Kurz und einfach erklärt
Obstbäume schneidet man im Winter. Dann ruht der Baum und trägt kein Laub. Ein guter Monat dafür ist der Februar. Das rät die Landwirtschaftskammer in Niedersachsen.
Wer seinen Baum nicht selbst schneiden kann, fragt einen Fachbetrieb. Damit man den Betrieb findet, braucht er eine eigene Seite für diese Arbeit. Die Seite sollte im November online sein. Dann können Kunden früh einen Termin für den Winter anfragen.
Auf der Seite steht, wie ein junger Baum und wie ein alter Baum geschnitten wird. Ein alter Baum braucht oft einen zweiten Termin im Sommer.
Im Formular sagt der Kunde, wie viele Bäume er hat und wie hoch sie sind. Er schickt ein Foto und sagt, wie man in den Garten kommt. Sehr hohe Bäume schneidet man nicht von der Leiter aus. Ob die Äste abgeholt werden, ist ein eigener Punkt im Angebot.
Wir bauen solche Seiten für Garten-Betriebe.
Im Januar ruht im Galabau vieles: Der Boden ist gefroren oder nass, Pflaster- und Pflanzarbeiten warten auf das Frühjahr. Für eine Leistung ist genau das die richtige Zeit. Obstbäume werden in der Vegetationsruhe geschnitten, und als guten Zeitpunkt nennt die Landwirtschaftskammer Niedersachsen den Februar. Trotzdem steht der Obstbaumschnitt auf mancher Galabau-Website nur als Stichwort in einer Aufzählung, irgendwo zwischen Heckenschnitt und Laubbeseitigung. Wer im Februar schneiden will, braucht die Anfragen aber schon im November und Dezember. Dieser Beitrag zeigt, wie eine eigene Leistungsseite für den Obstbaumschnitt aufgebaut ist: mit den drei Schnittarten verständlich erklärt, einem Schnittfenster im Jahresband, einem Anfrageformular mit Zahl der Bäume, ungefährer Höhe, Foto und Zufahrt und der Abfuhr des Schnittguts als eigener Position im Angebot.
Das Wichtigste in Kürze
- Obstbäume werden in der Vegetationsruhe geschnitten, ein guter Zeitpunkt ist der Februar (LWK Niedersachsen). Steht die Leistungsseite im November online, können Kunden die Termine für Januar bis März rechtzeitig anfragen.
- Wer nicht selbst schneiden kann, soll sich laut Landwirtschaftskammer an Fachfirmen wenden, etwa aus dem Garten- und Landschaftsbau. Annähernd 57 Prozent des Galabau-Umsatzes 2025 stammten aus dem Privatgarten (BGL).
- Pflanzschnitt, Erziehungsschnitt in den ersten fünf Jahren und Erhaltungsschnitt (LWK Niedersachsen) gehören einzeln erklärt auf die Seite, dazu der ehrliche Hinweis, dass Pflaumen und Süßkirschen häufig keinen Schnitt brauchen.
- Ein zu kräftiger Schnitt an alten Bäumen bringt viele Wasserschosse, die vorzugsweise im Juni oder Juli von Hand ausgerissen werden (LWK Niedersachsen). Die Verjüngung wird deshalb als Winterschnitt mit Sommertermin angeboten.
- Das Formular fragt Zahl der Bäume, ungefähre Höhe, ein Foto je Baum und die Zufahrt ab. Über 5 m Standhöhe ist die tragbare Leiter als Arbeitsplatz nicht zulässig, ab 2 m nur für zeitweilige Arbeiten (TRBS 2121 Teil 2).
- Die Abfuhr des Schnittguts steht als eigene Position im Angebot. Gartenpflege samt Grünschnittentsorgung als Nebenleistung zählt zu den haushaltsnahen Dienstleistungen (BMF), begünstigt sind nur Arbeitskosten (§ 35a Abs. 5 EStG).
