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Gewerke in der Praxis

Wärmepumpe im Garten: Aufstellung als Galabau-Leistung

Fundament, Kiesbett, Leitungsgraben, Schall- und Sichtschutz: was der Galabau beim Außengerät der Wärmepumpe leistet und wie die Leistungsseite das zeigt.

21 Min. Lesezeit LeistungsseiteWärmepumpePrivatgartenSchallschutzFundament

Kurz und einfach erklärt

Es geht um Wärmepumpen im Garten. Das Gerät draußen braucht Arbeit vom Galabau. Galabau heißt: Garten- und Landschaftsbau.

Dazu gehören ein Fundament und ein Kiesbett für das Wasser aus dem Gerät. Auch ein Graben für die Leitungen gehört dazu. Das stimmen Sie mit dem Heizungsbauer ab.

Es gibt Regeln für den Abstand zur Grenze. Auch für den Lärm am Fenster des Nachbarn gelten Werte.

Bei der Förderung zählt das Fundament mit, der Garten nicht. Getrennte Posten in der Rechnung helfen dem Kunden.

Wir bauen Ihnen eine Seite für diese Leistung, mit Formular.

Im ersten Halbjahr 2026 haben die Hersteller in Deutschland 40 Prozent mehr Wärmepumpen an Großhändler oder Fachhandwerker abgesetzt als im Vorjahreszeitraum (BWP). Der Bundesverband der Deutschen Heizungsindustrie zählt für Januar bis Juni 194.500 abgesetzte Heizungs-Wärmepumpen (BDH). Das sind Absatzzahlen, keine eingebauten Anlagen, aber sie zeigen die Richtung: Viele dieser Geräte werden in einem Garten stehen. Und ein Außengerät braucht mehr als einen Stromanschluss. Es braucht einen tragfähigen Untergrund, einen Ort für das Kondensat, einen Graben für die Leitungen, einen Standort mit Abstand zur Grenze und zum Schlafzimmerfenster nebenan und am Ende eine Einbindung in Weg, Rasen und Pflanzung. Das ist Arbeit für den Garten- und Landschaftsbau. Viele Betriebe erledigen sie bereits, als Gefälligkeit für den Heizungsbauer oder als Zeile im Angebot. Auf ihrer Website steht sie selten. Dieser Beitrag zeigt, welche Teile der Aufstellung in den Garten gehören, welche Regeln dabei gelten und wie daraus eine eigene Leistungsseite wird.

Das Wichtigste in Kürze

  • Im ersten Halbjahr 2026 setzten die Hersteller 40 Prozent mehr Wärmepumpen an Großhandel und Fachhandwerk ab als ein Jahr zuvor (BWP). Jedes Außengerät im Garten braucht dort Arbeit: Sockel, Kondensat, Graben.
  • In Niedersachsen dürfen freistehende Wärmepumpen samt Fundament und Einhausung bis 2 m Höhe näher als 3 m an die Grenze, wenn es anders nicht geht, auf höchstens 3 m Grenzlänge und ohne unzumutbare Folgen für den Nachbarn (§ 5 NBauO).
  • Beurteilt wird der Schall 0,5 m vor dem Fenster nebenan (LAI). Im allgemeinen Wohngebiet gilt nachts ein Richtwert von 40 dB(A), im reinen Wohngebiet von 35 dB(A) (TA Lärm).
  • Fundament, Kiesbett für das Kondensat und Leitungsgraben sind Bauleistungen, die der Galabau-Betrieb mit dem Heizungsbauer abstimmt: Lage, Höhe, Entkopplung, Ableitung und Zugang zur Wartung.
  • Für die Förderung zählen Fundament und Einhausung zur Wärmepumpe, Maßnahmen an Außenanlagen und Freiflächen nicht (KfW). Getrennte Rechnungspositionen erleichtern dem Kunden den Antrag.
  • Eine eigene Leistungsseite mit Ablauf, Schnittstellen zum SHK-Betrieb und einem Formular für Gerätedaten, Standortfoto und Grenzabstand macht aus der Nebenarbeit einen sichtbaren Auftrag.

