Herbstinhalte gehen sechs bis acht Wochen vor der Nachfrage online (Projekterfahrung); wer die Winterdienstseite erst nach dem ersten Frost aktualisiert, sammelt Anfragen für die übernächste Saison ein.
Warum der Herbst im Galabau keine tote Zeit ist
Die Auftragslage im Garten- und Landschaftsbau folgt dem Wetter, aber nicht so eindeutig, wie es die Umsatzverteilung nahelegt. Zwischen März und Juni entstehen die meisten Aufträge für Neuanlagen, und in dieser Zeit sind die Kolonnen ausgebucht. Wer daraus schließt, dass ab September nichts mehr geht, verwechselt Bauleistung mit Nachfrage. Im Herbst verschiebt sich lediglich, welche Leistung gefragt ist: weg vom Bauen im Freien, hin zu Pflanzung, Schnitt, Pflege und Vorbereitung. Der Bauherr, der im Oktober eine Hecke gesetzt haben will, ist derselbe, der im Mai an die Terrasse dachte — nur sucht er jetzt nach anderen Begriffen, und er findet dabei die Betriebe, deren Seiten diese Begriffe überhaupt enthalten.
Dazu kommen die fachlichen Gründe, die der Herbst mitbringt. Gehölze und Heckenpflanzen werden traditionell im Herbst gesetzt, weil der Boden noch warm ist, die Winterfeuchte das Anwachsen trägt und die Pflanzen im Frühjahr mit ausgebildeten Wurzeln starten. Für den Rückschnitt von Hecken, lebenden Zäunen und Gebüschen gilt ein gesetzliches Zeitfenster: Zwischen dem 1. März und dem 30. September ist das Abschneiden auf den Stock und der starke Rückschnitt untersagt, ab dem 1. Oktober ist er wieder zulässig (Bundesnaturschutzgesetz, Paragraf 39 Absatz 5). Baumpflege und Fällungen wandern aus demselben Grund in das Winterhalbjahr. Örtliche Baumschutzsatzungen, Ausnahmen für die Verkehrssicherung und der Schutz von Höhlenbäumen sind im Einzelfall zu prüfen; für die Website reicht es, das Zeitfenster verständlich zu benennen und die Prüfung dem Ortstermin zu überlassen.
Der dritte Grund ist der Vorlauf. Ein Garten, der im April fertig sein soll, wird im Winter geplant, kalkuliert und beauftragt. Wer erst im März ein Angebot schreibt, baut im Juli. Für den Betrieb heißt das: Die Gespräche des Winters sind die Baustellen des Frühjahrs. Die Website ist im Herbst der Ort, an dem diese Gespräche beginnen, und zwar bei Leuten, die sich abends in Ruhe umsehen, statt im April drei Betriebe gleichzeitig anzurufen. Die stillste Zeit im Betrieb ist damit die wichtigste Zeit auf der Website. Wie ein Auftritt aussieht, der das aushält, zeigt die Übersicht zur Galabau-Website.
Was im Herbst tatsächlich beauftragt wird
Bevor Sie etwas an der Website ändern, lohnt ein Blick in die eigenen Zahlen: Welche Aufträge sind in den vergangenen drei Jahren zwischen September und Februar tatsächlich eingegangen, und welche davon haben sich gerechnet? In den meisten Betrieben ergibt sich daraus eine überschaubare Liste, die sich über die Jahre kaum verändert. Diese Liste ist die Grundlage für alles Weitere, denn sie sagt, welche Leistungen im Herbst sichtbar sein müssen und welche getrost bis Februar warten können. Die folgende Übersicht zeigt, was in Galabau-Betrieben typischerweise darauf steht.
Pflanzzeit für Gehölze
Hecken, Sträucher, Bäume und Wurzelware werden im Herbst gesetzt. Das ist die Leistung mit dem größten Nachfrageanstieg im Oktober und zugleich die, die auf den meisten Websites gar nicht auftaucht.
Rückschnitt ab Oktober
Der starke Heckenschnitt ist erst ab dem 1. Oktober wieder zulässig (Bundesnaturschutzgesetz). Wer das Zeitfenster erklärt, beantwortet eine Frage, die viele Kunden im Sommer vergeblich stellen.
Baumpflege und Fällungen
Kronenpflege, Totholzentnahme und Fällungen laufen im Winterhalbjahr. Für die Seite zählen Zeitfenster, Nachweise und der Hinweis, dass Genehmigungen im Einzelfall geprüft werden.