Warum der Winter die Schnittsaison ist
Die Landwirtschaftskammer Niedersachsen beantwortet die Frage nach dem Zeitpunkt deutlich: Obstbäume sollten während der Vegetationsruhe geschnitten werden, also in unbelaubtem Zustand (LWK Niedersachsen). Auf die Frage, ob ein Baum nach einem Schnitt im Frühjahr im Herbst überhaupt noch trägt, nennt die Beraterin Mechthild de Boer den Februar als guten Schnittzeitpunkt, wenn es noch kalt ist und der Baum noch in der Ruhephase ist (LWK Niedersachsen). Blütenbildung und Fruchtansatz folgen erst später im Frühjahr mit dem Austrieb. Für den Kunden ist das die wichtigste Botschaft der Seite: Ein Schnitt im Februar steht der Ernte im Herbst nicht im Weg. Genau diese Sorge lässt sich auf der Seite mit einem einzigen Satz ausräumen.
Das Schnittfenster endet mit dem Austrieb, und der kommt nicht jedes Jahr zur selben Zeit. Das Umweltbundesamt beschreibt, dass vor allem die Temperaturerhöhung zu zeitigerem Austrieb, Blüte und Fruchtbildung im Vergleich zu früheren Jahrzehnten führt (Umweltbundesamt). Für den Betrieb heißt das: Der März ist kein sicherer Puffer. Wer erst im März mit den Anfragen beginnt, schneidet in milden Jahren womöglich schon in den Austrieb hinein. Eine Ausnahme nennt die Kammer selbst: Ein umsichtiges Einkürzen langer, neuer Triebe ist auch in belaubtem Zustand möglich (LWK Niedersachsen). Das ist aber eine kleine Sommerarbeit und nicht der Pflegeschnitt, um den es auf dieser Seite geht.
Für den Betrieb fällt die Schnittsaison in die Monate, in denen sonst wenig läuft. Das Sozialgesetzbuch nennt die Zeit vom 1. Dezember bis zum 31. März ausdrücklich Schlechtwetterzeit und knüpft daran das Saison-Kurzarbeitergeld (§ 101 SGB III). Betriebe des Garten- und Landschaftsbaus, die etwa Garten-, Park- und Grünanlagen erstellen, zählt die Baubetriebe-Verordnung zu den Betrieben, deren ganzjährige Beschäftigung auf diesem Weg gefördert wird (§ 1 Abs. 4 BaubetrV). Der Obstbaumschnitt ist eine Gartenleistung, die fachlich genau in diese Monate gehört. Jeder Schnitttag im Februar ist ein Tag, an dem die Kolonne arbeitet, statt auf besseres Wetter für die Baustelle zu warten.
Damit das funktioniert, muss die Seite früher online sein als die Säge im Einsatz. Viele Gartenbesitzer sehen erst, wenn das Laub gefallen ist, wie verwachsen die Krone ihres Baums inzwischen ist. Wer die Leistungsseite dann zeigt, kann die Termine für Januar bis März früh vergeben. Wie sich die ruhigen Wochen insgesamt nutzen lassen, beschreibt der Beitrag zu den Winterthemen für die Website; wie man Anfragen über das Jahr verteilt, statt im Frühjahr unter ihnen zu ersticken, steht unter saisonale Anfragen steuern.
Wer den Schnitt in Auftrag gibt
Der Privatgarten ist für den Galabau das stärkste Auftraggeber-Segment: Annähernd 57 Prozent des Gesamtumsatzes erwirtschafteten die Betriebe 2025 dort, in Euro waren das 6,32 Milliarden (BGL). Zum Jahresende 2024 gab es in Deutschland 13,5 Millionen Einfamilienhäuser (Destatis), und in so manchem ihrer Gärten steht ein Apfel-, Birnen- oder Zwetschgenbaum, der irgendwann gepflanzt und dann sich selbst überlassen wurde. Eine belastbare Zahl, wie viele Obstbäume in Hausgärten stehen, haben wir nicht gefunden. Wer aber im Winter durch eine ältere Siedlung fährt, sieht an den kahlen Kronen schnell, welche Bäume seit Jahren niemand mehr geschnitten hat.