Warum das Außengerät ein Gartenthema ist

Die Zahlen des ersten Halbjahrs 2026 sind deutlich. Von Januar bis Juni wurden in Deutschland 352.000 Wärmeerzeuger abgesetzt, davon 194.500 Heizungs-Wärmepumpen (BDH). Wärmepumpen machten damit mehr als die Hälfte des Gesamtabsatzes aus (BDH). Der Bundesverband Wärmepumpe nennt für dieselbe Statistik ein Plus von 40 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum und stellt klar, dass es um den Absatz der Hersteller an Großhändler oder Fachhandwerker geht (BWP). Wie viele Geräte bis zum Jahresende tatsächlich laufen, sagt die Zahl nicht. Sie sagt aber, wie viele Anlagen gerade auf dem Weg zu einer Baustelle sind.

Der größte Teil davon dürfte mit Außenluft arbeiten: Bei den Neuinstallationen des Jahres 2022 war die Luft in rund 80 Prozent der Fälle die Wärmequelle (Umweltbundesamt). Die Bund/Länder-Arbeitsgemeinschaft Immissionsschutz hält fest, dass Luftwärmepumpen in der Regel außen aufgestellt werden und im Bestand nach und nach alte Öl- und Gasheizungen ersetzen (LAI). Insgesamt werden in Deutschland derzeit knapp zwei Millionen Wärmepumpen genutzt (BWP). Jede neue Luftwärmepumpe mit Außeneinheit ist damit ein Gerät, das irgendwo zwischen Hauswand, Terrasse und Grundstücksgrenze einen Platz braucht.

Für den Galabau ist das ein Auftragsfeld mitten im Kerngeschäft. Der Privatgarten blieb 2025 mit 56,87 Prozent des Branchenumsatzes der größte Auftragsbereich (BGL). Die Kunden, die jetzt eine Wärmepumpe planen, sind oft dieselben Eigentümer, die ihren Garten ohnehin von einem Fachbetrieb anlegen, umbauen oder pflegen lassen. Sie stehen vor einer Frage, die der Heizungsbauer nur zum Teil beantwortet: Wo soll das Gerät hin, und wie sieht der Garten danach aus?

Der Heizungsbauer plant Gerät, Hydraulik und Elektrik. Die Arbeit im Erdreich und an der Oberfläche liegt dazwischen. Mal übernimmt sie der SHK-Betrieb mit eigener Kolonne, mal ein Subunternehmer, mal bleibt sie beim Eigentümer hängen, der dann mit einem Sack Fertigbeton und einer Schubkarre im Garten steht. Wer als Galabau-Betrieb diese Lücke auf seiner Website benennt, wird für eine Anfrage gefunden, die sonst beim Heizungsbauer endet oder gar nicht gestellt wird.

Der Standort: Grenzabstand nach § 5 NBauO

In Niedersachsen ist die Wärmepumpe baurechtlich einfach und zugleich anspruchsvoll. Einfach, weil sie im Anhang der Bauordnung unter den verfahrensfreien Baumaßnahmen steht: Für eine Wärmepumpe braucht es keine Baugenehmigung (NBauO, Anhang Nr. 2.2). Anspruchsvoll, weil verfahrensfrei nicht regelfrei heißt. Auch verfahrensfreie Baumaßnahmen müssen die Anforderungen des öffentlichen Baurechts erfüllen, und diese Pflicht liegt beim Bauherrn (KEAN). Wie das für Gartenhaus, Terrassendach und Pool aussieht, steht im Beitrag Gartenhaus, Terrassendach, Pool: was ohne Bauantrag geht.

Der Regelabstand zur Grundstücksgrenze beträgt 0,4 H, mindestens jedoch 3 m (§ 5 NBauO). Für Wärmepumpen gibt es seit Juni 2023 eine eigene Ausnahme (KEAN). Freistehende Wärmepumpen einschließlich ihrer Fundamente und Einhausungen mit einer Höhe bis zu 2 m dürfen ohne Abstand oder mit einem bis auf 1 m verringerten Abstand zur Grenze stehen (§ 5 NBauO). Die Ausnahme hat zwei Bedingungen: Die regulären Abstände lassen sich auf dem Baugrundstück anders nicht einhalten, und auf den Nachbargrundstücken entstehen keine unzumutbaren Beeinträchtigungen, insbesondere durch Eisbildung, Geräusche und Abluft.

freistehende Wärmepumpen einschließlich ihrer Fundamente und Einhausungen mit einer Höhe bis zu 2 m, wenn a) die Abstände nach den Absätzen 1 bis 7 auf dem Baugrundstück anders nicht eingehalten werden können und b) auf den Nachbargrundstücken keine unzumutbaren Beeinträchtigungen, insbesondere aufgrund von Eisbildung, Geräuschen und Abluft, entstehen.