Laub, Pflege und Übergabe
Laubberäumung, letzter Schnitt, Winterschutz und Technikwartung an Teichen und Bewässerung. Für Objektkunden ist das die Brücke vom Pflegevertrag zum Winterdienst.
Pflaster- und Erdbau bis zum Frost
Wege, Zufahrten und Randeinfassungen lassen sich bis zum Dauerfrost bauen. Der Herbst ist für viele Betriebe das Fenster, in dem angefangene Flächen fertig werden.
Planung für das Frühjahr
Aufmaß, Entwurf, Materialauswahl und Angebot für Projekte, die im März beginnen. Diese Leistung verkauft sich im Winter besser als jede andere, weil sie den Bauherren Wartezeit erspart.
Nicht jeder Betrieb deckt alle sechs Bereiche ab, und das ist kein Mangel. Ein Betrieb mit Schwerpunkt auf Privatgärten wird im Herbst vor allem Pflanzung, Schnitt und Planung zeigen; ein Betrieb mit Objektpflege stellt die Grünpflege im Objekt und den Übergang in den Winterdienst nach vorn. Wichtig ist nur, dass die Auswahl aus dem eigenen Auftragsbuch stammt und nicht aus einer Liste von Herbstthemen, die irgendwo im Netz steht. Eine Leistung, die Sie im Oktober sichtbar machen, aber nicht ausführen wollen, erzeugt Anfragen, die Sie absagen müssen.
Der Wechselplatz auf der Startseite
Die naheliegende Lösung wäre, die Startseite jedes Quartal umzubauen. Sie ist auch die teuerste und die, die am schnellsten einschläft. In der Praxis trägt eine Startseite den Jahresverlauf mit einem einzigen austauschbaren Bereich: einem Band, das direkt unter dem ersten Bildschirm sitzt und aus einer Überschrift, zwei bis drei Sätzen, einem Link und optional einem Bild besteht. Alles andere bleibt stehen, wo es steht. Der einordnende Satz, die Leistungen als Kacheln, die aktuellen Projekte, das Einsatzgebiet und der Kontaktweg sind ganzjährig richtig; sie brauchen keinen Saisonwechsel.
Der Vorteil dieser Bauweise liegt im Aufwand. Ein Band zu tauschen dauert Minuten, ein Startseitenumbau kostet ein Projekt. Damit wird der Wechsel überhaupt erst wahrscheinlich, denn im Betrieb konkurriert er mit allem anderen, was im September ansteht. Genau daran scheitern die meisten Saisonkonzepte: nicht am Konzept, sondern daran, dass niemand im laufenden Betrieb Zeit für einen Umbau hat. Wenn der Wechsel in die laufende Pflege gehört, passiert er verlässlich; wie das organisiert wird, beschreibt die Seite zur Website-Pflege.
- Eine Überschrift, die das Zeitfenster benennt, etwa Pflanzzeit für Hecken und Gehölze
- Zwei bis drei Sätze dazu, was jetzt sinnvoll ist und warum gerade jetzt
- Ein Link auf die Leistungsseite, die das Thema vollständig behandelt
- Eine Angabe zum Vorlauf: bis wann Anfragen für diese Saison noch angenommen werden
- Ein Bild aus dem eigenen Betrieb, das zur Jahreszeit passt, nicht das Sommerfoto vom Vorjahr
- Ab September ein zweiter, kleinerer Hinweis auf den Winterdienst mit eigenem Anfrageweg
- Keine Jahreszahl im Text, damit das Band nach zwölf Monaten nicht falsch dasteht
Vier Bänder einmal schreiben, dann rotieren
Leistungsseiten ganzjährig halten, Einstieg saisonal wechseln
Eine Frage taucht in Projekten regelmäßig auf: Soll die Winterdienstseite im Frühjahr verschwinden und im Herbst wiederkommen? Die Antwort ist in fast allen Fällen nein. Eine Seite, die zweimal im Jahr abgeschaltet wird, fängt jedes Jahr von vorn an: Die Adresse fällt aus dem Index, Verweise laufen ins Leere, und wenn sie im September wieder auftaucht, ist sie für Suchmaschinen eine neue Seite ohne Vorgeschichte. Sinnvoller ist die umgekehrte Logik: Die Seite steht das ganze Jahr, und nur ihr Einstiegsabsatz und ihre Prominenz in der Navigation wechseln.
