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Referenzgalerie statt Textwüste
Website und Aufbau

Mobil zuerst: die Galabau-Website auf dem Telefon

Die meisten Anfragen im Galabau entstehen abends auf dem Telefon. Was das für Rufnummer, Formular, Tippziele und Ladezeit bedeutet — und was Wartezeit kostet.

14 Min. Lesezeit Mobile NutzungLadezeitAnfrageformularTelefonnummerGalabau-Website

Der Auftrag für die neue Terrasse entsteht selten dort, wo man ihn vermutet. Nicht im Büro, nicht am Schreibtisch, nicht während der Geschäftszeiten. Er entsteht abends, wenn die Kinder im Bett sind, jemand mit dem Telefon in der Hand auf dem Sofa sitzt und durch das Fenster auf eine Fläche schaut, die seit Jahren nicht mehr das ist, was sie sein sollte. In diesem Moment wird gesucht, verglichen und entschieden, ob am nächsten Tag jemand anruft. Der Bildschirm, auf dem das passiert, ist etwa so groß wie eine Handfläche, die Verbindung läuft über Mobilfunk oder ein müdes WLAN, und die Geduld ist knapp, weil daneben zwei weitere Betriebe aus der Region offen sind. Wer seine Galabau-Website am Bürorechner beurteilt, sieht von alldem nichts: Dort ist die Verbindung schnell, die Schrift gut lesbar, das Formular passt auf den Bildschirm und die Rufnummer steht oben rechts. Auf dem Telefon ist dieselbe Rufnummer manchmal ein Bild, das Formular hat elf Felder, und die Startseite zieht ein Foto in Kameragröße nach. Dieser Beitrag beschreibt, was daraus praktisch folgt: welche Stellen zuerst für den kleinen Bildschirm gebaut gehören, was Wartezeit kostet und wie Sie beides ohne Werkzeugkasten am eigenen Telefon prüfen.

Die Abendanfrage entsteht auf dem Telefon05123 9579000 antippenStartbild in Website-GrößeAnfrage sendenKURZFORMULARNameRufnummerOrt und GewerkAbsendenVier Stellen entscheiden am Abend1Rufnummer als WahllinkEin Antippen startet den Anruf. Kein Abtippen,kein Zahlendreher, kein Zurückblättern.2Große TippzieleSchaltflächen für den Daumen statt für den Mauszeiger,mit Abstand dazwischen.3Kurzes FormularVier Pflichtfelder: Name, Rufnummer, Ort, Gewerk.Foto und Beschreibung bleiben freiwillig.4Leichte BilderAufnahmen vor dem Hochladen verkleinern.Ein schweres Startbild kostet die Abendanfrage.

Das Wichtigste in Kürze

  • Die meisten Anfragen im Galabau entstehen nicht am Schreibtisch, sondern abends auf dem Telefon: Der Interessent sitzt auf dem Sofa, hat die Fläche vor Augen und öffnet nacheinander drei Betriebe aus der Umgebung.
  • Eine Rufnummer, die sich antippen lässt, erspart dem Anrufer das Abtippen und Ihnen die Gespräche, die wegen eines Zahlendrehers nie ankommen; als Grafik gesetzte Nummern sind mobil praktisch unbrauchbar.
  • Der größte Bremsklotz auf Galabau-Websites sind Bilder in Kameragröße: Eine einzige unbearbeitete Aufnahme wiegt oft mehr als eine ganze Seite und kostet über Mobilfunk mehrere Sekunden Wartezeit.
  • Vier Pflichtfelder — Name, Rufnummer, Ort und Gewerk — reichen für eine bewertbare Anfrage; jedes weitere Pflichtfeld kostet auf einem Handbildschirm Abbrüche, ohne die Anfrage inhaltlich besser zu machen.
  • Der belastbarste Test ist das eigene Telefon außerhalb des Firmen-WLANs: Startseite unterwegs laden, Rufnummer antippen, Formular einhändig ausfüllen — die Engstellen zeigen sich in einer Viertelstunde.