§ 5 Abs. 8 Satz 4 Nr. 4 Niedersächsische Bauordnung (NBauO)

Für den Galabau stecken in diesem Satz zwei Aufträge. Erstens zählen Fundament und Einhausung zur Höhe. Wer einen hohen Sockel gegen Schnee und Spritzwasser baut und darauf eine Lamellenhaube setzt, schiebt das Gerät womöglich aus der Ausnahme heraus. Zweitens ist die Länge begrenzt. Bauliche Anlagen nach dieser Ausnahme dürfen den Abstand auf 9 m je Grundstücksgrenze unterschreiten, Wärmepumpen davon nur auf einer Gesamtlänge von 3 m (§ 5 NBauO). Eine Einhausung, die sich als Sichtschutz an der Grenze entlangzieht, verbraucht dieses Maß schnell.

Die Klimaschutz- und Energieagentur Niedersachsen fasst die Praxis so zusammen: Kleinere Wärmepumpen bis 1 Meter Höhe sind von der Abstandsregel grundsätzlich ausgenommen, und bei mittelgroßen Geräten sollte zuerst geprüft werden, ob sich auf dem Grundstück ein Standort mit 3 Metern Abstand zur Grenze findet (KEAN). Genau diese Prüfung gelingt im Garten besser als am Schreibtisch. Wo stehen Hecke, Zaun, Gartenhaus und Terrasse? Wo verläuft die Grenze tatsächlich, und wo liegt das nächste Fenster nebenan? Wer den Garten kennt, kennt die Antwort.

Andere Länder, andere Maße

Die Maße in diesem Abschnitt gelten für Niedersachsen. Andere Bundesländer regeln den Grenzabstand von Wärmepumpen in ihren eigenen Bauordnungen, teils deutlich anders. Wer auch jenseits der Landesgrenze arbeitet, nennt auf der Leistungsseite das Land, auf das sich die Angaben beziehen, und verweist für den Einzelfall auf die Bauaufsicht vor Ort.

Schall: was die TA Lärm am Nachbarfenster misst

Der Grenzabstand ist Baurecht. Der Schall ist Immissionsschutz, und dort zählt nicht die Grenze, sondern das Fenster. Luftwärmepumpen sind immissionsschutzrechtlich nicht genehmigungsbedürftig und werden nach der TA Lärm beurteilt (LfU Bayern). Maßgeblich ist der Immissionsort 0,5 m vor dem Fenster eines vom Geräusch am stärksten betroffenen Wohn-, Schlaf-, Arbeits- oder Kinderzimmers (LAI). Dort gelten je nach Baugebiet Richtwerte für Tag und Nacht, wobei die Nacht von 22 bis 6 Uhr reicht (TA Lärm).

Gebiet (TA Lärm, Nr. 6.1)Tag, 6 bis 22 UhrNacht, 22 bis 6 Uhr
Reines Wohngebiet50 dB(A)35 dB(A)
Allgemeines Wohngebiet, Kleinsiedlungsgebiet55 dB(A)40 dB(A)
Kern-, Dorf- und Mischgebiet60 dB(A)45 dB(A)

Weil die Richtwerte nachts niedriger liegen, ist für Luftwärmepumpen in der Regel die Nachtzeit maßgebend (LfU Bayern). Beschwerden entstehen vor allem nachts, und der Leitfaden der LAI richtet sich deshalb an den Nacht-Richtwerten aus (LAI). Was am Fenster ankommt, hängt an drei Größen, die alle mit dem Garten zu tun haben: dem Schallleistungspegel des Geräts, dem Abstand und der Umgebung des Aufstellorts.

  • Das Gerät: Das Bayerische Landesamt für Umwelt empfiehlt für Luftwärmepumpen in modernen Einfamilienhäusern einen Schallleistungspegel von höchstens 50 dB(A) und weist darauf hin, dass die meisten Anlagen erheblich lauter sind (LfU Bayern). Das Umweltbundesamt nennt eine Schallleistung ab 50 dB(A) außerhalb des Hauses für die Nachbarschaft als möglicherweise problematisch (Umweltbundesamt).
  • Der Abstand: Für ein Gerät mit 50 dB(A) ohne tonhaltige Geräusche, aufgestellt nahe einer Wand, nennt das LfU als Mindestabstand zur schutzbedürftigen Bebauung 3 m im allgemeinen und 6 m im reinen Wohngebiet (LfU Bayern).
  • Die Umgebung: Direkt vor einer Hauswand steigt der Schalldruckpegel um 3 dB, mit zwei nahegelegenen Wänden um 6 dB (LfU Bayern). Eine Aufstellung an der vom Nachbarn abgewandten Hausseite senkt ihn um bis zu 20 dB gegenüber einem Standort direkt gegenüber dem Nachbarhaus (LfU Bayern).