Die Landwirtschaftskammer verweist diese Gartenbesitzer ausdrücklich an den Fachbetrieb. Auf die Frage, an wen man sich wenden kann, wenn man selbst nicht schneiden kann, antwortet sie: an Fachfirmen, zum Beispiel aus dem Garten- und Landschaftsbau, die Obstgehölzschnitt anbieten, oder an die Obstbaumschule (LWK Niedersachsen). Das ist der Satz, auf den eine Leistungsseite antwortet. Wer bei der Suche nach Obstbaumschnitt und dem eigenen Ort nicht auftaucht, weil die Leistung nur in einer Liste auf der Startseite steht, wird an dieser Stelle nicht gefunden.
- Hausbesitzer mit einem älteren Hochstamm, der zu hoch für die eigene Leiter geworden ist.
- Käufer und Erben eines Hauses, deren Garten einen über Jahre ungeschnittenen Baum mitbringt.
- Familien, die junge Bäume gepflanzt haben und den Erziehungsschnitt nicht selbst lernen wollen.
- Ältere Gartenbesitzer, die ihre Bäume lange selbst geschnitten haben und nicht mehr auf die Leiter steigen möchten.
- Hausverwaltungen und Eigentümergemeinschaften mit Obstbäumen auf der Gemeinschaftsfläche.
- Vereine und Eigentümer kleiner Obstwiesen, die mehrere Bäume an einem Termin schneiden lassen.
Jede dieser Gruppen fragt anders. Der Erbe will wissen, ob der Baum noch zu retten ist. Die junge Familie will wissen, was ein Erziehungsschnitt überhaupt ist. Die Hausverwaltung will einen festen Termin und eine Rechnung, die sie in ihre Abrechnung übernehmen kann. Die Seite muss nicht alle Fragen gleich ausführlich beantworten, aber jede Gruppe muss ihre Frage darauf wiederfinden, idealerweise in einem kurzen Abschnitt mit eigener Zwischenüberschrift.
Drei Schnittarten, verständlich erklärt
Der Kunde kennt meist nur ein Wort: Obstbaumschnitt. Die Landwirtschaftskammer unterscheidet drei Abschnitte im Leben eines Baums. Mit dem Pflanzschnitt erhält der Baum den Start in einen guten Kronenaufbau, danach folgt der Erziehungsschnitt, und ist nach einigen Jahren der gute Kronenaufbau erreicht, spricht man vom Erhaltungsschnitt (LWK Niedersachsen). Diese Einteilung gehört auf die Seite, weil sie dem Kunden erklärt, warum sein junger Baum einen anderen Schnitt braucht als der alte Baum beim Nachbarn, und weil sie dem Betrieb verrät, welcher Aufwand ansteht.
Pflanzschnitt
Gibt dem frisch gepflanzten Baum den Start in einen guten Kronenaufbau. Er wird meistens direkt in der Baumschule durchgeführt (LWK Niedersachsen). Auf der Seite genügt der Hinweis, ihn beim Pflanzen mit anzufragen, wenn der Baum ohne Schnitt geliefert wurde.
Erziehungsschnitt
In den ersten fünf Jahren sorgt er dafür, dass der Baum eine breite, gleichmäßige Krone entwickelt (LWK Niedersachsen). Ein Mittelleittrieb und 3 bis 4 Seitenleittriebe bilden das Gerüst, geschnitten wird auf Saftwaage.
Erhaltungsschnitt
Sobald die Krone steht, wird ausgelichtet: Was ins Kroneninnere wächst, sich kreuzt oder reibt, kommt heraus, damit die Früchte Licht bekommen. Besonders Apfelbäume sollten jedes Jahr ausgelichtet werden (LWK Niedersachsen).