Wo die Anfrage wirklich entsteht

Im Garten- und Landschaftsbau ist der Tagesablauf des Betriebs und der Tagesablauf des Kunden gegenläufig. Während die Kolonne draußen arbeitet, arbeitet der Interessent ebenfalls. Frei wird er, wenn der Betrieb Feierabend hat. Genau dann fängt die Suche an, und sie beginnt mit dem Gerät, das gerade in Reichweite liegt. Das ist selten der Rechner im Arbeitszimmer, sondern das Telefon auf der Sofalehne.

Diese Situation hat drei Eigenschaften, die für den Aufbau einer Website mehr bedeuten als jede Gestaltungsfrage. Erstens ist die Aufmerksamkeit geteilt: Nebenher läuft der Fernseher, jemand redet dazwischen, das Telefon vibriert. Zweitens ist meist nur eine Hand frei, oft die schwächere. Drittens ist der Vergleich billig. Zurück zur Trefferliste und die nächste Website öffnen kostet zwei Fingerbewegungen, und wenn dort schneller etwas erscheint, ist der Interessent weg, ohne dass er es als Entscheidung empfunden hätte.

Daraus folgt eine unbequeme Konsequenz: Die Version Ihrer Website, die die meisten Kaufentscheidungen trägt, ist die, die Sie selbst am seltensten ansehen. Betriebsleitungen prüfen ihre Seite am Rechner, weil dort ohnehin die Buchhaltung liegt. Der Interessent prüft sie auf einem Bildschirm, der ein Zehntel der Fläche hat, mit einer Verbindung, die zwischen zwei Funkzellen wechselt. Wer beide Ansichten für dasselbe hält, optimiert an der falschen Stelle.

Mobil zuerst heißt nicht mobil allein

Es geht nicht darum, die Ansicht am Rechner zu vernachlässigen. Es geht um die Reihenfolge beim Entwurf. Wer eine Seite zuerst für die Handfläche baut, muss sich früh entscheiden, was wirklich nach oben gehört — Leistung, Einsatzgebiet, Rufnummer, Anfrageweg. Diese Entscheidung macht die Seite am Rechner ebenfalls besser. Der umgekehrte Weg funktioniert nicht: Eine für den großen Bildschirm entworfene Seite lässt sich zwar zusammenschieben, aber die Rangfolge der Inhalte bleibt dabei die falsche.

Was ein langsamer Seitenaufbau kostet

Wartezeit auf einer Website verhält sich nicht wie Wartezeit an der Kasse. An der Kasse steht man an, weil man schon investiert hat. Auf einer Website hat der Besucher nichts investiert; er hat die Adresse angetippt und wartet auf ein erstes Zeichen. Bleibt der Bildschirm weiß, entsteht keine Verärgerung, sondern schlicht ein Abbruch. Und dieser Abbruch bleibt unsichtbar: Er taucht in keinem Postfach auf, kein Anruf verrät ihn, es fehlt einfach eine Anfrage, von der Sie nie erfahren haben.

Erschwerend kommt hinzu, dass Wartezeit unterwegs nicht linear entsteht. Eine Seite mit vielen einzelnen Bestandteilen — Bildern, Schriften, Karten, eingebundenen Bewertungsbausteinen — muss jeden davon anfordern, und über Mobilfunk kostet jede Anforderung zusätzlich zur eigentlichen Datenmenge auch Zeit für den Verbindungsaufbau. Auf dem Bürorechner mit Glasfaser fällt das nicht auf. Auf dem Dorfrand mit zwei Balken Empfang summiert es sich zu Sekunden, in denen der Bildschirm leer bleibt.

Das Teure daran ist nicht die verlorene Zeit, sondern der Zeitpunkt des Verlusts. Der Abbruch passiert vor dem ersten Wort über Ihre Arbeit. Ihre Pflasterqualität, Ihre Referenzen, Ihr Einsatzgebiet, Ihre Erreichbarkeit — nichts davon wurde je gelesen. Ein Betrieb kann fachlich der beste in der Region sein und trotzdem an einer Aufnahme scheitern, die niemand für die Website verkleinert hat.