Die Ecke zwischen Garage und Haus, geschützt, unauffällig und nah am Technikraum, ist damit schalltechnisch oft der ungünstigste Platz. Die Verbraucherzentrale rät ausdrücklich davon ab, das Gerät zwischen zwei Mauern zu stellen, weil Echoeffekte die Lautstärke erhöhen; Rasenflächen dagegen wirken schalldämpfend (Verbraucherzentrale). Zu Schlafräumen und Nachbargebäuden hält sie einen Mindestabstand von drei bis vier Metern für ratsam, ergänzt um die Herstellerangaben zur Geräuschemission (Verbraucherzentrale). Für den Galabau heißt das: Der Standort ist eine Gestaltungsentscheidung mit akustischen Folgen. Die Rechnung dazu macht der Fachplaner oder der Heizungsbauer, den Platz dafür schafft der Garten.

Rechenhilfe statt Bauchgefühl

Die LAI stellt eine Berechnungshilfe bereit, mit der sich bei bekanntem Gerät ein geeigneter Aufstellort oder bei bekanntem Ort ein geeignetes Gerät ermitteln lässt; das Land Sachsen-Anhalt bietet dazu einen interaktiven Assistenten an (LAI). Für den Galabau-Betrieb genügt es, auf der Leistungsseite zu sagen, dass der Standort vor dem Bau mit einer solchen Rechnung abgestimmt wird und wer sie übernimmt.

Fundament, Kiesbett und Kondensat

Das Außengerät steht auf einem Fundament oder Sockel. Welche Maße, welche Gründungstiefe und welche Höhe über Gelände, legt die Montageanleitung des Herstellers fest, und daran hält sich der Bau. Was der Galabau beiträgt, ist das, was ein Heizungsbauer selten auf dem Wagen hat: Aushub, frostsichere Gründung, verdichteter Unterbau, Schalung oder Fertigteil und der saubere Anschluss an die umgebende Fläche.

Zwei Punkte machen aus einem Betonsockel eine Gartenbauleistung. Der erste ist die Entkopplung. Das LfU nennt die Entkopplung des Körperschalls bei der Außenaufstellung besonders dann notwendig, wenn die Geräteeinheit direkt an die Wand montiert wird oder das Fundament direkt mit dem Gebäude verbunden ist (LfU Bayern). Ein Sockel, der an die Hauswand oder an den Kellerhals betoniert wird, kann Schwingungen ins Haus tragen. Eine Fuge zum Gebäude und eine eigenständige Gründung sind deshalb keine Feinheit, sondern Teil der Leistung.

Der zweite Punkt ist das Wasser. Beim Betrieb und beim Abtauen der Außeneinheit fällt Kondensat an, das irgendwohin muss. Die Montageanleitung legt fest, ob es frei abtropfen darf, über ein Rohr in eine Sickerpackung geführt oder an die Grundstücksentwässerung angeschlossen wird. Die Niedersächsische Bauordnung nennt Eisbildung ausdrücklich als mögliche unzumutbare Beeinträchtigung für das Nachbargrundstück (§ 5 NBauO). Was für den Nachbarn gilt, gilt erst recht für den eigenen Weg: Ein Gerät, dessen Kondensat im Winter auf das Pflaster läuft, erzeugt eine Eisfläche genau dort, wo man morgens zur Mülltonne geht.

Ein Kiesbett oder eine Sickerpackung unter und neben dem Gerät nimmt das Wasser auf, sofern der Boden es versickern lässt. Bei bindigen Böden braucht es eine Drainage oder den Anschluss an die Entwässerung, je nach Satzung der Gemeinde. Welche Angaben ein Angebot für Versickerung rechenbar machen, steht im Beitrag Regenwasserversickerung anbieten: Mulde, Rigole, Zisterne; für das kleine Kiesbett unter der Wärmepumpe gelten dieselben Grundfragen in kleinerem Maßstab.

Gründung

Aushub und frostsichere Gründung nach Herstellerangabe, verdichteter Unterbau, Fundament oder Fertigteilsockel. Die Höhe über Gelände schützt vor Schnee und Spritzwasser und zählt zur zulässigen Höhe an der Grenze.