Praktisch heißt das: Der erste Absatz jeder saisonalen Leistungsseite nennt das aktuelle Zeitfenster und den nächsten sinnvollen Schritt. Auf der Baumpflegeseite steht im Sommer, dass Fällungen im Winterhalbjahr ausgeführt werden und Anfragen jetzt für den Herbst vorgemerkt werden; im Oktober steht dort, dass Termine im laufenden Zeitfenster vergeben werden. Der Rest der Seite bleibt unverändert. Wie so eine Seite inhaltlich aufgebaut ist, zeigt das Beispiel für die Baumpflege. Wer mehrere Gewerke führt, hält es auf jeder saisonalen Leistungsseite gleich, damit die Systematik erkennbar bleibt.
| Aspekt | Seite saisonal abschalten | Seite steht, Einstieg wechselt |
|---|---|---|
| Auffindbarkeit | Die Adresse fällt aus dem Index und beginnt jedes Jahr neu | Die Adresse besteht dauerhaft und sammelt über Jahre Signale |
| Verlinkung | Verweise aus Beiträgen und Profilen laufen ins Leere | Verweise bleiben gültig, auch außerhalb der Saison |
| Aufwand | Zweimal im Jahr aus- und wieder einbauen | Ein Absatz wird getauscht, der Rest bleibt liegen |
| Gespräch | Kein Link, den Sie im Juli am Telefon nennen können | Ein Link, der zu jeder Jahreszeit trägt |
| Aktualität | Beim Wiedereinschalten wirkt die Seite vom Vorjahr | Der Einstiegsabsatz nennt das laufende Zeitfenster |
| Anfragen | Nachfrage außerhalb der Saison geht verloren | Vorlaufanfragen kommen auch im Sommer an |
Winterdienst anbieten, ohne im Sommer zu verwirren
Der Winterdienst ist für viele Betriebe das zweite Standbein, das die stillen Monate trägt. Auf der Website ist er zugleich der Punkt, an dem die Saisonlogik am deutlichsten wird. Ein Bauherr, der im Juni eine Terrasse plant, versteht nicht, warum ihm zwischen Gartenneuanlage und Pflasterbau ein Räumdienst angeboten wird. Umgekehrt sucht eine Hausverwaltung im September gezielt nach Winterdienst und findet ihn nicht, weil er als dritter Punkt in einer Leistungsliste steht. Beides sind Zuordnungsprobleme, keine Textprobleme, und beide lösen sich über Prominenz statt über Sichtbarkeit oder Unsichtbarkeit.
Die Regel dafür ist einfach: Die Seite existiert ganzjährig, ihre Position wechselt. Von September bis Dezember steht der Winterdienst auf dem Wechselplatz der Startseite und als eigener Punkt in der Navigation. Von Januar bis August rutscht er unter die weiteren Leistungen und bleibt über die Suche, über das Unternehmensprofil und über Verweise erreichbar. So sieht der Terrassenkunde im Juni eine Seite, die zu seinem Anliegen passt, und die Hausverwaltung im September genau das, wonach sie sucht. Wie eine solche Seite aufgebaut wird, zeigt das Beispiel Homepage für Winterdienst.
Inhaltlich verlangt der Winterdienst mehr Genauigkeit als andere Gewerke, weil es um Pflichten, Zeiten und Nachweise geht. Auf der Seite gehören deshalb Vertragsform, Leistungsumfang, Einsatzgebiet, Reaktionszeiten und die Art der Dokumentation zusammen. Zusagen sollten sich auf das beziehen, was der Betrieb steuern kann: Einsätze, Kontrollfahrten, Streumittel und Protokolle. Aussagen über Ergebnisse, die vom Wetter abhängen, gehören nicht auf eine Website und in kein Angebot. Welche Angaben ein Vertrag braucht und wie weit Räum- und Streupflichten reichen, ist im Einzelfall zu prüfen; für die Website zählt, dass Interessenten vor der Anfrage wissen, ob Ihr Angebot zu ihrem Objekt passt.
- Eine ganzjährig erreichbare Seite mit Vertragsformen, Leistungsumfang und Einsatzgebiet
- Von September bis Dezember auf dem Wechselplatz, danach unter den weiteren Leistungen
- Ein eigener Anfrageweg mit Objektadresse, Flächengröße und gewünschtem Beginn der Bereitschaft
- Reaktionszeiten, die der Betrieb auch nachts und am Wochenende einhalten kann
- Eine Aussage dazu, in welchen Orten Räumfahrten angeboten werden und in welchen nicht
- Ein Hinweis, bis wann Verträge für die laufende Saison abgeschlossen werden können
Der Vertragsschluss liegt vor dem ersten Frost
Der Zeitplan von August bis November
Damit aus der Idee ein Ablauf wird, braucht es Termine im Kalender, nicht gute Vorsätze. Bewährt hat sich ein Vorlauf von sechs bis acht Wochen: Der Inhalt steht online, bevor die Nachfrage einsetzt, weil Suchmaschinen und Leser Zeit brauchen und weil Anfragen mit Vorlauf leichter einzuplanen sind (Projekterfahrung). Vier Termine reichen für die zweite Jahreshälfte, jeder davon kostet weniger als eine Stunde, wenn die Texte vorbereitet sind.