  • Der Abbruch wegen Wartezeit erzeugt keine Rückmeldung: Es fehlt eine Anfrage, aber niemand beschwert sich darüber.
  • Unterwegs zählt nicht nur die Datenmenge, sondern auch die Anzahl der einzeln nachgeladenen Bestandteile.
  • Das erste sichtbare Element entscheidet: Erscheint innerhalb weniger Sekunden nichts, ist der Vergleichsbetrieb einen Fingertipp entfernt.
  • Wer die eigene Seite ausschließlich im Firmen-WLAN prüft, misst die Verbindung des Büros, nicht die des Interessenten.
  • Ladezeit trifft die Startseite und die Referenzgalerie am härtesten, weil dort die meisten Bilder liegen.

Von allen Verbesserungen an einer Handwerker-Website ist diese die kleinste und die wirksamste zugleich: Die Telefonnummer muss antippbar sein. Technisch ist sie dann kein Text, sondern ein Verweis, der auf dem Telefon den Wählvorgang öffnet. Der Interessent tippt einmal, sieht die Nummer im Wählfeld und bestätigt. Zwischen dem Gedanken „ich rufe an“ und dem Klingeln bei Ihnen liegen zwei Bewegungen.

Ohne diesen Verweis wird die Nummer abgetippt, und Abtippen ist die Stelle, an der Anrufe verloren gehen. Der Interessent merkt sich die Ziffern, verlässt die Seite, öffnet das Wählfeld, vertippt sich, kommt zurück, sucht die Nummer erneut. In der Praxis bricht ein Teil dieser Versuche an der zweiten Ziffernfolge ab. Noch ungünstiger ist die Nummer, die in einer Grafik steckt — etwa im Kopfbild oder in einem gestalteten Banner. Sie lässt sich weder antippen noch markieren noch kopieren.

Zum Wahllink gehört die Angabe, wann tatsächlich jemand rangeht. Eine Nummer ohne Zeitangabe verspricht Dauererreichbarkeit, die ein Betrieb mit Kolonne draußen nicht halten kann. Wer stattdessen zwei ehrliche Zeitfenster nennt, verschiebt die Erwartung, ohne die Anfrage zu verlieren: Der Interessent ruft trotzdem an, spricht auf die Mailbox und weiß, wann er mit dem Rückruf rechnen kann. Beides zusammen — antippbare Nummer und ehrliche Zeit — gehört auf jede Seite, nicht nur auf die Kontaktseite.

Rufnummer im Kopfbereich jeder Seite
<a href="tel:+4951239579000" class="telefon">
  05123 9579000
</a>
<span class="zeiten">
  Rückruf werktags 12:00 bis 12:30 und 17:00 bis 18:00 Uhr
</span>

<!-- Falsch, weil weder antippbar noch kopierbar: -->
<img src="/bilder/kopf-telefon.png" alt="Telefon">

Tippziele für Daumen, nicht für Mauszeiger

Ein Mauszeiger ist punktgenau, ein Daumen nicht. Er trifft eine Fläche, keinen Punkt, und er verdeckt beim Tippen genau das, was er trifft. Schaltflächen, die am Rechner elegant wirken, werden dadurch mobil zur Geduldsprobe: die schmale Textzeile mit dem Verweis auf die Leistungsseite, das Menüsymbol in der Ecke, die eng untereinander stehenden Punkte einer Auswahlliste. Getroffen wird das Nachbarelement, und das führt woanders hin.

Zwei Größen entscheiden: die Fläche selbst und der Abstand zur nächsten Fläche. Eine Schaltfläche in Daumenbreite mit ein paar Millimetern Luft ringsherum wird zuverlässig getroffen, auch stehend, auch mit einer Hand, auch mit Arbeitshänden im Winter. Fehlt der Abstand, hilft auch eine große Fläche wenig, weil das Nachbarziel direkt anschließt. Besonders betroffen sind Auswahlfelder für das Gewerk, Häkchenfelder für die Einwilligung und alles, was in einer Fußzeile nebeneinandersteht.