Dazu kommt das Alter des Baums, das die Kammer ebenfalls einordnet. Die meisten Obstbäume werden im Alter von drei Jahren gepflanzt. Ein Apfelbaum als Busch oder Viertelstamm kann schon im Jahr darauf die ersten Früchte tragen, eine gute Ernte ist dann für ca. 15 Jahre zu erwarten. Von einem Hochstamm gibt es eine üppige Ernte erst nach ca. 15 Jahren, dafür kann er 50 und mehr Jahre gute Früchte tragen (LWK Niedersachsen). Für die Leistungsseite folgt daraus eine einfache Frage an den Kunden: Busch, Halbstamm oder Hochstamm? Die Antwort sagt viel über Höhe und Schnittaufwand und darüber, wie lange der Baum den Betrieb noch beschäftigen kann.
Ehrlichkeit gehört genauso auf die Seite. Nicht jeder Baum braucht jedes Jahr die Schere. Bei Pflaumen und Süßkirschen ist häufig gar kein Schnitt nötig, und Apfelsorten wie Boskoop und Freiherr von Berlepsch, die nicht so reichlich tragen, werden vorzugsweise nur ausgelichtet (LWK Niedersachsen). Ein Betrieb, der das selbst auf seine Seite schreibt, wirkt nicht wie jemand, der jeden Baum verkaufen will, und spart sich Ortstermine an Kirschbäumen, an denen kaum etwas zu tun ist. Die Zeit fließt in die Bäume, bei denen der Schnitt tatsächlich etwas bewirkt.
Alte Bäume nach langer Schnittpause
Ein typischer Anlass für eine Anfrage ist der alte Baum, der seit Jahren nicht geschnitten wurde. Die Kammer beschreibt, was dann passiert: Es entsteht ein Gewirr von Zweigen und Ästen, die oft sehr viele, aber nur kleine Früchte tragen, oder die Zweige werden so schwer belastet, dass der Ast bricht. Der Baum wird anfälliger für Krankheiten, und zu wenig Sonne kommt an die Früchte (LWK Niedersachsen). Die gute Nachricht für den Kunden steht im selben Interview: Schneiden ist auch nach längerer Schnittpause möglich (LWK Niedersachsen). Auf der Leistungsseite ist dieser Satz das wichtigste Argument für den Erben, der vor einem verwilderten Baum steht und an Fällen denkt.
Die Kammer warnt aber vor dem schnellen Rundumschlag. Ein zu kräftiger Schnitt an alten Bäumen, die länger nicht geschnitten wurden, sorgt für eine hohe Anzahl an Wasserschossern, die keine Früchte tragen und mit viel Aufwand wieder entfernt werden müssen (LWK Niedersachsen). Beim Verjüngungsschnitt werden die dicken Leitäste stark zurückgeschnitten, der Baum treibt im nächsten Jahr sehr stark aus, und die Wasserschosse werden vorzugsweise im Juni/Juli von Hand ausgerissen (LWK Niedersachsen). Für die Leistungsseite heißt das: Die Verjüngung eines alten Baums ist kein einzelner Wintertermin, sondern ein Paket aus Winterschnitt und Sommertermin.
Diese Offenheit hilft beiden Seiten. Der Kunde erfährt vorher, dass im Sommer ein zweiter Termin ansteht, und wundert sich im Juni nicht über einen Besen aus senkrechten Trieben. Der Betrieb plant den Sommertermin gleich mit ein, nennt ihn im Angebot als eigene Position und vermeidet die Beschwerde, der Baum sehe nach dem Schnitt schlimmer aus als vorher. Wer das auf der Seite mit einem Foto vom Sommer nach dem Rückschnitt zeigt, nimmt die Frage vorweg, bevor sie am Telefon gestellt wird.