Entkopplung

Eigenständige Gründung ohne starre Verbindung zur Hauswand, Fuge zum Gebäude, Puffer zwischen Gerät und Sockel nach Vorgabe des Herstellers. So bleibt der Körperschall draußen.

Kondensat

Kiesbett oder Sickerpackung, Ableitung in frostfreie Tiefe nach Montageanleitung, bei bindigem Boden Drainage oder Anschluss an die Entwässerung. Kein Wasser auf Wege, kein Wasser zum Nachbarn.

Wartungszugang

Freie Fläche vor Ansaug- und Ausblasseite, befestigter Zugang mit Trittplatten oder Pflaster, keine Pflanzen, die in das Gerät wachsen. Der Kundendienst soll das Gerät erreichen, ohne ein Beet zu betreten.

Leitungsgraben und Wegeanschluss

Zwischen Außengerät und Haus laufen Leitungen, je nach Bauart Kältemittel- oder Wasserleitungen, dazu die Elektrik. Die Verbraucherzentrale rät, den Abstand zum Haus so gering wie möglich zu halten, weil jeder zusätzliche Meter die Wärmeverluste über die Außenleitungen erhöht (Verbraucherzentrale). Dieser Satz begrenzt die Freiheit beim Standort: Der schalltechnisch ruhigste Platz am Ende des Gartens ist energetisch selten der richtige.

Tiefe, Bettung und Schutz der Leitungen gibt der SHK-Betrieb oder der Elektriker vor. Der Galabau übernimmt den Aushub, die Verfüllung und die Oberfläche, und er weiß, wo unter dem Rasen schon Leitungen, Drainagen oder Wurzeln liegen. Wo der Graben eine Pflasterfläche kreuzt, wird aufgenommen und neu verlegt, statt mit einer Flickstelle zu leben. Wo er eine Rasenfläche quert, gehört die Wiederherstellung samt Nachsaat in dasselbe Angebot, nicht in eine spätere Rechnung.

Dazu kommt die Luftführung. Die Verbraucherzentrale empfiehlt, die Gebläseöffnungen mit Mindestabstand zu Gehwegen und Terrasse anzuordnen, weil der Luftzug in unmittelbarer Nähe das Wohlbefinden beeinträchtigen kann, und darauf zu achten, dass die Hauptwindrichtung nicht in Richtung Ausblasöffnung weht (Verbraucherzentrale). Das sind Planungsfragen für den Garten: Wo verläuft der Weg, wo sitzt man abends, und wo bleibt die Fläche vor dem Gerät frei? Ein Gerät, das kalte Luft auf die Sitzbank bläst, stört in der Heizperiode bei jedem Aufenthalt draußen.

Sichtschutz und Pflanzung mit Abstand

Kaum ein Eigentümer will das Gerät vom Wohnzimmer aus sehen. Die Verbraucherzentrale nennt Hauben, Wände oder Hecken als Schallschutzmaßnahmen, die die Lautstärke deutlich senken können (Verbraucherzentrale), und das LfU hält fest, dass störende Betriebsgeräusche geringer werden, wenn keine direkte Sichtverbindung zu benachbarten schutzbedürftigen Räumen besteht (LfU Bayern). Daraus folgt eine Gestaltungsaufgabe mit zwei Seiten.

Die eine Seite ist der Luftstrom. Ein Außengerät braucht frei anströmende Luft und eine freie Ausblasseite; die Verbraucherzentrale rät, die Gebläseöffnungen frei zugänglich zu halten, damit die Luftströmungen nicht behindert werden (Verbraucherzentrale). Eine dichte Hecke direkt vor dem Ansauggitter hilft dem Auge und schadet der Anlage. Die Mindestabstände rund um das Gerät nennt der Hersteller in der Montageanleitung, und der Pflanzplan richtet sich danach, nicht umgekehrt. Wuchsbreite heißt dabei die Breite der ausgewachsenen Pflanze, nicht die Breite am Pflanztag.

Die andere Seite ist die Reflexion. Eine geschlossene Wand dicht hinter dem Gerät wirkt wie eine zusätzliche reflektierende Fläche, und mit jeder weiteren solchen Fläche steigt der Pegel (LfU Bayern). Ein Schallschirm wirkt dann, wenn er zwischen Gerät und Immissionsort steht und vom Fachplaner bemessen ist. Lamellen, Gabionen oder eine Holzwand sind deshalb Bauteile mit Funktion: Die Funktion legt der Planer fest, die Ausführung und die Einbindung in den Garten übernimmt der Galabau-Betrieb.