Die zweite Frage ist die Erreichbarkeit im Wortsinn. Ein Telefon wird unten gehalten, und der Daumen erreicht bequem die untere Hälfte des Bildschirms. Alles, was ganz oben klebt, verlangt Umgreifen. Deshalb funktioniert eine schmale, mitlaufende Leiste am unteren Rand mit zwei Zielen — anrufen und Anfrage schreiben — auf einer Handwerker-Website besser als jede noch so prominente Schaltfläche im Kopfbereich.

Rufnummer im Kopf

Antippbar, auf jeder Seite, mit den tatsächlichen Erreichbarkeitszeiten in kleiner Schrift darunter. Keine Grafik, kein reiner Text.

Leiste am unteren Rand

Zwei Ziele, die mitlaufen: anrufen und Anfrage senden. Sie liegen dort, wo der Daumen ohnehin ist, und verdecken den Inhalt nicht.

Abstand zwischen Zielen

Zwischen zwei antippbaren Flächen gehört Luft. Ohne Abstand trifft der Daumen das Nachbarziel, besonders bei Auswahllisten und Häkchenfeldern.

Formular in einer Spalte

Felder untereinander, volle Breite, sichtbare Beschriftung über dem Feld. Zwei Felder nebeneinander werden mobil zu zwei zu schmalen Feldern.

Bilder in Website-Größe

Aufnahmen werden vor dem Hochladen verkleinert. Die Galerie zeigt kleine Vorschauen und lädt das große Bild erst beim Antippen.

Zeiten sichtbar halten

Erreichbarkeit und Rückmeldefrist stehen neben dem Anfrageweg, nicht drei Bildschirmlängen weiter unten im Fußbereich.

Das Formular auf der Handfläche

Ein Formular, das am Rechner kompakt aussieht, wird auf dem Telefon zu einer langen Rolle. Zehn Felder ergeben zehn Tastaturaufrufe, zehnmal Zoom, zehnmal die halbe Seite verdeckt. Jedes Pflichtfeld ist eine Hürde, an der abgebrochen werden kann, und der Abbruch geschieht nicht laut, sondern durch Wegtippen. Deshalb ist die Regel für den kleinen Bildschirm strenger als für den großen: Pflicht ist nur, was für die erste Einschätzung wirklich gebraucht wird.

Im Galabau sind das vier Angaben: Name, Rufnummer, Ort und Gewerk. Der Ort bestimmt, ob die Anfrage im Einsatzradius liegt; das Gewerk ordnet sie zu und steuert die Dringlichkeit. Alles andere — Beschreibung, Wunschtermin, Foto der Fläche, Quadratmeter — bleibt freiwillig. Wer mag, füllt es aus und macht damit den Ortstermin kürzer. Wer es abends nicht mag, schickt die Anfrage trotzdem ab, und genau darum geht es. Wie ein solches Anfrageformular aufgebaut sein kann, ohne dass am Ende zwei Rückrufe zur Klärung nötig sind, ist ein eigenes Thema.

Dazu kommen Kleinigkeiten, die technisch klingen und praktisch spürbar sind. Ein Feld für die Rufnummer sollte die Zifferntastatur öffnen, nicht die Buchstabentastatur. Ein E-Mail-Feld sollte das At-Zeichen anbieten. Die Beschriftung gehört über das Feld und nicht als Platzhalter hinein, weil der Platzhalter beim Tippen verschwindet und man dann nicht mehr weiß, was gefragt war. Und die Schaltfläche zum Absenden darf nicht hinter der aufgeklappten Tastatur liegen. Solche Punkte kosten in der Umsetzung Minuten und in der Praxis Anfragen.

  • Pflichtfelder auf Name, Rufnummer, Ort und Gewerk begrenzen, alles Weitere freiwillig halten.
  • Ein Feld je Zeile, volle Breite, Beschriftung sichtbar über dem Feld statt als verschwindender Platzhalter.
  • Für Rufnummern die Zifferntastatur, für E-Mail die passende Tastatur öffnen lassen.
  • Gewerk als Auswahlliste mit ausreichend hohen Einträgen, damit der Daumen nicht danebentrifft.
  • Foto-Anhang optional anbieten und den Weg über die Kamera zulassen, damit die Fläche direkt fotografiert werden kann.
  • Bestätigungsseite nach dem Absenden mit Rückmeldefrist und antippbarer Rufnummer für den ungeduldigen Fall.
  • Fehlermeldungen direkt am betroffenen Feld anzeigen, nicht gesammelt am Seitenanfang.