Zwei Fehler, die auf die Seite gehören
Das Schnittfenster im Jahresband
Ein Jahresband mit zwölf Monatsfeldern erklärt die Saison schneller als jeder Absatz. Januar bis März sind farbig hinterlegt, der Februar ist hervorgehoben, im Juni und Juli steht der Sommertermin für die Wasserschosse, im November und Dezember der Hinweis, dass jetzt Anfragen für den Winter angenommen werden. Geschnitten werden kann in der gesamten Vegetationsruhe; für den Betrieb liegen die Schnitttermine aber sinnvoll in den Wochen nach dem Jahreswechsel, wenn andere Arbeiten ruhen. Das Band beantwortet nebenbei die Frage, die sonst am Telefon kommt: Warum kann der Baum nicht im Mai geschnitten werden?
| Zeitraum | Am Baum | Auf der Seite und im Betrieb |
|---|---|---|
| November bis Dezember | Das Laub ist gefallen, die Krone wird sichtbar, der Baum geht in die Vegetationsruhe | Seite und Formular sind online, Fotos der Kunden kommen an, Ortstermine werden vergeben |
| Januar bis März | Vegetationsruhe, unbelaubter Zustand; guter Schnittzeitpunkt im Februar (LWK Niedersachsen) | Schnitttermine, Abfuhr oder Häckseln des Schnittguts, Fotos der Krone vor und nach dem Schnitt |
| April bis Mai | Austrieb, Blütenbildung und Fruchtansatz | Keine Schnitttermine; neue Anfragen kommen auf die Liste für den nächsten Winter |
| Juni bis Juli | Viele Wasserschosse nach einem starken Rückschnitt | Sommertermin: Wasserschosse von Hand ausreißen (LWK Niedersachsen) |
| August bis Oktober | Ernte; lange, neue Triebe können umsichtig eingekürzt werden | Kunden des Vorjahres an den Wintertermin erinnern, Seite und Fotos aktualisieren |
Was das Band nicht erklärt, ist die Rechtslage. Warum der Obstbaum im Hausgarten anders behandelt wird als die Hecke daneben und welche Schnitte auch im Sommer zulässig bleiben, steht im Beitrag zu Baumschutz und Fällzeiten. Auf der Leistungsseite genügt ein Satz mit diesem Verweis, statt die Paragrafen ein zweites Mal auszubreiten. Wer in einer Gemeinde mit Baumschutzsatzung arbeitet, ergänzt einen kurzen Hinweis, dass bei sehr großen Rückschnitten vorher die Satzung geprüft wird.
Was auf die Leistungsseite gehört
Eine eigene Seite für den Obstbaumschnitt ist kein langer Fachaufsatz. Sie beantwortet die Fragen, die ein Gartenbesitzer stellt, bevor er anruft, und sie sortiert die Anfragen vor, bevor jemand zum Ortstermin fährt. Als Unterseite der Baumpflege oder der Gartenpflege steht sie unter einer eigenen Adresse, die den Begriff Obstbaumschnitt und das Einsatzgebiet trägt. Wie die übergeordnete Seite für Baumpflegebetriebe aufgebaut ist, zeigt die Homepage für Baumpflege.
- Eine Überschrift, die Leistung und Ort nennt, zum Beispiel Obstbaumschnitt in Hildesheim und Umgebung.
- Das Schnittfenster als Jahresband mit dem Hinweis, dass in der Vegetationsruhe geschnitten wird.
- Die drei Schnittarten in je zwei bis drei Sätzen, dazu die Verjüngung alter Bäume mit Sommertermin.
- Welche Bäume der Betrieb schneidet, vom Busch bis zum Hochstamm, mit dem ehrlichen Hinweis, wo oft kein Schnitt nötig ist.
- Was im Schnitt enthalten ist und was als eigene Position kommt: Abfuhr oder Häckseln des Schnittguts, Hubarbeitsbühne bei hohen Bäumen.
- Zwei bis drei Fotos aus dem eigenen Betrieb: dieselbe Krone vor und nach dem Schnitt, im Winter aufgenommen.
- Das Anfrageformular direkt auf der Seite und nicht nur ein Verweis auf die Kontaktseite.
Die Sprache bleibt beschreibend. Durch den Schnitt wird laut Kammer die Qualität der Früchte verbessert, er wirkt der Alterung entgegen und sorgt dafür, dass der Baum jedes Jahr Früchte trägt (LWK Niedersachsen). Eine Leistungsseite darf das als fachlichen Hintergrund zitieren, sollte daraus aber keine Ertragszusage machen. Ob ein Baum im nächsten Herbst reich trägt, hängt auch von Spätfrost in der Blüte, Bestäubung und Sorte ab, und das liegt nicht in der Hand des Betriebs. Wie Werbeaussagen sauber bleiben, steht im Beitrag zu Preisangaben und Werbung.