Pflanzt der Betrieb eine Hecke an der Grenze, gilt zusätzlich das Nachbarrecht. In Niedersachsen beträgt der Grenzabstand für Bäume, Sträucher und lebende Hecken bis 2 m Höhe 0,50 m (NNachbG). Die ganze Staffel steht im Beitrag Grenzabstände für Bäume und Hecken in Niedersachsen. Für die Pflanzenwahl rund um ein Gerät, das in der Heizperiode kalte Luft ausbläst, gelten dieselben Standortfragen wie überall im Garten; wie sich eine solche Auswahl auf der Website erklären lässt, zeigt der Beitrag Klimafeste Gärten: Pflanzenwahl nach Hitze und Trockenheit.

Förderung und Rechnung: Fundament ja, Garten nein

Viele Eigentümer beantragen für die Wärmepumpe einen Zuschuss aus der Bundesförderung für effiziente Gebäude. Für den Galabau ist dabei eine Unterscheidung wichtig, die das Infoblatt der KfW zu den förderfähigen Maßnahmen trifft. Bei Einzelmaßnahmen gehören zu einer Anlage zur Wärmeerzeugung auch notwendige fachtechnische Arbeiten und Materialien wie Transport, Aufständerung, Unterkonstruktion, Fundament und Einhausung (KfW). Nicht als Umfeldmaßnahmen förderfähig sind dagegen alle vorbereitenden Maßnahmen zur Herrichtung oder Erschließung des Grundstücks sowie Maßnahmen an den Außenanlagen und Freiflächen (KfW).

Für die Rechnung heißt das: Fundament und Einhausung gehören zur Wärmepumpe, und in der Einzelmaßnahme müssen alle förderfähigen Ausgaben dem Wärmeerzeuger in der Rechnung zugeordnet werden (KfW). Weg, Pflanzung und Sichtschutz aus Gestaltungsgründen sind Außenanlage. Offener ist die Zuordnung beim Leitungsgraben und bei der Wiederherstellung der Fläche darüber: Das Infoblatt rechnet alle Maßnahmen, die unmittelbar für die Ausführung erforderlich sind, zur Anlage und fördert Wiederherstellungsarbeiten im Zusammenhang mit der energetischen Maßnahme als Umfeldmaßnahme, schließt Maßnahmen an Außenanlagen aber aus (KfW). Wie diese Positionen eingeordnet werden, klärt die Fachperson, die den Antrag bestätigt. Wer Anlage und Außenanlage in einer Pauschale abrechnet, zwingt den Kunden oder seine Energieberatung, die Rechnung nachträglich aufzuteilen. Wer getrennt anbietet, liefert die Aufteilung gleich mit, und genau das spricht sich unter Heizungsbauern und Energieberatern herum.

Hinweis statt Förder- und Steuerberatung

Was im Einzelfall förderfähig ist, entscheiden die Förderbedingungen in der Fassung, die bei Antragstellung gilt, und die Fachleute, die den Antrag bestätigen. Das Infoblatt der KfW wird regelmäßig überarbeitet. Der Galabau-Betrieb liefert eine Rechnung, die diese Prüfung möglich macht, und verspricht auf seiner Website keine Förderung.

Für den Teil, der nicht gefördert wird, kann der Steuerbonus für Handwerkerleistungen eine Rolle spielen. Er beträgt 20 Prozent der Aufwendungen, höchstens 1.200 Euro (§ 35a EStG), und gilt nur für die Arbeitskosten, nicht für das Material (§ 35a EStG). Für öffentlich geförderte Maßnahmen, für die zinsverbilligte Darlehen oder steuerfreie Zuschüsse in Anspruch genommen werden, gilt er nicht (§ 35a EStG). Ob und für welchen Teil der Arbeiten der Kunde ihn nutzen kann, klärt er mit seiner Steuerberatung. Was auf die Rechnung gehört, damit die Frage überhaupt beantwortbar ist, zeigt der Beitrag Steuerbonus nach § 35a EStG: was auf die Rechnung gehört.