Bilder sind das Gewicht der Seite

In fast jedem Galabau-Projekt liegt die Ursache für einen zähen Seitenaufbau an derselben Stelle: bei den Fotos. Das ist keine Nachlässigkeit, sondern eine Folge des Arbeitsablaufs. Die Aufnahmen entstehen auf der Baustelle mit dem Telefon, werden per Nachricht ins Büro geschickt und von dort direkt auf die Website geladen. Sie haben dann die volle Auflösung der Kamera, oft ein Vielfaches dessen, was ein Bildschirm darstellen kann. Auf der Seite sieht man den Unterschied nicht — in der Ladezeit sehr wohl.

Eine Referenzgalerie mit einem Dutzend unbearbeiteter Aufnahmen kann dadurch mehr Daten übertragen als jede andere Seite des Auftritts zusammen. Über Mobilfunk bedeutet das eine Wartezeit, in der der Interessent den Rückweg antritt. Dabei ist die Lösung unspektakulär und einmalig: Bilder vor dem Hochladen auf eine sinnvolle Breite bringen, moderat komprimieren und die Galerie so aufbauen, dass zunächst kleine Vorschaubilder erscheinen und die große Fassung erst beim Antippen nachgeladen wird.

Das ist zugleich der Punkt, an dem sich Bildqualität und Ladezeit nicht widersprechen. Eine gute Aufnahme wirkt auch verkleinert; eine schlechte wird durch Auflösung nicht besser. Ein Betrieb wie Viktor Waldbauer Garten- und Landschaftsbau aus Nordstemmen zeigt Sandplatten, Terrassen, Zisternen und komplette Gartenanlagen — Motive, die von Ausschnitt, Licht und Blickrichtung leben, nicht von der Dateigröße. Worauf es bei den Aufnahmen selbst ankommt, steht auf der Seite zu Fotos für die Galabau-Website.

MerkmalBild direkt aus der KameraFür die Website aufbereitet
BildbreiteVolle Kameraauflösung, weit über der DarstellungsbreiteAuf die tatsächlich benötigte Breite gebracht
DateigrößeMehrere Megabyte je Aufnahme (Projekterfahrung)Ein Bruchteil davon, ohne sichtbaren Verlust (Projekterfahrung)
Galerie mit zwölf BildernLange Wartezeit über MobilfunkVorschau sofort, große Fassung beim Antippen
AusrichtungHäufig hochkant, wie unterwegs fotografiertQuerformat für die Seitenbreite, Hochkant gezielt eingesetzt
Wirkung am TelefonWeißer Bildschirm, dann alles auf einmalAufbau von oben nach unten, lesbar ab der ersten Sekunde
AufwandKein Aufwand beim Hochladen, Aufwand beim BesucherEinmalige Aufbereitung, dauerhaft schneller Aufbau

Schrift, Kontrast und die eine freie Hand

Der zweite Grund für Abbrüche nach der Ladezeit ist die Lesbarkeit. Auf dem Rechner sitzt der Betrachter in etwa siebzig Zentimetern Abstand vor einem großen Bildschirm; auf dem Sofa liegt das Telefon halb schräg, das Licht kommt von der Seite, und die Lesebrille liegt in der Küche. Feine graue Schrift auf hellem Grund, die im Entwurf zurückhaltend wirkte, ist unter diesen Bedingungen Arbeit. Wer die Zielgruppe von Privatgärten betrachtet, sollte einkalkulieren, dass ein erheblicher Teil der Auftraggeber jenseits der fünfzig ist.

Praktisch heißt das: ausreichend große Grundschrift, deutlicher Kontrast zwischen Text und Hintergrund, kurze Absätze und Zwischenüberschriften, an denen man sich orientieren kann. Text über Bildern ist mobil besonders heikel, weil der Bildausschnitt sich mit der Bildschirmbreite verändert und die Schrift dann über eine helle Stelle rutscht. Sicherer ist ein ruhiger Farbstreifen unter dem Text oder Text unterhalb des Bildes. Diese Entscheidungen kosten nichts und wirken auf jeder Seite gleichzeitig.