Für die Bilder ist der Winter ein Vorteil. Ohne Laub sieht man die Krone, und ein Foto vor und nach dem Schnitt vom selben Standpunkt zeigt, was gemacht wurde, besser als jede Beschreibung. Wie solche Bildpaare entstehen, die einen Vergleich auch verdienen, steht unter Vorher-Nachher richtig zeigen. Fotos aus dem Kundengarten brauchen die Zustimmung des Kunden; liegt sie vor, wandern ausgewählte Paare nach dem Schnitt in die Referenzgalerie.
Das Anfrageformular: Bäume, Höhe, Foto, Zufahrt
Am Telefon klärt der Betrieb bei jeder Schnittanfrage dieselben Punkte: wie viele Bäume, wie hoch, welche Obstart, wann zuletzt geschnitten, wie man in den Garten kommt und was mit dem Schnittgut passiert. Ein Formular stellt genau diese Fragen, bevor jemand zum Ortstermin fährt. Wie Felder grundsätzlich vorqualifizieren, beschreibt der Beitrag zum Anfrageformular, das vorqualifiziert. Für den Obstbaumschnitt sind es diese Felder:
- Anzahl der Bäume, getrennt nach Obstart, wenn es mehrere sind.
- Ungefähre Höhe mit drei Auswahlfeldern: bis 5 m, über 5 m, unsicher.
- Baumform, soweit bekannt: Busch, Halbstamm oder Hochstamm.
- Letzter Schnitt: im vergangenen Winter, vor einigen Jahren oder unbekannt.
- Ein Foto je Baum, im Winter aus etwas Abstand aufgenommen, sodass die ganze Krone zu sehen ist.
- Zufahrt: Breite des schmalsten Durchgangs und ob ein Fahrzeug bis an den Baum kommt.
- Schnittgut: abfahren lassen, vor Ort häckseln oder selbst verwerten.
- Wunschzeitraum und Postleitzahl.
Die Höhe ist das wichtigste Feld, weil sie über das Arbeitsmittel entscheidet. Eine tragbare Leiter darf als hochgelegener Arbeitsplatz nur verwendet werden, wenn der Beschäftigte mit beiden Füßen auf einer Stufe oder Plattform steht und der Standplatz nicht höher als 5 m über der Aufstellfläche liegt (TRBS 2121 Teil 2). Schon zwischen 2 m und 5 m Standhöhe ist die Leiter als hochgelegener Arbeitsplatz nur für zeitweilige Arbeiten zulässig, und nur, wenn andere, sicherere Arbeitsmittel wegen geringer Gefährdung und kurzer Dauer nicht verhältnismäßig sind (TRBS 2121 Teil 2). Zeitweilig heißt dort: höchstens zwei Stunden je Arbeitsschicht (TRBS 2121 Teil 2). Die Baumhöhe ist nicht die Standhöhe, aber sie zeigt früh, ob die Leiter überhaupt in Frage kommt und ob ein Schnitttag mit mehreren Bäumen ein anderes Arbeitsmittel braucht. Für hohe Bäume nennt die Kammer Schere und Säge mit Teleskopstiel (LWK Niedersachsen); reicht auch das nicht, braucht es eine Hubarbeitsbühne oder eine andere Arbeitsweise und damit ein anderes Angebot. Der Kunde schätzt die Höhe meist nur. Deshalb steht neben den Zahlen die Auswahl unsicher, und das Foto ergänzt, was die Schätzung offen lässt.