Die Leistungsseite für die Wärmepumpe im Garten

Die Leistung hat einen klaren Anlass und einen klaren Kunden: Eigentümer, die eine Luftwärmepumpe bestellt haben oder planen. Sie suchen nicht nach Garten- und Landschaftsbau, sondern nach einer Lösung für ein konkretes Problem: wohin mit dem Gerät, wer macht das Fundament, wie bekommt man es aus dem Blick. Eine eigene Seite auf der Website für den Galabau-Betrieb beantwortet diese Fragen in der Reihenfolge, in der sie entstehen, und hängt sinnvoll unter der Seite für Privatgärten.

Grenzabstand nach § 5 NBauO, Abstand zum Fenster nebenan, Weg zum Haus, Luftführung. Gemeinsam mit dem Heizungsbauer und vor dem ersten Spatenstich.

Auf die Seite gehört außerdem, was der Betrieb nicht macht. Er stellt kein Gerät auf, schließt nichts an und rechnet keine Schallprognose. Diese Abgrenzung ist kein Mangel, sondern das Argument für die Zusammenarbeit: Der Kunde sieht, dass die Schnittstelle zum Heizungsbauer bedacht ist. Die LAI empfiehlt, die Prüfung des Schallschutzes mit einem Lageplan zu dokumentieren, der den Standort der Luftwärmepumpe, die Immissionsorte und die Hindernisse auf dem Ausbreitungsweg zeigt (LAI). Ein Galabau-Betrieb, der ohnehin mit Lageplänen arbeitet, kann diese Unterlage liefern.

Für die Bilder gilt, was für jede Leistungsseite gilt: Arbeit zeigen, nicht Produkte. Das Foto der fertigen Wärmepumpe vor der Hecke ist gut, wichtiger sind Aufnahmen der Gründung, des Kiesbetts und des Grabens, bevor alles verfüllt ist. Wie solche Bilder gelingen, steht unter Fotos für die Galabau-Website; in die Referenzgalerie gehört eine eigene Kategorie dafür. Wer die fertige Anlage aus der Luft zeigen will, prüft vorher das Luftrecht, siehe Drohnenflug über Kundengärten: Luftrecht vor dem Fototermin.

Welche Angaben die Anfrage mitbringt

Eine Anfrage zur Wärmepumpe im Garten lässt sich ohne Ortstermin selten abschließend beantworten. Sie lässt sich aber gut vorbereiten. Das Anfrageformular fragt dafür die Angaben ab, die der Kunde ohnehin hat oder mit einem Foto liefern kann.

  • Gerät: Hersteller und Modell, Maße, Gewicht und Schallleistungspegel, wahlweise als Foto des Datenblatts.
  • Stand der Planung: Ist die Wärmepumpe bestellt, wer ist der Heizungsbauer, gibt es einen Montagetermin?
  • Standort: Foto des geplanten Platzes mit Hauswand und Umgebung, ungefährer Abstand zur Grundstücksgrenze.
  • Untergrund: Rasen, Beet, Pflaster oder Schotter am Standort, bekannte Leitungen oder Drainagen.
  • Gewünschte Leistungen: Fundament, Kiesbett, Leitungsgraben, Sichtschutz, Pflanzung, Wiederherstellung.
  • Gebiet: Bebauungsplan oder Gebietsart, falls bekannt; sonst genügt die Adresse.

Mit diesen Angaben lässt sich vorab einordnen, ob die Ausnahme für den Grenzabstand überhaupt in Frage kommt, ob ein Kiesbett genügt und ob der Termin mit dem Heizungsbauer zu halten ist. Der Ortstermin wird dadurch kürzer, und das Angebot kommt mit weniger Rückfragen aus. Wer mag, ergänzt ein Feld für das Wunschdatum der Montage; dann sortiert sich die Anfrage von selbst in die Wochenplanung.

Schnittstellen mit dem SHK-Betrieb klären

Die meisten Missverständnisse entstehen an den Übergängen. Eine Tabelle auf der Leistungsseite oder zumindest im Angebot schafft Klarheit, bevor zwei Kolonnen am selben Morgen vor demselben Loch stehen.