Ende August: Pflanz- und Schnittzeit ankündigen
Das Herbstband auf die Startseite, Einstiegsabsatz der Pflanz- und Heckenseite auf das Zeitfenster ab Oktober umstellen, ein aktuelles Bild vom letzten Herbst einsetzen. Dazu ein Satz zum Vorlauf: bis wann Anfragen für eine Pflanzung in diesem Herbst noch angenommen werden.
Mitte September: Winterdienst nach vorn
Die Winterdienstseite in die Navigation heben, den Hinweis auf dem Wechselplatz ergänzen, den Anfrageweg für Objekte prüfen und die Frist für den Vertragsschluss nennen. Bestandskunden erreichen Sie parallel über den bestehenden Pflegevertrag, nicht über die Website.
Oktober: Baumpflege und Fällungen
Das Zeitfenster ist offen, die Nachfrage steigt. Jetzt gehören Kronenpflege, Totholzentnahme und Fällungen sichtbar nach vorn, zusammen mit dem Hinweis, dass Genehmigungen und Verkehrssicherung im Ortstermin geklärt werden. Zwei frische Projektbilder reichen als Beleg.
November: Planung für das Frühjahr
Der Wechselplatz spricht ab jetzt Bauherren an, die im Frühjahr bauen wollen: Aufmaß, Entwurf, Materialauswahl, Angebot. Dazu ein realistischer Satz zur Auslastung im kommenden Frühjahr. Ab hier arbeitet die Website für eine Saison, die noch vier Monate entfernt ist.
Das Herbstband auf die Startseite, Einstiegsabsatz der Pflanz- und Heckenseite auf das Zeitfenster ab Oktober umstellen, ein aktuelles Bild vom letzten Herbst einsetzen. Dazu ein Satz zum Vorlauf: bis wann Anfragen für eine Pflanzung in diesem Herbst noch angenommen werden.
Die Winterdienstseite in die Navigation heben, den Hinweis auf dem Wechselplatz ergänzen, den Anfrageweg für Objekte prüfen und die Frist für den Vertragsschluss nennen. Bestandskunden erreichen Sie parallel über den bestehenden Pflegevertrag, nicht über die Website.
Das Zeitfenster ist offen, die Nachfrage steigt. Jetzt gehören Kronenpflege, Totholzentnahme und Fällungen sichtbar nach vorn, zusammen mit dem Hinweis, dass Genehmigungen und Verkehrssicherung im Ortstermin geklärt werden. Zwei frische Projektbilder reichen als Beleg.
Der Wechselplatz spricht ab jetzt Bauherren an, die im Frühjahr bauen wollen: Aufmaß, Entwurf, Materialauswahl, Angebot. Dazu ein realistischer Satz zur Auslastung im kommenden Frühjahr. Ab hier arbeitet die Website für eine Saison, die noch vier Monate entfernt ist.
Anfragen strecken statt im Frühjahr bündeln
Der eigentliche betriebswirtschaftliche Gewinn liegt nicht darin, im Herbst mehr Aufträge zu bekommen, sondern darin, die vorhandene Nachfrage anders zu verteilen. Wenn im März zweihundert Anfragen eintreffen und im November zwanzig, entstehen zwei Probleme gleichzeitig: Im Frühjahr müssen Sie absagen, was Sie im Winter gern gebaut hätten, und im Winter fehlt die Arbeit, für die Sie Personal vorhalten. Die Website kann das nicht auflösen, aber sie kann die Kurve abflachen, indem sie das Angebot dort sichtbar macht, wo bisher nichts stand.
Der wirksamste Hebel dafür ist das Anfrageformular. Wer nach dem gewünschten Zeitraum fragt statt nach dem nächstmöglichen Termin, bekommt Antworten, mit denen sich planen lässt. Zwei Terminkorridore anzubieten — Ausführung noch in diesem Herbst oder Vormerkung für das Frühjahr — kostet ein Auswahlfeld und verschiebt spürbar, wie sich Anfragen über die Monate verteilen (Projekterfahrung). Wie sich so etwas ohne Formularmonster umsetzen lässt, zeigt die Seite zum Anfrageformular für Galabau-Betriebe.