Das Foto spart oft den ersten Weg. Aktuell nutzen 86 Prozent der über 16-Jährigen in Deutschland ein Smartphone, bei den über 65-Jährigen sind es allerdings nur 53 Prozent (Bitkom). Gerade die ältere Kundschaft mit dem großen Hochstamm im Garten hat also nicht unbedingt eine Kamera in der Tasche. Der Upload direkt vom Telefon, der mehrere Bilder annimmt, gehört deshalb auf die Seite, das Feld bleibt aber freiwillig. Daneben stehen Telefonnummer und Rückrufwunsch, damit niemand an einem fehlenden Foto scheitert.
Die Zufahrt entscheidet über Zeit und Gerät. In einen Hausgarten hinter dem Reihenhaus, in den man nur durch den Keller oder über das Nachbargrundstück kommt, passt keine Hubarbeitsbühne, und das Schnittgut muss Arm für Arm nach vorn getragen werden. Eine Frage nach der Breite des schmalsten Durchgangs klärt das, bevor das Angebot steht. Wie die Anfragen danach beim Betrieb ankommen, zeigt die Seite zum Anfrageformular für den Galabau: als übersichtliche E-Mail mit allen Feldern in fester Reihenfolge und den Fotos als Anhang oder Link.
Schnittgut: die Abfuhr als eigene Position
Nach einem Erhaltungsschnitt liegt unter einem großen Apfelbaum schnell ein Haufen Äste, mit dem der Kunde nicht gerechnet hat. Wer die Abfuhr pauschal im Schnittpreis versteckt, kalkuliert entweder zu knapp oder wirkt zu teuer neben dem Betrieb, der sie weglässt. Klarer ist eine eigene Position mit drei Wahlmöglichkeiten: Abfuhr und Entsorgung durch den Betrieb, Häckseln vor Ort mit dem Häckselgut als Mulch im Garten, oder das Schnittgut bleibt gebündelt beim Kunden. Die Auswahl steht schon im Formular, das Angebot nimmt sie auf. Wie Entsorgungskosten im Angebot sauber getrennt werden, beschreibt der Beitrag zu Bodenaushub und Entsorgung im Angebot.
Die Trennung hilft auch dem Kunden bei der Steuer. Gartenpflegearbeiten wie Rasenmähen und Heckenschneiden führt das Bundesfinanzministerium als haushaltsnahe Dienstleistung, einschließlich der Grünschnittentsorgung als Nebenleistung (BMF). Für haushaltsnahe Dienstleistungen ermäßigt sich die tarifliche Einkommensteuer auf Antrag um 20 Prozent der Aufwendungen, höchstens 4.000 Euro (§ 35a Abs. 2 EStG). Der Abzug gilt nur für Arbeitskosten, und der Kunde braucht eine Rechnung sowie eine Zahlung auf das Konto des Betriebs (§ 35a Abs. 5 EStG).
Ob der Obstbaumschnitt im Einzelfall als Gartenpflege gilt, entscheidet das Finanzamt, und der Betrieb berät nicht steuerlich. Er kann aber die Rechnung so schreiben, dass Arbeitskosten, Maschinenkosten und Entsorgung getrennt ausgewiesen sind. Was genau auf die Rechnung gehört, steht im Beitrag zum Steuerbonus nach § 35a EStG. Auf der Leistungsseite genügt ein Satz: Die Rechnung weist die Arbeitskosten getrennt aus.
Vom Einzelauftrag zum Pflegeturnus
Ein Obstbaum ist selten ein einmaliger Auftrag. Besonders Apfelbäume sollten jedes Jahr ausgelichtet werden, bei Birnen ist es ebenso, und besonders junge Bäume sollten in jedem Jahr auf ihre Saftwaage kontrolliert werden (LWK Niedersachsen). Ein Hochstamm, der mit drei Jahren gepflanzt wurde und 50 und mehr Jahre trägt, begleitet einen Garten über Jahrzehnte. Die Leistungsseite bietet deshalb neben dem Einzelschnitt einen Turnus an: jedes Jahr ein Wintertermin, bei Bedarf ein Sommertermin, mit einer Erinnerung im Herbst.