ArbeitGalabau-BetriebHeizungsbauer (SHK)
StandortwahlGartenplan, Grenzverlauf, Wege, PflanzungGerät, Leitungslängen, Schallprognose
Fundament oder SockelAushub, Gründung, Ausführung nach VorgabeMaße und Lage laut Hersteller
KondensatKiesbett, Sickerpackung, DrainageAnschluss am Gerät, Frostschutz am Ablauf
LeitungsgrabenAushub, Verfüllung, OberflächeLeitungen, Dämmung, Durchführung ins Haus
Sicht- und SchallschutzLamellen, Wand, PflanzungBemessung von Schallschirmen, Haube am Gerät
AbschlussWege, Rasen, Pflaster, FotosInbetriebnahme, Einweisung

Wer diese Aufteilung einmal mit den Heizungsbauern der Region bespricht, gewinnt mehr als einen Auftrag. Er wird zum Ansprechpartner, an den der SHK-Betrieb seine Kunden weitergibt, weil die Arbeit im Garten nicht zu dessen Kerngeschäft gehört. Die Leistungsseite ist dann auch für diese Partner ein Nachweis, dass der Betrieb die Aufgabe verstanden hat, und ein Link, den sie ihren Kunden schicken können.

Wo die Aufstellung im Garten schiefgeht

Sockel an der Hauswand

Ein an die Wand betonierter Sockel überträgt Körperschall ins Haus. Besser ist eine eigenständige Gründung mit Fuge zum Gebäude.

Gerät in der Ecke

Mit zwei nahegelegenen Wänden steigt der Pegel um 6 dB gegenüber einer Aufstellung ohne nahe Wände (LfU Bayern). Die Ecke ist bequem, aber laut.

Kondensat auf dem Weg

Ohne Kiesbett oder Ableitung friert das Wasser im Winter auf Pflaster und Platten. Die Ableitung gehört in die Planung, nicht in die Nachbesserung.

Hecke vor dem Gitter

Pflanzen an der Ansaug- oder Ausblasseite behindern den Luftstrom. Abstände nach Montageanleitung einplanen, mit der Wuchsbreite von morgen.

Einhausung zu hoch

Fundament und Einhausung zählen zur Höhe von 2 m, bis zu der die Ausnahme vom Grenzabstand greift (§ 5 NBauO).

Eine Pauschale für alles

Fundament und Garten in einer Summe erschweren Förderantrag und Steuererklärung. Anlage und Außenanlage getrennt ausweisen.

Was der Kunde am Ende im Garten hat

Am Ende steht ein Gerät auf einem Fundament, das nicht an der Hauswand klebt, neben einem Kiesbett, das sein Wasser schluckt, erreichbar über einen Weg, der im Winter nicht vereist, und hinter einer Gestaltung, die den Luftstrom frei lässt und den Blick nicht auf das Gerät lenkt. Dazu ein Lageplan, Fotos der Gründung und eine Rechnung, die Anlage und Außenanlage trennt.

Nichts davon ist neu für einen Galabau-Betrieb. Neu ist der Anlass, und er wächst: Bei 194.500 abgesetzten Heizungs-Wärmepumpen im ersten Halbjahr 2026 (BDH) stellt sich in vielen Gärten die Frage, wer die Arbeit draußen übernimmt. 2025 gab es in Deutschland 19.898 Galabau-Betriebe (BGL). Welcher davon bei der Wärmepumpe im Garten gefragt wird, entscheidet sich oft vor dem ersten Telefonat: auf der Seite, die der Kunde findet, wenn er nach Fundament, Kiesbett oder Sichtschutz für sein Außengerät sucht. Wie eine solche Seite in eine Galabau-Website passt, zeigen wir gern an Ihrem Leistungsspektrum.

Quellen und Studien

Dieser Artikel basiert auf Daten des Bundesverbands Wärmepumpe (BWP, Pressemitteilung vom 6. August 2026), des Bundesverbands der Deutschen Heizungsindustrie (BDH, Pressemitteilung vom 11. August 2026), des Umweltbundesamts, des Bundesverbands Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau (BGL, Branchenstatistik 2025), des Bayerischen Landesamts für Umwelt (LfU Bayern), der Bund/Länder-Arbeitsgemeinschaft Immissionsschutz (LAI, Kurzfassung des Leitfadens für Luftwärmepumpen, Stand 28. August 2023), der Verbraucherzentrale, der Klimaschutz- und Energieagentur Niedersachsen (KEAN) und der KfW (Infoblatt zu den förderfähigen Maßnahmen und Leistungen, Version 11.0). Die rechtlichen Hinweise stützen sich auf § 5 und den Anhang der Niedersächsischen Bauordnung (NBauO), § 50 des Niedersächsischen Nachbarrechtsgesetzes (NNachbG), Nummer 6 der TA Lärm und § 35a EStG. Sie sind allgemeiner Natur und ersetzen keine Prüfung des Einzelfalls.

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