Wenn Sie Ihre eigene Website bei Sonnenlicht auf dem Parkplatz nicht bequem lesen können, kann der Interessent es abends auf dem Sofa auch nicht.

Grundsatz für die mobile Prüfung

Der Test am eigenen Telefon

Für die Bewertung braucht es keine Messwerkzeuge und keinen Termin mit einer Agentur. Es braucht ein Telefon, eine Verbindung außerhalb des Firmen-WLANs und eine Viertelstunde. Wichtig ist die Reihenfolge: Der Test beginnt nicht auf der Startseite, sondern in der Suche, so wie der Interessent beginnt. Und er endet nicht beim Betrachten, sondern beim abgeschickten Formular.

Notieren Sie dabei nicht Eindrücke, sondern Stellen. „Wirkt unruhig“ hilft niemandem weiter; „die Rufnummer im Kopf öffnet nichts, wenn ich sie antippe“ ist eine Aufgabe mit klarem Ende. Aus einem solchen Durchgang entstehen erfahrungsgemäß fünf bis zehn konkrete Punkte, von denen die Hälfte an einem Nachmittag zu erledigen ist. Der Rest ist die Grundlage für ein Gespräch über Aufbau oder Relaunch — dann aber mit Belegen statt mit Bauchgefühl.

Reihenfolge: was zuerst geändert wird

Aus dem Testdurchgang entsteht eine Liste, und Listen werden im Frühjahr nicht abgearbeitet. Deshalb lohnt es sich, die Punkte nach Wirkung je Aufwand zu sortieren. Ganz oben stehen zwei Dinge, die an einem Vormittag zu erledigen sind: die antippbare Rufnummer mit ehrlichen Zeiten und das Verkleinern der Bilder auf Startseite und Referenzgalerie. Beides ist unabhängig von der übrigen Gestaltung und wirkt sofort auf jeder Seite.

Danach kommt das Formular. Pflichtfelder reduzieren, Felder untereinander stellen, passende Tastaturen zuweisen, Bestätigung mit Frist ergänzen. Das ist eine Aufgabe von wenigen Stunden und verändert die Zahl der begonnenen und tatsächlich abgeschickten Anfragen messbar in Ihrem eigenen Postfach. Erst danach lohnt sich der Blick auf Tippziele, Schriftgrößen und Kontraste, weil diese Änderungen in die Gestaltung eingreifen und deshalb zusammen geplant werden wollen.

Bleibt am Ende der Befund, dass die Seite in ihrer Substanz nicht für kleine Bildschirme gebaut ist — weil das Menü auf dem Telefon nicht bedienbar ist, Tabellen seitlich herausragen oder die Startseite als ein einziges großes Bild ausgeliefert wird —, dann ist Flicken teurer als ein Neubau. Eine neue Website beginnt bei 1.490 Euro netto, umfangreichere Auftritte mit mehreren Gewerkeseiten bei 2.900 Euro netto; die Zusammensetzung steht auf der Seite Preise.

Zwei Handgriffe vor allen anderen

Wenn Sie in dieser Saison nur zwei Dinge ändern, dann diese: Machen Sie die Rufnummer antippbar und bringen Sie die Bilder auf Website-Größe. Der erste Punkt entfernt die Hürde vor dem Anruf, der zweite die Wartezeit vor dem ersten Satz über Ihre Arbeit. Alles Weitere — Formularfelder, Tippziele, Schriftgrößen — wirkt erst, wenn diese beiden Stellen stimmen, weil sie vor allem anderen liegen.
Dieser Artikel basiert auf Daten aus eigener Projekterfahrung — aus Web-Projekten für Betriebe des Garten- und Landschaftsbaus und den dort beobachteten Abläufen bei Anfragen über mobile Geräte. Die genannten Größenordnungen sind Erfahrungswerte aus diesen Projekten und keine erhobenen Marktzahlen; sie ersetzen keine Messung im eigenen Betrieb.

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