Für den Betrieb wird die Winterleistung so zu planbarer Arbeit. Wer im Oktober weiß, welche Bäume im Februar geschnitten werden, kann Kolonnen, Hubarbeitsbühne und Abfuhr frühzeitig einteilen und die Touren nach Postleitzahl bündeln. Wie solche wiederkehrenden Aufträge als Vertrag auf der Website stehen, zeigt der Beitrag zu Pflegeverträgen.
Seite im November
Leistungsseite und Formular sind online, sobald das Laub gefallen ist. Kunden des Vorjahres bekommen eine kurze Erinnerung an den Wintertermin.
Fotos sichten
Anfragen mit Zahl, Höhe und Foto werden sortiert: Was sich per Foto einschätzen lässt, bekommt ein Angebot, der Rest einen Ortstermin.
Angebot schreiben
Schnitt, Abfuhr oder Häckseln und bei hohen Bäumen die Hubarbeitsbühne stehen als getrennte Positionen. Der Termin liegt im Schnittfenster.
Schneiden im Winter
Geschnitten wird in der Vegetationsruhe. Vor und nach dem Schnitt entsteht je ein Foto vom selben Standpunkt.
Sommertermin
Nach einem starken Rückschnitt werden die Wasserschosse im Juni oder Juli von Hand ausgerissen. Der Termin steht schon im Angebot.
Turnus anbieten
Mit der Rechnung kommt das Angebot für den nächsten Winter. Aus dem Einzelauftrag wird ein jährlicher Termin.
Leistungsseite und Formular sind online, sobald das Laub gefallen ist. Kunden des Vorjahres bekommen eine kurze Erinnerung an den Wintertermin.
Anfragen mit Zahl, Höhe und Foto werden sortiert: Was sich per Foto einschätzen lässt, bekommt ein Angebot, der Rest einen Ortstermin.
Schnitt, Abfuhr oder Häckseln und bei hohen Bäumen die Hubarbeitsbühne stehen als getrennte Positionen. Der Termin liegt im Schnittfenster.
Geschnitten wird in der Vegetationsruhe. Vor und nach dem Schnitt entsteht je ein Foto vom selben Standpunkt.
Nach einem starken Rückschnitt werden die Wasserschosse im Juni oder Juli von Hand ausgerissen. Der Termin steht schon im Angebot.
Mit der Rechnung kommt das Angebot für den nächsten Winter. Aus dem Einzelauftrag wird ein jährlicher Termin.
Der Obstbaumschnitt ist nicht die einzige Winterleistung, die eine eigene Seite verdient. Wer zusätzlich räumt und streut, braucht eine Winterdienst-Seite nach Satzung, und für Betriebe mit Gewerbekunden kann die Innenraumbegrünung für Büros eine weitere Leistung für die kalten Monate sein. Gemeinsam ist allen dreien, dass die Seite vor der Saison stehen muss und nicht mit ihr.
Häufige Fehler auf der Seite zum Obstbaumschnitt
- Der Obstbaumschnitt steht nur als Stichwort in der Leistungsliste und hat keine eigene Adresse.
- Die Seite nennt kein Schnittfenster, und die Anfragen kommen im Mai, wenn nicht mehr geschnitten wird.
- Das Formular fragt nur nach Name und Nachricht; Höhe, Zahl der Bäume und Foto werden erst am Telefon geklärt.
- Die Abfuhr des Schnittguts fehlt im Angebot und wird am Schnitttag zum Streitpunkt.
- Die Seite stellt mehr Ertrag in Aussicht, statt zu beschreiben, was der Schnitt fachlich bewirkt.
- Alte Bäume werden als einzelner Termin verkauft, ohne den Sommertermin für die Wasserschosse zu erwähnen.
Keiner dieser Fehler ist aufwendig zu beheben. Eine Unterseite mit Jahresband, drei Schnittarten, Formular und einer klaren Position für das Schnittgut lässt sich im Herbst aufsetzen und steht dann, bevor die Schnittsaison beginnt. Wir bauen solche Seiten als Teil der Website für Galabau-Betriebe, mit Fotoupload vom Handy und einer Saisonplanung, die das Jahr mitgeht, statt die Website viermal im Jahr umzubauen.
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