- Im Formular einen Zeitraum abfragen, statt nur nach dem nächstmöglichen Termin zu fragen
- Zwei Terminkorridore anbieten: Ausführung im Herbst oder Vormerkung für das Frühjahr
- Auf jeder Leistungsseite nennen, wie lang der Vorlauf bis zur Ausführung üblicherweise ist
- Winterleistungen ausdrücklich benennen: Planung, Entwurf, Materialauswahl, Angebot
- Pflegeverträge im Herbst anbieten, weil sie den Betrieb über die stillen Monate tragen
- Rückrufwünsche mit Wunschdatum aufnehmen, damit Herbstanfragen im Januar nicht untergehen
Sichtbarkeit im Ort folgt derselben Logik
Bilder und Belege aus der zweiten Saison
Ein Herbstband ohne Herbstbild wirkt aufgesetzt. Das ist kein ästhetisches Argument: Wer im Oktober eine Pflanzung ankündigt und dazu eine Sommeraufnahme mit voll belaubter Hecke zeigt, erzeugt genau die Unstimmigkeit, die Besucher an anderer Stelle misstrauisch macht. Der Aufwand dafür ist gering, wenn er in den Ablauf gehört: zwei bis drei Aufnahmen je Herbstbaustelle, aufgenommen mit dem Diensthandy, möglichst vom selben Standpunkt wie das Vorher-Bild. Nach einer Saison haben Sie damit genug Material für Band, Leistungsseite und Referenz.
Besonders lohnend sind Aufnahmen, die den Vorteil der Jahreszeit erklären. Eine frisch gesetzte Hecke im November neben derselben Hecke im Juni zeigt einem Bauherrn in zwei Bildern, warum die Herbstpflanzung sinnvoll war. Bei Fällungen und Kronenpflege ist die Detailaufnahme wichtiger als die Totale, weil Laien einen fachgerechten Schnitt sonst als Verlust wahrnehmen. Wie sich vorhandene Aufnahmen ordnen und für die Website aufbereiten lassen, beschreibt die Seite zu Fotos für die Galabau-Website; den Rahmen für die Ablage liefert die Referenzgalerie.
Was der Herbstauftritt nicht leistet
Damit die Erwartung stimmt, gehört auch die Gegenrichtung dazu. Ein saisonal gepflegter Auftritt verschiebt Aufmerksamkeit, er erzeugt keine Nachfrage aus dem Nichts. In Regionen mit wenigen Winterdienstobjekten bleibt der Winterdienst ein Zusatzgeschäft, egal wie prominent er steht. Und ein Band auf der Startseite ersetzt keine Leistungsseite: Ohne inhaltliche Tiefe dahinter bleibt es eine Ankündigung, die niemanden weiterbringt.
- Ein Wechselplatz ohne Leistungsseite dahinter ist eine Ankündigung, kein Angebot
- Die Saisonverschiebung schafft keine neuen Kunden, sie ordnet vorhandene Nachfrage anders an
- Ohne aktuelle Bilder aus dem Herbst wirkt der Hinweis wie eine Textübung
- Wer den Wechsel nicht in den Betriebsablauf schreibt, hat im März noch das Novemberband stehen
- Winterdienst ohne Bereitschaft, Gerät und Dokumentation lässt sich über die Website nicht lösen
- Zusagen zu Räumergebnissen gehören weder auf die Seite noch in den Vertrag
Zur Einordnung des Aufwands: Ein Auftritt mit Startseite, wenigen Leistungsseiten, Referenzen und Kontakt beginnt bei 1.490 Euro netto; kommen Regionsseiten und ein Karriereteil dazu, liegt der Aufbau eher bei 2.900 Euro netto. Der laufende Wechsel der Saisonbänder gehört in die Pflege ab 49 Euro netto im Monat, die Aufbereitung vorhandener Aufnahmen beginnt bei 290 Euro netto. Eine Einordnung der Positionen finden Sie unter Preise. Wer sich unsicher ist, wo der eigene Betrieb steht, macht am besten den einfachsten Test: Öffnen Sie Ihre Startseite im Oktober und lesen Sie den ersten Bildschirm so, als suchten Sie eine Hecke für den eigenen Garten. Steht dort etwas, das zur Jahreszeit passt, arbeitet die Seite. Steht dort die Terrasse vom Mai, wissen Sie, was als Nächstes zu tun ist.
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